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Burnout kann zu Depressionen führen



Häufige Arbeitsplatzwechsel und Druck durch den Arbeitsmarkt führen zu persönlichen Grenzüberschreitungen.
Häufige Arbeitsplatzwechsel und Druck durch den Arbeitsmarkt führen zu persönlichen Grenzüberschreitungen.

Der Arbeitsplatz bringt Menschen immer häufiger an den Rand der Leistungsfähigkeit. Prof. Dr. med. Andreas Heinz, Klinikdirektor der Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin, im Gespräch über Hintergründe und Therapie von Burnout.

TB GUIDE: Immer häufiger ist vom Burnout die Rede. Worum handelt es sich dabei?
Das Burnout bezeichnet einen Erschöpfungszustand, hervorgerufen durch Stress. Doch entgegen der weit verbreiteten Meinung handelt es sich dabei nicht um eine Erkrankung im medizinischen Sinn, sondern einen durch die Medien geprägten Begriff. Dennoch kann auch der Erschöpfungszustand, das Burnout oder einfach das Gefühl des (oftmals beruflichen) Ausgebranntseins, Ursache für eine Depression sein.

Und das kann jeden gleichermaßen treffen?
Es gibt Hinweise, dass die Neigung zu Depressionen erblich bedingt ist. Doch gerade durch den Wandel der Arbeitswelt ist ein Erschöpfungsgefühl heute weiter verbreitet als früher. Häufige Arbeitsplatzwechsel und der Druck durch den Arbeitsmarkt führen zu persönlichen Grenzüberschreitungen. Unter anderem sind Zukunftsängste die Folge. Doch auch die neuen Informationsmedien und die damit verbundene ständige Erreichbarkeit mittels Mail und Mobilfunk sorgen dafür, dass immer weniger Raum zum Abschalten bleibt.

Was sind Anzeichen für ein Burnout beziehungsweise eine einsetzende Depression?
Ein erstes Anzeichen ist oft eine anhaltende Schlafstörung. Der Betroffene kann nicht einschlafen, wacht nachts ständig auf und ist deutlich früher als gewollt wach ohne dann wieder einschlafen zu können. Zudem tritt eine Motivations- und Antriebslosigkeit auf, oftmals kann keine Freude mehr empfunden werden. In schweren Depressionen kommt es so weit, dass jegliche Alltagsbewältigung verloren geht. Das heißt die Körperpflege bis hin zur Ernährung werden vernachlässigt.

Burnout rechtzeitig therapieren

Spätestens dann sollte man sich in Behandlung begeben?
Schon bei den ersten Anzeichen sollte ein Allgemeinmediziner und gegebenenfalls ein Psychiater aufgesucht werden. Denn eine frühzeitige Diagnose verspricht eine erfolgreiche Behandlung. Zudem kann das Burnout zwar eine Ursache sein, doch kommen in den meisten Fällen andere Faktoren hinzu, die zu einer Depression führen können. So versuchen viele ihre Probleme über Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen, was verständlicherweise nicht die Lösung ist. Umso früher daher die wahren Gründe aufgearbeitet werden, desto schneller gewinnt der Patient die Kontrolle über sich selbst zurück und ist in der Lage seinen Alltag wieder zu bewältigen.

Wie sieht eine entsprechende Behandlung aus?
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Depression. Überwiegend handelt es sich um leichte Depressionen, die mit Gesprächs- und Verhaltenstherapeuten erfolgreich aufgearbeitet werden können. Lediglich bei schwer bis hin zu suizidgefährdeten Depressiven ist eine stationäre und medikamentöse Behandlung erforderlich. Ziel ist in allen Fällen dem Patienten Lösungswege, wie beispielweise Entspannungsübungen, aufzuzeigen.

Burnout-Prophylaxe

Kann dem Burnout und somit einer Depression vorgebeugt werden?
Für das körperliche und seelische Wohlbefinden ist es immer notwendig einen Ausgleich zu schaffen, dies gelingt den meisten Menschen über sportliche Betätigung. Beim Burnout, also dem beruflichen Ausgebranntsein, sollten die eigenen Grenzen erkannt und akzeptiert werden. Das Gespräch mit dem Vorgesetzten kann dabei helfen sich selbst nicht zu viel zuzumuten. Erfahrungsgemäß scheuen die meisten Betroffenen jedoch ein solches Selbsteingeständnis und Gespräch oder dieses ist im Betrieb nicht möglich. Hier sollte auch das persönliche Umfeld aufmerksam sein und denjenigen frühzeitig ansprechen.

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