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Entzündung der Fußsehnenplatte rechtzeitig erkennen



Frauen leiden doppelt so häufig wie Männer unter Fußbeschwerden.
Frauen leiden doppelt so häufig wie Männer unter Fußbeschwerden.

Ist die Fußsehnenplatte dauerhaft überlastet, kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung. Sportler sollten dies bewusst vermeiden, ehe es zu chronischen Leiden kommen kann.

Etwa 15 bis 20 Prozent aller Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an Problemen mit der Fußsehnenplatte. Wenn diese entzündet ist, handelt es sich um eine Plantarfasciitis.

Zu den Risikogruppen gehören vor allem Frauen mittleren Alters, Sportler/innen (besonders Laufen) oder Personen, die viel Zeit im Stehen verbringen (zum Beispiel im Verkauf oder in der Gastronomie). Übergewicht kann die Wahrscheinlichkeit zusätzlich erhöhen.

Alltagslast der Fußsehnenplatte

Die Fußsehnenplatte ist ein sehniges Bindegewebe auf der Fußunterseite zwischen Ferse und Zehenbasis. Ihre Aufgabe besteht darin, die innere Wölbung des Fußes beim Gehen und Stehen aufrecht zu erhalten. Weiterhin spielt die Plantarfaszie eine entscheidende Rolle beim Abstoß-Vorgang, indem sie die Wadenkraft auf den Vorfuß überträgt und verteilt.

Alltagslast der FußsehnenplatteDie Füße müssen eine enorme Leistung vollbringen, da sie unser gesamtes Körpergewicht tragen. Besonders stark ist die Belastung für die Sehnenansätze.

Dort wirken bereits beim Gehen drei- bis vierfach größere Kräfte auf eine kleine Fläche. Beim Laufen erhöht sich diese Last entsprechend. Jogger sind daher am häufigsten von einer Plantarfasciitis betroffen.

 

Wie erkenne ich eine Entzündung der Fußsehnenplatte?

Eine Reizung und Entzündung macht sich durch Schmerzen im hinteren Drittel der Fußsohle an der Innenseite des Fußes bemerkbar. Im anfänglichen Stadium lässt sich der „hot spot“ durch Drücken auf die Stelle lokalisieren. Der Schmerz strahlt dabei in Richtung der Vorderfußsohle.

Ist die Entzündung der Fußsehnenplatte bereits fortgeschritten, ist der Schmerzpunkt nicht mehr exakt auszumachen, wird jedoch immer als innenseitig empfunden. Charakteristisch ist ein stechender Schmerz direkt morgens nach den ersten Schritten, der nach einigen Minuten Belastung verschwindet. Das kommt daher, weil sich über Nacht die Fußsehnenplatte verkürzt. Durch Barfußgehen werden die Symptome verstärkt wahrgenommen. Im Weiteren kommt es nach jeder kurzen Ruhephase mit folgender Belastung zu dem Anlaufschmerz. Am Abend sind die Schmerzen typischerweise stärker, da man tagsüber auf den Beinen war.

Sportler, wie Jogger oder Springturner, klagen zumeist erst nach dem Training über Probleme. Treten diese bereits während des Sports auf, ist die Entzündung womöglich schon chronisch und bedarf einer langen Behandlung, die im schlimmsten Fall in einer Operation münden kann.

Plantarfasciitis: Mikrorisse im Bindegewebe

Verschiedene Faktoren können zu einer Entzündung der Fußsehnenplatte führen. Durch eine Überbelastung entstehen kleine Risse in der Fußsehnenplatte: Am häufigsten sind schlagartige Belastungen des Fußlängsgewölbes, die sich häufig wiederholen, dafür verantwortlich. Ein zu intensives Lauftraining ist daher der häufigste Grund. Falsche Laufschuhe oder das Training auf hartem Asphalt gehören ebenso dazu.

Weitere Ursachen sind Fußfehlstellungen wie Platt- , Senk- oder Hohlfuß, unterschiedlich lange Beine, verkürzte Achillessehnen, ein zu schwaches Fersenfettpolster, Vorfußlaufen oder das Abknicken des Fußes nach innen (Pronation).

Ebenso kann eine Verkürzung der Waden- und Oberschenkelmuskulatur für die Beschwerden verantwortlich sein, etwa durch das Tragen hoher Schuhe.

 

Mit PECH zur Heilung der Fußsehnenplatte

Die Behandlung einer Plantarfasciitis ist langwierig – je nach Schweregrad 6-18 Monate. Im Anfangsstadium können die Betroffenen Eigenmaßnahmen ergreifen, die nach Dr. med. Tasso Vounatsos mit PECH abgekürzt werden können:

P wie eine Pause vom Laufen für mindestens drei Tage. Ersatzweise können Radfahren, Schwimmen oder Aquajogging praktiziert werden

E wie Elevation, also das Hochlagern des Fußes zur Entstauung des Bindegewebes (Abfluss der Lymphflüssigkeit

​C wie Compression: die Entstauung kann durch elastische Verbände unterstützt werden. Kühlende und entzündungshemmende Sportgele sind unter den Verbänden aufzutragen

H wie Hot Ice, was eine Kühlung mit einer gefrorenen Getränke- oder Eisrolle meint. Diese sollte 3 Mal am Tag mit den Füßen hin und hergerollt werden

Dreimal täglich müssen Waden-Dehnübungen in den Alltag integriert werden. Einfachstes Beispiel: Mit dem Schal die Fußspitze des entzündeten Fußes in Richtung Schienbein ziehen.

Stabile Schuhe mit mäßigem Absatz sind weichen Sport-Schuhen, Flip-Flops und Fußbett-Sandalen vorzuziehen. Zusätzlich sollten maßgefertigte Schuheinlagen vom Orthopädietechniker oder Silikon-Fersenkissen verwendet werden.

Ist die Entzündung bereits fortgeschritten, sind eine längere Laufpause sowie physiotherapeutische Maßnahmen vonnöten. Dazu gehören Friktionsmassagen und Kältetherapie. Übungen aus der Krankengymnastik wie das Aufheben von Murmeln oder Stiften mit den Zehen unterstützen die Therapie.

Der Arzt oder die Ärztin wird entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen verschreiben. Zusätzlich kann Akupunktur die Beschwerden lindern.

Heilt die Entzündung trotz einer mehrmonatigen Therapie nicht ab, werden Cortisonspritzen gesetzt. Eine Operation ist die letzte Maßnahme. Die Rehabilitation ist jedoch sehr langwierig.

 

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