• Überblick
    • HNO
    • Haut
    • Herz & Kreislauf
    • Muskulatur
    • Magen & Darm
    • Nervensystem
    • Diabetes
    • Rücken & Gelenke
    • Zähne
    • Atemwege
    • Allergien
    • Autoimmunerkrankungen
    • Schmerzen
    • Überblick
    • Schwangerschaft & Geburt
    • Frauengesundheit
    • Männergesundheit
    • Kindergesundheit
    • Sexualität
    • Überblick
    • Homöopathie
    • Heilpflanzen
    • Hausmittel
    • Therapien
    • Überblick
    • Pflege
    • Arzt & Medikamente
    • Erste Hilfe
    • Gesellschaftliches
    • Berufsbilder
    • Überblick
    • Psyche
    • Sport
    • Wellness
    • Ernährung
    • Sucht

Diabetes-Vorsorge in Kita und Schule



Diabetes bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu.
Diabetes bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft  (DDG) warnt vor steigenden Typ-1-Diabetes-Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Drastische Zahlen aus den USA zu Neuerkrankungen an Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen werden nun auch in Deutschland befürchtet.

Während es sich bei der Typ-1-Diabetes um die Folge eine Autoimmunerkrankung handelt, ist die Typ-2-Diabetes auf Fettleibigkeit und Bewegungsmangel zurückzuführen. In den USA ist die Zahl der Erkrankungen an diesem Diabetes-Typ bei Kindern innerhalb der Jahre 2001 bis 2009 um 31 Prozent gestiegen.

Bevormundung des Verbrauchers durch Diabetes-Vorsorge?

Auch in Deutschland werden Kinder immer dicker. Rund 3,5 Millionen der unter 18-jährigen sind bereits übergewichtig oder krankhaft fettleibig. Von 1985 bis 2009 hat sich der Anteil fettleibiger Kinder in Deutschland verdoppelt. Eine gefährliche Entwicklung. Zwar sind in Deutschland die Zahlen der kindlichen Neuerkrankungen an Typ-2-Diabetes mit 200 Fällen Neuerkrankungen pro Jahr noch relativ selten, werden sich aber mit steigender Fehlernährung ähnlich wie in den USA entwickeln.

Die DDG fordert angesichts dieser Bedrohung eine Zucker-Fettsteuer, wie sie auch in anderen Ländern praktiziert werde. In Mexiko, einigen Teilen der USA, Finnland und Ungarn werden ungesunde Lebensmittel schon länger versteuert. Frankreich hat seit 2012 eine „Cola-Steuer“ auf zuckerhaltige Getränke. Das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft lehnt jedoch eine Bevormundung der Verbraucher ab. Dänemark hat die Fettsteuer bereits nach einem Jahr wieder abgeschafft, da sie nichts am Verhalten des Konsumenten geändert hat.

Diabetes-Vorsorge interessiert die Regierung nicht

Dennoch haben die Organisationen DDG und diabetesDE (Deutsche Diabetes-Hilfe) bei der UN-Generalversammlung zu chronischen Krankheiten am 10. und 11. Juli einen Nationalen Diabetesplan sowie die Zucker-Fettsteuer vorgestellt, um mehr Bewusstsein für die Volkskrankheit Diabetes zu schaffen. Teil des Plans ist auch eine steuerliche Entlastung auf gesunde Nahrungsmittel, um diese attraktiver für den Verbraucher zu machen. DDG und diabetisDE bedauern, dass die deutsche Bundesregierung kein Interesse an dem Gremium zur Verhinderung chronischer Krankheiten zeigte.

Die DDG möchte mit der Diabetes-Prävention insbesondere in Kitas und Schulen beginnen. In Lettland beispielsweise sind ungesunde Lebensmittel und Getränke in Kinder-Einrichtungen verboten. Norwegen und Schweden verbieten an Kinder gerichtete Werbung für ungesundes Fast Food. Für Deutschland werden von der DDG beispielsweise täglich eine Stunde Sport sowie kostenlose Wasserspender in Schulen und Kitas gefordert.

Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind Grundvoraussetzungen zur Vermeidung zahlreicher Krankheiten wie Herz-Kreislauf und Diabetes und muss bereits im Elternhaus beginnen. Leider haben die Erziehungsberechtigten oft geringen Einfluss auf die Qualität des Kita- und Schulessens. Jedoch auf die heimischen Mahlzeiten, auf die Pausensnacks und Getränke sowie Freizeitaktivitäten. Gesundes Verhalten kann erlernt werden.

Ungewisse Ursache bei Typ-1-Diabetes

Bedrohlich ist jedoch nicht nur die Zunahme der Typ-2 Diabetes – auch Altersdiabetes genannt – bei Kindern. Die sogenannte Kinder- und Jugenddiabetes vom Typ 1 steigt laut Beobachtungen durch Diabetologen in Deutschland ebenfalls an. Bis zum Jahr 2020 wird ein Zuwachs um 70 Prozent prognostiziert. Die Erkrankung entsteht in den meisten Fällen in den ersten zwei Lebensjahren. Aus bislang ungeklärten Gründen wenden sich Antikörper gegen jene Zellen, die das Hormon Insulin in der Bauchspeicheldrüse bilden. Derzeit sind 30.500 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren rund davon betroffen.

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE