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Eine Zyklus-App ohne Bienen und Blumen



Mit der Zyklus-App "Clue" behalten Frauen den Überblick.
Mit der Zyklus-App "Clue" behalten Frauen den Überblick. (Collage: TB Guide, mit Bildern von Clue)

In den achtziger Jahren behauptete ein bekannter Tampon-Hersteller in seiner Werbung, dass die Geschichte der Menstruation voller Missverständnisse sei. Heute sehen wir anhand von zahlreichen Zyklus-Apps, dass nicht nur die Geschichte, sondern auch der Umgang mit der Menstruation voller Missverständnisse ist.

Die meisten dieser Apps kommen im rosa Gewand daher und sind verziert mit Blümchen, Schmetterlingen oder Häschen. Der Menstruationszyklus wird auf diese Weise verniedlicht, als sei es immer noch ein Tabu, klar und offen darüber zu sprechen.

Die andere Zyklus-App

Anders verhält es sich bei „Clue“, der Zyklus-App von Ida Tim, die in Berlin lebt. Ihr ist es mit Hilfe eines Teams und Dank der Unterstützung von vielen Beta*-Nutzerinnen gelungen, eine Alternative zum rosa Gift in den App-Store zu bringen. (*Als Beta wird eine Version bezeichnet, die noch nicht offiziell auf dem Markt erschienen ist, aber schon von ausgewählten Anwenderinnen getestet wird.)

Folgt man dem Twitter-Account zur App wird schnell klar, dass das Clue-Team ein Anliegen hat. Es verweist zum Beispiel auf Artikel über natürliche Familienplanung und Verhütung, die Gesundheitsversorung von Frauen, Elternzeit für Männer, und Geschlechterrollen. Aktivismus und ehrliches Interesse stehen im Vordergrund. Das merkt man auch der App an. 

Der individuelle Zyklus

Auf dem Start-Screen hat jede Nutzerin sofort ihren Zyklus und dessen Eigenschaften im Blick. Nur der erste Zyklus ist mit 28 Tagen festgelegt, danach  wird er inviduell nach den persönlichen Eingaben berechnet. Je länger eine Frau Clue verwendet, desto präziser wird die App in der Vorhersage. 

Im Kalender lassen sich täglich in mehreren Bereichen Eintragungen machen. Nichts muss mühsam von Hand getippt werden, stattdessen sucht sich die Nutzerin aus wenigen übersichtlichen Eigenschaften die passende aus. Bei "Menstruation" stehen ihr zum Beispiel die Punkte "leicht", "mittel", "stark" und "Schmierblutungen" zur Verfügung. 

Wenn die Nutzerin Schmerzen hat, kann sie diese auf ähnliche Weise vermerken. Das gleiche gilt für Geschlechtsverkehr und die Beschaffenheit des Cervixschleims. Im Bereich "Notizen" kann die Nutzerin in Form von eigenen oder vorgegebenen Schlagworten Anmerkungen machen. 

Zyklus-App "Clue" noch nicht für Verhütungszwecke nutzbar

In jedem Bereich stehen außerdem einfühlsam formulierte Informationen bereit, die viele Dinge erklären. Denn nicht jede Frau weiß, dass Zyklusschwankungen normal sind, oder was es mit der Veränderung des Zervixschleims auf sich hat. Ihn zu beobachten ist zum Beispiel wichtig, wenn man die Methode der sogenannten natürlichen Familenplanung anwendet - um zu verhüten oder um die fruchtbare Phase genauer zu bestimmen.

Clue kann diese Methode unterstützen, indem Nutzerinnen sich mit der App Notizen machen und lernen, ihre Körper besser zu verstehen. Die App ist momentan aber nicht in der Lage, den genauen Eisprung zu berechnen und sollte deshalb noch nicht für Verhütungszwecke verwendet werden. Aber genau das ist Ida Tins Antrieb.

Sie träumt davon, Frauen die Möglichkeit zu geben, auf ihre Telefone zu schauen und sofort zu wissen, ob sie schwanger werden können oder nicht. Denn seit der Erfindung der Pille in den Fünfziger Jahren hat sich auf dem alternativen Verhütungsmittel-Markt wenig getan und viel zu viele Frauen nehmen deshalb jeden Tag zu viele Nebenwirkungen in Kauf.

Clue ist kostenlos im AppStore erhältlich. Eine Android-Version ist in Planung.

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Ida Tin erklärt im Januar 2013 auf der Konferenz "hy!", warum sie Clue ins Leben gerufen hat:
(Der Vortrag ist auf Englisch.)

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