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Besondere Freundschaft: Hunde spüren Krebserkrankung



Die Trefferquote von Hunden bei der Krebserkennung liegt bei rund 90 Prozent.
Die Trefferquote von Hunden bei der Krebserkennung liegt bei rund 90 Prozent.

Hunde nehmen die Befindlichkeit und den Gesundheitszustand ihrer Bezugspersonen wahr. Forscher wollen eine elektronische Spürnase entwickeln, die zuverlässig Krebs diagnostizieren kann.

Einmal mehr erweist sich der Hund als der beste Freund des Menschen: Im US-Bundesstaat Arkansas lebt Frankie - ein Schäferhund-Mischling, der Schilddrüsenkrebs diagnostizieren kann.

Endokrinologen der ansässigen Universität in Little Rock haben den Hund darauf trainiert, Patienten mit gutartigen Knoten in der Schilddrüse von jenen zu unterscheiden, die Krebs haben. An 34 Urinproben dürfte Frankie schnuppern, davon litten 15 an einem Karzinom, die anderen 19 hatten keinen Schilddrüsenkrebs. Erspürte Frankie eine Krebserkrankung, legte er sich hin, bei einer gutartigen Schilddrüsenveränderung, wendete sich der Hund ab.

Frankie stellte in 30 von 40 Fällen die richtige Diagnose. Damit entspricht die Spürnase nahezu der Genauigkeit einer Feinnadelbiopsie, berichtet Studienleiter Donald Bodenner.

Krebserkrankungen haben speziellen Geruch

Krebserkrankungen sind immer auf eine Veränderung in der Zellstruktur zurückzuführen. Die Zellen vermehren sich unkontrolliert und verändern ihre chemische Zusammensetzung, die spezielle Duftstoffe freisetzt. Anscheinend können Hunde diesen speziellen Geruch erschnüffeln. Bereits 1989 wurde die Wissenschaft auf einen Hund aufmerksam, der sein Herrchen auf ein bedrohliches Melanom aufmerksam machte. Weitere Studien konnten nachweisen, dass Hunde an der Ausatemluft des Menschen erkennen können, ob dieser unter Brust-, Eierstock, Lungen-, Darm- oder Blasenkrebs leidet.

Ein Wunder? Nicht ganz: Der diagnostische Feinsinn des Tiers ist zum großen Teil auf seinen leistungsstarken Geruchssinn zurückzuführen. Die Riechschleimhaut ist beim Hund ca. 150 Quadratzentimeter groß und beherbergt rund 200 Millionen Riechzellen. Der Mensch weist nur fünf Quadratzentimeter auf und entsprechend nur fünf Millionen Riechzellen.

Hunde spüren Befindlichkeit des geliebten Menschen

Doch das ist nicht alles: Hinzu kommt die ausgeprägte Beobachtungsfähigkeit. Hunde registrieren minimale Änderungen in der Körperhaltung und Nuancenveränderung in der Stimme. All diese Sinneseindrücke (Geruch und Optik) werden von dem Hund umso stärker wahrgenommen, je enger seine Bindung an den Halter bzw. die Halterin ist.

Hunde und Besitzer haben ein enges Verhältnis. Das können viele Herrchen und Frauchen nur bestätigen: Ihr Hund sucht ihre Nähe besonders, wenn sie traurig sind oder er ist ausgelassener, wenn auch die Besitzer gut gelaunt sind. Gerade blinde Menschen, Epileptiker oder Diabetes-Patienten und –Patientinnen verlassen sich dabei vollkommen auf ihre treuen Begleiter, die speziell abgerichtet wurden oder von sich aus Warnanzeichen ihrer Bezugsperson erkennen. Besonders geeignet sind übrigens tatsächlich Schäferhunde, weil sie den stärksten Bindungsdrang (will to please) haben.

Hunde als neue Klinik-Mitarbeiter im Kampf gegen Krebs?

Hunde sind keine Maschine und haben somit gute und schlechte Tage. Zudem wäre das Verfahren der Krebsdiagnose übers Erschnüffeln recht aufwendig: der Hund muss zwischendurch immer wieder seinen Geruchssinn anhand der Urinproben von Krebspatienten schärfen.

Ziel der Wissenschaftler in Arkansas ist es eher, die speziellen Duftstoffe zu erforschen und nach Frankies Vorbild eine „elektronische Nase“ zu bauen.

Bodenner will trotzdem weitere Schnüffelhunde ausbilden und schult zu diesem Zweck Kriegsveteranen (Bombenschnüffelhunde) aus dem Irak- und Afghanistan-Krieg um. 

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