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E-Shishas sind bunt und gefährlich



Der Dampf der E-Shisha wirkt ganz harmlos.
Der Dampf der E-Shisha wirkt ganz harmlos.

Seit geraumer Zeit gibt es sogenannten E-Shishas. Sie enthalten kein Nikotin, sind in süßen Geschmacksrichtungen erhältlich und werden vor allem von Kindern und Jugendlichen geraucht. Der Deutsche Kinderschutzbund fordert nun, dass der Verkauf der E-Shishas an Kinder verboten wird.

Shishas sind Wasserpfeifen und meist dienen sie dem Konsum von Tabak, der zuvor mit süßen Aromen versetzt wurde. Diese Aromen sind - neben einem ähnlichen Mundstück - auch die einzige Gemeinsamkeit, welche die E-Shisha mit einer herkömmlichen Shisha hat. Offenbar ausreichend, um die irreführende Bezeichnung E-Shisha zu etablieren.

Der süße Dampf von E-Shishas

Die elektronischen Shishas gibt es in harmlos anmutenden Geschmacksrichtungen wie Melone, Vanille, Kirsche oder Schokolade und sie funktionieren wie E-Zigaretten: eine aromatisierte Flüssigkeit - das sogenannte Liquid - wird elektronisch verdampft und der so entstandene Stoff - das Aerosol - inhaliert. Während man sich für E-Zigaretten am besten erst einmal eine Ausrüstung kauft, sind E-Shishas Produkte für den Einmalgebrauch und sofort benutzbar.

Ihre größte Besonderheit ist jedoch, dass die verwendeten Liquids weder Nikotin, noch Teer enthalten und deshalb nicht als Tabak-Produkte gekennzeichnet sind. E-Shishas unterliegen somit nicht der Abgabebeschränkung nach § 10 des Jugendschutzgesetzes und können überall von Kindern und Jugendlichen gekauft werden.

Kinder und Jugendliche als Zielgruppe der E-Shisha-Hersteller

Während E-Zigaretten laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg vor allem von Rauchenden und jenen verwendet werden, die mit dem Rauchen aufhören möchten oder bereits aufgehört haben, richten sich E-Shishas verstärkt an Jugendliche, die bisher gar nicht geraucht haben.

"Die coole E-Shisha, die man auf dem Spielplatz vor seinen Freundinnen und Freunden raucht, kann einen Weg zu psychischen Abhängigkeiten und den Einstieg in den Konsum von Zigaretten, Joints oder richtigen Shishas vorbereiten und das gilt es zu verhindern. Eltern, die ihre Kinder beim Rauchen der E-Shishas antreffen, sollten mit ihnen sprechen, versuchen die Motivation dafür zu verstehen und die Kinder auf die Gefahren für ihre Gesundheit hinweisen." so Christian Zainhofer vom Deutschen Kinderschutzbund.

E-Shishas haben gefährliche Inhaltsstoffe

Die Hersteller der E-Shishas sowie Webseiten, die eindeutig Lobbyarbeit für die bunten Geräte machen, die ein wenig aussehen wie Kugelschreiber, betonen, wie ungefährlich die Inhaltsstoffe sind. Zwar liegen aufgrund der Neuheit der Produkte noch keine langfristigen wissenschaftlichen Studien zu Gesundheitsrisiken vor, doch die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Prof. Dr. Elisabeth Pott warnt: „Ähnlich wie bei E-Zigaretten bestehen mögliche Gesundheitsgefahren hinsichtlich der verwendeten Inhaltsstoffe. Häufig ist Propylenglykol enthalten, das beim Einatmen unter anderem zu allergischen Reaktionen und Atemwegsreizungen führen kann.“

Propylenglykol wird auch als Frostschutz- und Enteisungsmittel für Autos, Flugzeuge und Boote verwendet. Atmet man es für eine kurze Zeit ein, ist es laut Bundesinstitut für Riskikobewertung gesundheitlich relativ unbedenklich. Ein hoher Anteil verbleibt jedoch beim Einatmen erst einmal in der Lunge und bei einer subchronischen Inhalation wurden bei Tierversuchen tatsächlich Veränderungen im Blutbild gefunden. Außerden kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch das Erhitzen von Propylenglycol Aldehyde entstehen, die krebserregend sind. 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum warnt in einem Merkblatt für Schulen außerdem vor Atemwegsreizungen, Husten, einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion, Augenreizungen, Reizungen des Mundes, Zahnfleischbluten, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Schlaflosigkeit als Kurzzeitfolgen der Inhalation des beim Verdampfen entstandenen Aerosols.

Christian Zainhofer vom Deutschen Kinderschutzbund weist außerdem auf eine weitere Gefahr hin: "Die Hersteller werben damit, dass statt Teer und Nikotin "Aromen" enthalten werden. Leider ist es jedoch so, dass die E-Shishas auch ungeprüfte Inhaltsstoffe enthalten können, zumal, wenn die enthaltenen Liquide, die häufig in China hergestellt werden, keiner Produktkontrolle unterliegen. Davor warnt sogar die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung." Auch wurde bereits in als nikotinfrei deklarierten Produkten eben doch das abhängig machende Nervengift gefunden.

 "Die Verdampfer sind keine harmlosen Naschereien - auch wenn sie nach Schokolade, Bubble Gum oder Melone schmecken", sagte Ernährungsminister Schmidt erst vor einen Tagen zur Rheinischen Post. Er macht sich ebenfalls für ein Abgabeverbot der E-Shishas an Kinder und Jugendliche stark.

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