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Buchtipp: Haben wollen! Wie man Süchte überwindet und Vorsätze einhält



Craving-Attacken können in Dauer und Ausprägung variieren.
Craving-Attacken können in Dauer und Ausprägung variieren.

Im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören oder weniger Alkohol trinken? Leichter gesagt als getan. Der Ratgeber Haben wollen! gibt Hilfestellung.

Wenn sich das alte Jahr dem Ende nähert, werden meist bereits Pläne für das neue Jahr geschmiedet. Traditionell gehört es dazu, sich von den Altlasten zu befreien, neu zu starten und dies am besten unbelastet. So entstehen gute Vorsätze, die in der Silvesternacht und spätestens Neujahr umgesetzt werden sollen. Weniger Alkohol trinken oder mit dem Rauchen aufhören, gehören zu den Klassikern der guten Vorsätze.

Ein Teil der Tradition der guten Vorsätze ist es auch, damit zu scheitern. Denn wenn es sich um eine Sucht handelt, ist diese selten nur mit gutem Willen und ohne Plan zu besiegen.


Wie Haben wollen! funktioniert

Der Ratgeber Haben wollen! des US-amerikanischen Psychiaters Omar Manejwala befasst sich mit dem Warum und der Befreiung von Süchten nach Nikotin, Alkohol, Schokolade, Glücksspiel, Internet etc.

Unter Einbeziehung sowohl der physischen Mechanismen, wie Vererbung und den chemischen Vorgängen im Gehirn, als auch der psychologischen Aspekte, wie typische Verhaltensmuster der Suchtpatienten, wird der Begriff Craving erläutert.
 

Craving-Attacken – unbezwingbare Sucht

Der Facharzt Manejawala versteht unter Craving „[…] ein starkes Verlangen, das tiefes physisches und psychisches Leid erzeugt, wenn es unbefriedigt bleibt.“ Craving, das sind Suchtattacken – auch Suchtdruck genannt - die letztlich die Triebkraft einer jeden Sucht sind.

Selbst wenn Betroffene es schaffen lange Zeit mit dem Rauchen oder Spielen aufzuhören, ist Craving der Auslöser für plötzliche Rückfälle. Ein überwältigendes Verlangen kann sogar noch Jahrzehnte nach Überwindung der Sucht auftreten.

Manejawala als einer der führenden Suchtexperten der USA erklärt den Betroffenen wie ihre Sucht aus neurowissenschaftlicher Sicht aufgebaut ist und wie äußere Einflüsse, z. B. Emotionen, sich auswirken. Der Ratgeber gibt Anleitungen wie der feste Griff des Cravings nicht nur gelockert werden kann, sondern auch wie sich Süchtige von dem ihrem Leid befreien können.

Teufelkreis der Süchte durchbrechen

Ein zentraler Bestandteil der Suchtüberwindung besteht laut Manejawala in der Modifizierung der Gehirnsubstanz: Durch Umdenken, positive Erfahrungen und Aktivitäten verändert sich dauerhaft das Hirn und damit auch der Suchtdruck.

Je nach Art der Abhängigkeit und ihrer lebensbeeinträchtigenden Auswirkungen, benötigen die Betroffenen eine professionelle Psychotherapie. Idealerweise in Verbindung mit einem Zwölf-Schritte-Programm.

Suchtüberwindung durch Veränderung der persönlichen Einstellung

In der Gemeinschaft ist der Einzelne stark.Als zentralen Bestandteil einer jeden Überwindung von Sucht sieht der Experte die Kraft der Gemeinschaft und das Gefühl von Zugehörigkeit.
Egal, ob es sich dabei um eine rehabilitative Wohngemeinschaft, Selbsthilfegruppe oder Internetforen handelt. Insbesondere wenn unter diesen Menschen welche sind, die ihre Sucht bereits überwunden haben.
Unbedingt aber sollte es mindestens eine Person geben, die von ihren Plänen weiß und der Sie sich zur Rechenschaft verpflichten.

Umgekehrt kann der Suchtdruck auch durch eigene Hilfsbereitschaft gelindert werden. Wenn Sie schon auf einem guten Weg sind: unterstützen Sie andere Suchtkranke aktiv bei ihrem Entzug oder engagieren Sie sich ehrenamtlich.

Körperliche Aktivität und Erste Hilfe gegen Craving

Heilsam und hilfreich ist es, ein Verhaltenstagebuch zu führen. In welcher Situation tritt das Craving auf? Was könnte der Auslöser sein? Wie haben sie sich zu dem Zeitpunkt gefühlt?

Vermeidung von Stress und Angst sind unbedingt notwendig, um Craving-Attacken zu vermeiden. Meditationen und Achtsamkeits-Trainings hält Manejawala daher für äußerst sinnvoll.

Körperliche Bewegung senkt laut Studien ebenfalls den Suchtdruck. In der Gemeinschaft bei Sportkursen oder als Mannschaftssport ist die Chance größer, dass Sie durchhalten und Spaß daran finden.

Es wird immer wieder Situationen geben, in denen Craving droht: Manejawala empfiehlt als Sofortmaßnahme, die Situation (z. B. Bar) sofort zu verlassen und/oder jemanden anzurufen, der sie emotional unterstützt.

Diese und weitere Maßnahmen und Hilfestellungen finden Sie in Haben wollen! Verlag Hans Huber, 2014.

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