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Das müssen Sie über Masern wissen



Eine Impfung gegen Masern schützt nicht nur die geimpfte Person vor der ansteckenden Krankheit.
Eine Impfung gegen Masern schützt nicht nur die geimpfte Person vor der ansteckenden Krankheit.

Die Zahl der Masern-Erkrankungen ist in Berlin rapide angstiegen. Seither wird heftig über Vor- und Nachteile einer Masern-Impfung diskutiert. Hier finden Sie deshalb die wichtigsten Informationen zu Masern und zur Impfung.

Beim Thema Masern und Impfen geraten jene, die Impfungen befürworten und die, die sich vehement dagegen einsetzen, meist heftig aneinander. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Erkrankung und zum Schutz vor Masern.

Die Krankheit Masern

Masern sind dank Tröpfcheninfektion und einer langen Inkubationszeit hochansteckend.Wer erkrankt an Masern?
An Masern erkranken alle, die mit dem Erreger in Kontakt geraten und nicht gegen Masern geimpft wurden oder die Krankheit selbst durchgemacht haben.

Wie werden Masern übertragen?
Masern ist eine Vireninfektion, die nur beim Menschen auftritt und von Mensch zu Mensch übertragen wird. Dies passiert ganz einfach per Tröpfcheninfektion, also beim Sprechen, Niesen oder Husten.

Wie lange ist die Inkubationszeit von Masern?
Als Inkubationszeit bezeichnet man die Zeit, die zwischen Ansteckung und Ausbruch einer Krankheit vergeht. Bei Masern dauert die Inkubationszeit zwischen 10 und 14 Tagen. Bereits jetzt ist die Krankheit ansteckend und das Virus wird unwissentlich an andere übertragen.

An welchen Symptomen erkennt man die Masern?
Das Erscheinungsbild von Masern ähnelt zu Beginn dem einer sehr starken Grippe. Patienten und Patientinnen bekommen hohes Fieber, Husten und Schnupfen und eine entzündete Bindehaut. Weitere mögliche Symptome sind starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Manchmal weist die Mundschleimhaut einen Belag auf, der Koplik-Flecken genannt wird. Nach drei bis vier Tagen tritt der Masern-Ausschlag auf, der sich von der Stelle hinter den Ohren im Laufe eines Tages über den ganzen Körper ausbreitet. Das Fieber steigt weiter an. Nach etwa fünf Tagen lassen die Symptome nach und das Fieber sinkt.

Für wen sind Masern besonders gefährlich?
Kinder bis zu fünf Jahren und Menschen ab etwa 20 Jahren sind besonders gefährdet, wenn sie an Masern erkranken, da ihr Körper besonders schlecht gegen die Masernviren ankämpfen kann. Doch auch für die Altersgruppe dazwischen sind Masern nicht ungefährlich.

Was macht Masern so gefährlich?
Durch das geschwächte Immunsystem haben weitere Infektionen bereits während der Masernerkrankung leichtes Spiel. So droht zum Beispiel zusätzlich eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder Bronchitis. Einer von 1000 Masernerkrankten bekommt sogar eine Gehirnhautentzündung - die für mindestens zehn Prozent von ihnen tödlich endet.

Welche Folgeschäden werden durch Masern verursacht?
Bis zu einem Drittel der an Gehirnhautentzündung erkrankten muss mit schweren Folgeschäden wie geistiger Behinderung oder Lähmung rechnen. Es gibt Menschen, die aufgrund der Erkrankung ein paar Jahre danach ihr Gehör verloren. Sehr selten tritt ein paar Jahre nach der Masernerkrankung eine subakute sklerosierende Panenzephalitis auf, bei der nach und nach Gehirnzellen absterben - was letztendlich zum Tod führt. Dies betrifft jedoch nur bis zu elf von 100.000 an Masern erkrankte Personen.

Wie können Masern behandelt werden?
Gegen eine akute Masernerkrankung gibt es keinen Wirkstoff. Es können allenfalls Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente verabreicht werden, um die Symptome zu lindern.

Wer muss bei einer Masernerkrankung informiert werden?
Masern sind seit 2001 meldepflichtig. Das bedeutet, dass das Gesundheitsamt über die Erkrankung informiert werden muss. Dies übernimmt in der Regel der Arzt oder die Ärztin. Darüber hinaus müssen Schule, Kindergarten oder bei Erwachsenen der Arbeitgeber informiert werden.

Die Impfung gegen Masern

Die Risiken der Masernimpfung sind extrem geringer als die Risiken einer MasernerkrankungWie oft muss gegen Masern geimpft werden?
Für einen ausreichenden Schutz vor Masern muss zwei Mal geimpft werden. Die erste Teilimpfung alleine genügt nicht. Normalerweise findet die Impfung gegen Masern in einem Paket statt, mit dem auch der Schutz vor Mumps und Röteln einhergeht - die sogenannten MMR-Impfung.

Wie alt muss ein Mensch sein, um gegen Masern geimpft werden zu können?
Säuglinge sollten nicht vor dem 12. Lebensmonat zum ersten Mal geimpft werden. In Ausnahmfällen ist jedoch bereits eine Impfung nach 9 Monaten möglich. Die zweite Impfung sollte frühestens vier Wochen nach der ersten Teilimpfung erfolgen. 

Können sich auch Schwangere gegen Masern impfen lassen?
Da bei der Masernimpfung keine Antikörper verabreicht werden, sondern geimpfte Personen die Krankheit in abgeschwächter Form selbst durchmachen (aktive Immunisierung), ist eine Impfung während der Schwangerschaft nicht empfohlen. Bei stillenden Müttern besteht jedoch kein Risiko für das Kind.

Welche Nebenwirkungen hat die Impfung gegen Masern?
Bei fünf Prozent der geimpften Personen rötet sich die Impf-Einstichstelle und schmerzt ein wenig. Es kann auch sein, dass benachbarte Lymphknoten anschwellen. Manche Personen bekomme auch leichtes Fieber, haben Kopfschmerzen, fühlen sich schlapp oder haben Probleme mit der Verdauung. Diese Symptome verschwinden jedoch schnell wieder und sind sehr harmlos im Vergleich zur Masernerkrankung. Einige frisch Geimpfte bekommen die sogenannten Impf-Masern.

Sind "Impfmasern" ansteckend?
Impfmasern können wenige Wochen nach der Impfung auftreten und sind nicht ansteckend. Die davon betroffenen Personen bekommen einen leichten Hautausschlag und fühlen sich schlapp. Die Symptome gehen nach wenigen Tagen wieder zurück.

Wie oft treten schwere Imfschäden auf?
Laut einer wissenschaftlichen Untersuchung gab es in Deutschland maximal sieben schwere Komplikationen gegenüber 16 Millionen geimpften Personen. Diese stehen einer viel geringeren Zahl der Folgeschäden und Tode durch die Masernerkrankung gegenüber.

Wie kann ich herausfinden, ob ich gegen Masern immun bin?
Nicht alle Menschen wissen, ob sie in ihrer Kindheit Masern hatten oder dagegen geimpft wurden, weil der Impfpass verloren gegangen ist. Beim Arzt kann bei der sogenannten Titer-Ermittlung festgestellt werden, ob sich genügend Antikörper gegen Masern im Blut befinden. Wenn dem nicht so ist, sollten sich Erwachsene unbedingt impfen lassen, da die Krankheit bei ihnen in der Regel schwerer verläuft.

Befinden sich im Masern-Impfstoff Zusatzstoffe wie Alumunium?
Nein, in der MMR-Impfung befindet sich weder Aluminium, noch Formaldehyd.

Verursacht die Masernimpfung Autismus?
Nein, die Impfung gegen Masern ist nicht für Autismus verantwortlich zu machen. Die dazugehörige Studie wurde zurückgezogen, da der Autor unethische und unlautere Methoden angewandt hatte.

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