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CMD: Kiefergelenk verursacht Kopf- und Rückenschmerzen



5-10 Prozent der Menschen leiden an CMD.
5-10 Prozent der Menschen leiden an CMD.

Die craniomandibuläre Dysfunktion ist ein Leiden, das schwer zu diagnostizieren ist. Zahlreiche Menschen leben unbehandelt mit ihren Schmerzen weiter und riskieren chronische Folgeerkrankungen.

70 Prozent aller Deutschen leiden an chronischen Kopf- oder Rückenschmerzen, deren Ursache unklar ist. In vielen Fällen sind die Beschwerden auf eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zurückzuführen: Eine Kiefergelenkfehlstellung bzw. -funktion führt zu einer dauerhaften Reizung des bedeutsamen Nervus trigenimus. Dieser liegt nämlich in direkter Nähe zu anderen Hirnnervenzentralen und überträgt die elektrochemische Aktivität auf sie.

Schmerzhafte Verspannungen durch CMD

Zehn Prozent der Deutschen leiden an CMD. Darunter deutlich mehr Frauen. Da die Erkrankung eine Reihe von Symptomen hervorrufen kann, ist sie meist nicht leicht zu diagnostizieren. Die Dunkelziffer dürfte demnach weitaus höher sein.

Sehr häufig schmerzt die Kiefermuskulatur oder die Kiefergelenke knacken und reiben beim Beißen, Kauen oder Öffnen des Mundes.

Die Verspannungen können durch die Nervenreizung auf andere Areale übergreifen. Dadurch kann es zu starken, migräneartigen Kopfschmerzen und Schwindel kommen sowie zu Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen.

Auch die Ohren können betroffen sein und beispielsweise mit Tinnitus, Druckgefühl oder Hörverlust reagieren. Sehstörungen und Schluckbeschwerden sind ebenfalls möglich.

Neue Forschungen lassen vermuten, dass auch Fibromyalgie-Patienten, Betroffene vom chronischen Erschöpfungssyndrom, von Herzrhythmusstörungen sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes an der craniomandibulären Dysfunktion leiden.

Überlastung des Kiefergelenknervs liegt in der Familie

Die Ursachen der CMD sind oftmals unklar. Vielmals trifft eine Reihe von Auslösern aufeinander. So können Verletzungen - etwa durch einen Unfall, Kiefergelenkentzündungen (Arthritis) sowie eine erbliche Fehlstellung des Kiefers oder der Zähne schuld an der CMD sein.

Andere mögliche Ursachen sind Hormone, Körperhaltungsfehler, Schlafstörungen sowie Stress und Depressionen. Letzteres wird leider viel zu wenig als Quelle erkannt und entsprechend behandelt. Dabei sprechen die Zahlen für sich: Jeder fünfte Deutsche knirscht nachts mit den Zähnen oder presst die Kiefer fest aufeinander (Bruxismus).

CMD benötigt eine umfassende aber vorübergehende Behandlung

Nicht alle Menschen, die an craniomandibulärer Dysfunktion leiden, müssen behandelt werden. Nur rund drei Prozent benötigen eine Therapie, die jedoch schonend und reversibel sein sollte. Operative Veränderungen des Kiefers oder Kiefergelenks, ein Abschleifen der Zähne oder feste Zahnspangen, die das Gebiss verändern, sind daher nicht in Betracht zu ziehen. Zumal sie das Problem verstärken können.

Eine Aufbissschiene wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.Nahezu neunzig Prozent der CMD-Patienten können sehr gut mit herkömmlichen Mitteln behandelt werden, da es sich oft um ein vorübergehendes Beschwerdebild handelt.

Dazu gehört in erster Linie eine (nächtliche) Aufbiss-Schiene, die Über- und Fehlbelastungen des Kiefers ausgleichen soll und den Verlust der Zahnsubstanz durch Bruxismus verhindert.

Sie wird von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.

Weitere sanfte Methoden zur Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion sind warme oder kalte Umschläge, Dehnübungen, weiche Nahrung, Akupunktur und Physiotherapie.

Stress ist Hauptursache für Kopf- und Rückenschmerzen

Da meist Stress Auslöser der Verspannung ist, sind Entspannungstechniken, Hypnose oder Stressmanagement anzuraten. Patienten sollten nicht nur ihre Beiß-Schiene und ein Rezept für Schmerzmittel als einzige Therapie betrachten. Schließlich sollte diese Behandlung nur über ein paar Wochen oder Monate andauern. Die Betroffenen müssen sich mit den Ursachen, die meist psychischer Natur sind, auseinandersetzen und etwas an ihrem bisherigen Leben z. B. Beruf, Partnerschaft usw. ändern.

Bei komplexeren Krankheitsbildern ist eine interdisziplinäre Behandlung mit Fachärzten bzw. -ärztinnen aus den Bereichen Rheumatologie, Neurologie, Psychotherapie, Schmerztherapie etc. angebracht.

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