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Europäische Impfwoche 2014



Die Impfmüden sollen aufgeklärt werden, denn sie schaden nicht nur sich, sondern allen.
Die Impfmüden sollen aufgeklärt werden, denn sie schaden nicht nur sich, sondern allen. (Foto: clipdealer)

Impfungen schützen vor gefährlichen Infektionskrankheiten, doch manche Menschen sehen das anders oder sind verunsichert und entscheiden sich dagegen. Hier ist Aufklärung besonders wichtig.

Der Halbsatz „Impfen fürs Leben“ ist Motto der diesjährigen europäischen Impfwoche. Denn Menschen, die sich oder ihre Kinder nicht gegen Krankheiten wie Masern, Röteln, Mumps impfen lassen, gefährden Gesundheit und Leben aller. Aber zum Glück liegt nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) beispielsweise nur bei einem Prozent jener Eltern, die ihre Kinder im Alter von 0 bis 13 Jahren nicht gegen Masern impfen lassen, eine explizite Impfablehnung vor. Etwa 35% der Eltern sind lediglich skeptisch und haben Vorbehalte gegen einzelne Impfungen. Durch konkrete Aufklärung sollen sie von der Wichtigkeit bestimmter Impfungen überzeugt werden.

Nicht nur für Kinder ist Impfen wichtig

Der Appell, sich gegen Masern, Röteln oder Mumps impfen zu lassen, richtet sich aber nicht nur an Eltern, die hier die Verantwortung für ihre Kinder tragen, sondern an die Erwachsenen selbst. Die Ständige Impfkomission (STIKO) rät zum Beispiel allen, die nach 1970 geboren und noch gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist, sich zu schützen. Nur so können Masernausbrüche in der Bevölkerung verhindert und die Elimination der Krankheit im Europäischen Raum vorangetrieben werden. Es sind nämlich gerade diese ungeimpften Erwachsenen, die immer wieder für neue Masernausbrüche sorgen. Erst bei einer Impfquote von 95 % für die erste sowie die zweite Impfung kann sich ein eingeschlepptes Masernvirus nicht verbreiten. Sie ist auch ein Zielwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Immerhin: bei den Schulanfängern liegt die Quote für die erste Masernimpfung bundesweit bei 96,7 % - die zweite hinkt mit 92,4 % aber noch hinterher. 

Die STIKO empfiehlt den Erwachsenen auch, sich zusätzlich zu den soganannten Kinderkrankheiten alle zehn Jahre gegen Tetanus/ Diphtherie und Keuchhusten impfen zu lassen. Menschen über 60 Jahren rät sie außerdem zur Influenza- und Pneumokokken-Schutzimpfung. 

Konkrete Aufklärung über das Impfen

Auch das Robert Koch-Institut informiert gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut. Sie beziehen Stellung zu 20 falschen Behauptungen über das Impfen. Beispielsweise erklären sie, dass man zwar trotz Impfung erkranken kann, die Krankheit dann aber anders und ungefährlich verläuft. Sie widerlegen das Gerücht, dass keiner der krank machenden Erreger bisher gesehen, isoliert und als existent bewiesen wurde und erklären, dass die Nebenwirkungen und Risiken von Impfungen keineswegs unkalkulierbar sind.

Auch die Frage, warum gegen Krankheiten geimpft wird, die es bei uns fast gar nicht mehr gibt, wird beantwortet: Dass die Krankheiten kaum noch auftreten, liegt nachweisbar an ebendiesen wichtigen Impfungen. Sinken die Impfquoten, steigt die Gefahr neuer Epidemien.

Es ist ganz leicht, sich impfen zu lassen.

Sie können sich beim Hausarzt impfen lassen. Wenn Sie einen Impfpass haben, sollten Sie diesen unbedingt mitbringen, damit ein individueller Impfplan erstellt werden kann. Die Kosten für Standardimpfungen gegen Krankheiten wie zum Beispiel Masern, Röteln oder Windpocken werden von den Krankenkassen übernommen. Bei anderen, wie etwa die Impfung gegen Pneumokokken, ist die Regelung zur Kostenübernahme individuell. Informieren Sie sich deshalb vorher bei der Krankenkasse.

Wenn Sie sich impfen lassen wollen, weil Sie ins Ausland reisen - zum Beispiel gegen Hepatitis A und B - müssen Sie die Gebühr dafür selbst tragen. Denken Sie in diesem Fall daran, diese Impfungen rechtzeitig vornehmen zu lassen, da der Schutz nicht sofort greift.

Alle Informationen dazu, wer sich am besten wann gegen was impfen lässt, finden Sie auf der Webseite www.impfen-info.de der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BzGA).

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