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Dem Nägelkauen mit Achtsamkeit begegnen



Nicht immer ist die Knabberei an den Fingern harmlos
Nicht immer ist die Knabberei an den Fingern harmlos

Nägelkauen – vielen gilt das nur als lästige Unart. Aber wer es mit der Knabberei übertreibt, kann bisweilen sogar ernsthaft erkranken. Was also tun gegen den unangenehmen Drang, die Finger an den Mund zu führen?

Im Allgemeinen gilt das Kauen an den eigenen Nägeln als typisches Merkmal pubertierender Jugendlicher. Und in der Tat: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte schätzt den Anteil der Betroffenen in dieser Gruppe auf 30 bis 40 Prozent. Aber auch jeder zehnte Erwachsene lässt unansehnliche Verunstaltungen an seinen Fingernägeln erkennen.

Nägelkauen ist zwanghaftes Verhalten

Doch woher kommt diese Marotte eigentlich? Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie steckt dahinter in der Regel ein harmloses, wenn auch zwanghaftes Verhalten. Experten nennen es auch eine Störung der Impulskontrolle – die Finger sind am Mund und ruckzuck wird daran gekaut, ohne dass man sich dessen bewusst wird.

Aber, Achtung: Mit einfacher Verharmlosung wird man der Sache nicht gerecht. Denn es gibt auch Menschen, die so lange an ihren Nägeln kauen, bis ernsthafte Verletzungen – etwa der Haut – auftreten. „Dann“, resümiert Prof. Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum München, „ist es oft Symptom einer Erkrankung“.

Nägelkauen: Achtsamkeit statt Antibiotika

Und damit ist nicht zu spaßen: Denn abgesehen davon, dass in solchen Fällen eine ernsthafte psychische Störung vorliegen kann, öffnet eine zerbissene Nagelhaut auch Pilzen und Bakterien Tür und Tor. Entzündungen entstehen. Dann hilft manchmal nur eine Zinkcreme, manchmal müssen aber noch schwerere Geschütze her, wie Hautärztin Marion Moers-Carpi vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen weiß:

„Wenn es feuerrot ist und eitert, dann ist der Arzt gefragt und ein Antibiotikum von Nöten.“ Hinzu kommen hässliche Deformierungen, wie etwa Längsrillen, wenn der Nagel nachwächst.

Arzneien oder andere häufig genutzte Behelfer wie Pflaster und bittere Lacke auf den Fingernägeln mögen die Symptome heilen, die Ursachen lassen sie aber außer Acht – und bieten damit Platz für erneutes Nägelkauen. Meist ist die Angewohnheit äußeres Anzeichen für erhöhten Stress – schon bei Kindern. Experten raten Betroffenen deshalb, diesen Stress im Alltag zu reduzieren. Möglichkeiten gibt es genug – angefangen bei einer bewussteren Einteilung der täglichen Zeit bis hin zu gezielten Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Achtsamkeitsbasierter Stressreduktion.

Den Teufelskreis des Nägelkauens durchbrechen
 


Wer es geschafft hat, das Nägelkauen für eine Zeitlang einzustellen, hat gute Chancen, einen Teufelskreis zu durchbrechen: Denn, verursacht Stress das Kauen an den Nägeln, so kann auch der unschöne Anblick der geschundenen Stellen zu Schamgefühlen, Selbstverachtung und schließlich wieder Stress führen. Manchmal lässt sich die Heilung der Fingerpartien auch mittels Maniküre unterstützen. Prof. Peter Falkai: „Wenn die Nägel anständig gemacht sind, hat man mehr Respekt davor und achtet mehr auf sich.“

(adm, dpa/tmn)

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