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Die Haut ist sinnlich und kommunikativ - aber sehr empfindlich



Die Haut hält vieles fern, das von außen kommt. (Illustration: Bomboland)
Die Haut hält vieles fern, das von außen kommt. (Illustration: Bomboland)

Mit der Haut beginnt jede Erotik – übrigens schon bei der allerersten Begegnung. Doch das größte Sinnesorgan vollbringt auch in der alltäglichen Routine Höchstleistungen – und es verrät einiges.

Sie atmet, kühlt und wärmt, schützt vor Krankheiten und Verletzungen. Mitunter fühlt man sich jedoch nicht wohl in seiner Haut und wenn es arg kommt, möchte man sogar aus ihr herausfahren. Spätestens dann wird klar, dass niemand heraus kann, aus seiner Haut. Und manchmal verrät sie mehr als, als wir eigentlich preisgeben möchten.

Der Dreifachschutz - Aufbau der Haut

Die Oberhaut besteht aus drei Schichten: Epidermis, die äußere Haut, darunter Dermis, die Lederhaut und schließlich Subkutis, die Unterhaut. Deswegen bekommt eine Spritze, die nicht in Venen oder Muskeln, sondern nur unter die Haut gesetzt wird, auch das Attribut „subkutan“.

Obwohl die Haut im alltäglichen Leben kaum wahrgenommen wird, ist sie ein Wunder der Natur und vollbringt Tag für Tag Höchstleistungen.

Multitalent Haut

Die Haut schützt den Körper sowohl vor Wärmeverlust als auch vor Überhitzung bei körperlicher Anstrengung oder hohen Außentemperaturen. Darüber hinaus nimmt sie Sauerstoff auf und führt Kohlendioxid ab. Elementar wichtig ist ihre Funktion als „Grenzorgan“: Mit ihrer Tastfunktion sagt sie uns „kalt“, „warm“, „heiß“, „rau“, „glatt“, „Berührung“, „Druck“, „Schmerz“ und hilft uns auf diese Weise bei der Orientierung in der Welt. Als Grenze zwischen außen und innen hält sie unerwünschte Fremdstoffe und vor allem Krankheitserreger fern.

Trotz ihres täglichen Engagements für unseren Körper ist unsere Haut im Großen und Ganzen sehr genügsam und stellt wenig Ansprüche. Auf Sonne reagiert sie jedoch extrem empfindlich.

Was die Haut über Sie verrät

Der Lügendetektor
Sie haben eine ehrliche Haut. Und genau das macht sich der Lügendetektor zunutze, der neben der Puls- und Atemfrequenz auch die elektrische Leitfähigkeit der Haut misst. Stress und jede heftige Gefühlsregung führen zu einer erhöhten Schweißabsonderung, die dann den Leitungswiderstand der Haut senkt. Der Lügendetektor merkt’s sofort. Doch die präzise Ursache der Erregung kann ein technisches Gerät natürlich nicht ermitteln. Aus diesem Grund und nicht zuletzt auch wegen ihrer Manipulierbarkeit sind Lügendetektoren in der Fachwelt umstritten.

Bei der Partnersuche 
Ihre Haut kommuniziert, ob Sie wollen oder nicht. Erstmal rein optisch – und dann sind da noch Duftdrüsen, die Botschaften versenden, die Ihr Gegenüber wahrnehmen kann. Solche Duftstoffe – die Fachwelt nennt sie Pheromone – spielen nicht nur in der Tierwelt eine wichtige Rolle bei der Paarung. So geben die Düfte der Haut zum Beispiel Auskunft über unsere immunologischen Kennzeichen. Dadurch soll verhindert werden, dass sich Menschen paaren, die sich hinsichtlich ihrer Immunstruktur zu ähnlich sind. Denn Kinder aus dieser Beziehung hätten eine verringerte immunologische Vielfalt und wären anfälliger für Krankheiten. Und da Sexualität auch immer noch das Ziel verfolgt, die Art zu erhalten, kann uns die Natur bei der Partnerwahl einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen: Da kann Ihr Traumpartner noch so toll sein –  wenn Sie ihn nicht riechen können (oder andersherum), wird daraus einfach nichts. So gesehen leben wir immer noch in der Steinzeit.

Die Schamesröte
Auf der Party entdecken Sie Ihren Traummann oder Ihre Traumfrau. Und dann steuert genau diese Person geradewegs auf Sie zu und fragt, ob Sie hier auch außer dem Gastgeber keinen Menschen kennen. Oder: Sie halten eine kleine Rede vor Ihren Kollegen und der Text ist einfach weg! Blackout. Die einen nehmen so etwas locker, den anderen treibt es die Schamesröte ins Gesicht.


Zum Erröten können Ärger, Wut oder Zorn, aber auch ein scharfes Essen führen. Die Schamesröte ist jedoch eine körperliche Begleiterscheinung einer Emotion wie Verlegenheit, Scham, Scheu. Die schlechte Nachricht: Gesteuert wird das Erröten vom vegetativen Nervensystem – und dessen Tätigkeit lässt sich üblicherweise nicht willentlich beeinflussen. Die gute Nachricht: Wenn es Ihnen gelingt, zu Ihrem Erröten zu stehen - das passiert schließlich fast jedem einmal -, ist die Situation gleich weniger peinlich. Der Stress nimmt ab und ihr Nervensystem kann sich wieder um andere Dinge kümmern. Und wenn es wirklich unerträglich sein sollte, helfen dagegen auch therapeutische Maßnahmen.

Mehr Ratgeber-Infos zum Thema "Haut" finden Sie auch im neuen TB GUIDE Gesundheit & Medizin für Berlin. Kostenlos erhältlich in mehr als 300 Apotheken - oder bequem bestellen unter 0800/386 334 36.

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