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Blinddarmentzündung – OP oder Antibiotika?



Blinddarm sofort entfernen oder mit Antibiotika behandeln?
Blinddarm sofort entfernen oder mit Antibiotika behandeln?

Die Entfernung des Blinddarms zählt zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland. Seit Kurzem behandelt man Erwachsene auch mit Antibiotika.  

Eine Blinddarmentzündungen, unter Medizinern Appendizitis genannt, ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix) des Blinddarms. „Der Begriff Blinddarmentzündung ist medizinisch eigentlich nicht korrekt, es müsste Wurmfortsatzentzündung heißen“, so Siegbert Faiss, Chefarzt für Gastroenterologie und Interventionelle Endoskopie an der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg. Häufigste Ursache für die Entzündung ist ein Verschluss der Öffnung zwischen Blinddarm und Appendix. Aber auch Keime oder Viren können Auslöser sein.

Blinddarmentzündungen erkennen

Typische Symptome einer Blinddarmentzündung sind Bauchschmerzen, die um den Bauchnabel herum beginnen und sich über den rechten Unterbauch ausbreiten. Eine angespannte und harte Bauchdecke an der betroffenen Stelle ist ebenfalls ein Hinweis. Patienten klagen zudem oft über Erbrechen, Fieber oder Appetitlosigkeit. Aber Vorsicht! Bei Kleinkindern, älteren Menschen oder Schwangeren kann sich eine Blinddarmentzündung auch ganz anders anfühlen. Und der Schmerz muss nicht zwangsläufig auf der rechten Seite des Unterbauchs auftreten. Um sicher zu gehen, empfiehlt sich in jedem Fall der Gang zum Arzt.

Blinddarm-OP oft der erste Schritt

Üblicherweise wird bei Verdacht auf Appendizitis sofort operiert. Der Blinddarmfortsatz gilt als entbehrlich. Allein in Deutschland wird er jährlich über 100 000 Mal chirurgisch entfernt. Doch: „Zwischen 10 und 40 Prozent der Operationen erweisen sich im Nachhinein als unnötig“, erklärt Faiss. Dies liegt daran, dass eine Unterscheidung zwischen akuter und harmloser Appendizitis nur schwer festzustellen ist. „Dass eine Entzündung unkompliziert ist, kann man in der Regel nur im CT [Computertomographie] erkennen. Das ist eine enorme Erweiterung der Diagnostik“, so Hans-Joachim Meyer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.  

Antibiotika als Alternative bei Blinddarmentzündungen?

Seit einigen Jahren versucht man Erwachsene mit unkomplizierter Blinddarmentzündung zunächst mit Antibiotika zu behandeln. Laut einer Studie, die 2015 in Finnland durchgeführt wurde, lag die Erfolgsquote bei über 70 Prozent. Doch die medizinische Fachwelt ist skeptisch. Da wäre zum einen die sich immer weiter ausbreitende Resistenzentwicklung gegenüber Antibiotika, das Patienten viel zu häufig verschrieben wird und so seine heilende Wirkung einbüßt. Zum anderen wurde die Antibiotika-Methode bisher nur an Erwachsenen getestet, über die Anwendung bei Kindern weiß man bisher nichts. Auch handelt es sich hierbei um eine sehr aufwendige Art der Behandlung, da die Patienten stationär beobachtet werden müssen – um im Zweifelsfall eben doch operiert zu werden. Ob Antibiotika die gesündere Alternative zu Operationen sind, bleibt also abzuwarten.

(jr, dpa/tmn)

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