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Diagnose MIH: Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bei Kindern



MIH bei Kindern zeigt sich im Grundschulalter
MIH bei Kindern zeigt sich im Grundschulalter

Bei MIH, kurz für Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation handelt es sich um eine Art Mineralisationsstörung der Zähne, die bei Kindern im Grundschulalter auftritt. Sie macht die Zähne porös und anfällig für Karies.

Die Ursachen für die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bei Kindern sind unklar. Betroffen sind vor allem die vorderen Schneidezähne sowie die Backenzähne. Man unterscheidet zwischen drei Schweregraden (A, B und C). Ob es sich bei MIH um eine neue Zahnerkrankung handelt oder das Phänomen bisher übersehen wurde, da es von Karies überdeckt war, ist unklar. Im Zuge des weltweiten Rückgangs von Karies tritt MIH aber immer mehr in Erscheinung. Die Bezeichnung der Molaren-Inzisiven Hypomineralisation bei Kindern gibt es seit 2001. Auffällig ist, dass MIH im Norden Europas wesentlich häufiger auftritt als im Süden. In Deutschland sind rund 10 Prozent der Kinder im Grundschulalter betroffen. Und doch ist die Krankheit nicht sehr bekannt.

Je eher, desto besser: Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bei Kindern erkennen und behandeln

Der routinemäßige Gang zum Zahnarzt ist unerlässlich. Ärzte können die Anomalien des Zahnschmelzes häufig schon auf einen Blick erkennen. Die Zähne von Kindern mit MIH weisen gelb-bräunliche oder weißliche Verfärbungen auf. Sie sind in der Regel sehr schmerzempfindlich, so dass die Kinder auf Heißes oder Kaltes heftig reagieren bzw. grundsätzlich über „Zahnweh“ klagen. Sollten Sie eine derartige Veränderung bemerken, suchen Sie schnellstmöglich einen Zahnarzt auf.

Umstrittene Behandlungsmethode bei Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bei Kindern: Versiegeln

Eine mögliche Behandlungsmethode von MIH ist das Versiegeln der Zahnoberflächen. Von MIH betroffener Zahnschmelz besitzt knapp ein Zehntel der Härte eines normalen Zahns. Die Abdeckung soll ein Zerbrechen durch die tägliche Kaubelastung verhindern bzw. hinauszögern. Frisch durchgebrochene Zähne sind anfälliger für Karies, von MIH betroffene noch um ein Vielfaches mehr. Allerdings ist das Versiegeln von Zähnen sehr umstritten. Die Gefahr, dass der Zahnarzt vor dem Versiegeln die Zähne nicht gut genug reinigt und so Karies übersehen wird, der dann unter der Versiegelung unbemerkt wuchern kann, ist hoch. Dieses Risiko besteht auch dann, wenn Spalten oder Lufteinschlüsse in die Versiegelung gelangen.

Das können Sie selbst tun, wenn Ihr Kind Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation hat

Von MIH befallene Zähne bieten Karies die besten Angriffsflächen. Da die Zähne sehr porös sind und Teile davon häufig abbrechen, sind eine aufmerksame Zahnhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche in kurzen Intervallen unbedingt nötig. Ärzte empfehlen zusätzlich, alle drei bis vier Monate eine professionelle Zahnreinigung vornehmen zu lassen. Als Eltern sollten Sie Ihre Kindern daran gewöhnen, täglich Zahnseide zu benutzen und fluoridhaltige Zahnpasta zu verwenden. Dazu Interdentalbürsten und einmal wöchentlich Elmex Gelée.

Doch, traurig aber wahr: Kinder mit MIH werden ihr Leben lang mit den Folgen der Mineralisationsstörung zu kämpfen haben und häufig auf zahnärztliche Versorgung angewiesen sein.

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