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Faktencheck Malaria!



Malariaerkrankungen können tödlich enden. Wir kann man sich vor der Infektion schützen?
Malariaerkrankungen können tödlich enden. Wir kann man sich vor der Infektion schützen?

Malaria ist die bedeutendste Tropenkrankheit der Welt. Die Erkrankung kann unbehandelt auch heute noch tödlich enden. Aber was genau ist Malaria eigentlich und wie kann man sich davor schützen?

Es darf sich glücklich schätzen, wer die kalte Jahreszeit in einem sonnigen Urlaubsdomizil verbringen kann. Aber Vorsicht! In vielen tropischen und subtropischen Ländern sind die Monate November bis März von starkem Regen gekennzeichnet. In diesen Regenzeiten besteht, besonders in den bevölkerungsdichteren Gebieten von Afrika, Asien und Lateinamerika, eine hohes Risiko an Malaria zu erkranken.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zwischen 2000 und 2015 die Zahl der Malaria-Neu-Erkrankungen weltweit um 37 % gesunken. Die Sterblichkeitsrate fiel dabei um ganze 60 %. Zu diesen Erfolgen führte eine bessere Überwachung, Diagnose und Behandlung der Tropenkrankheit. Dennoch darf das Risiko einer Infektion nicht unterschätzt werden. Machen Sie den Faktencheck Malaria! Informieren Sie sich über die wichtigsten Fragen zum Thema Malaria.

Faktencheck Malaria! – was ist Malaria & wie schütze ich mich davor?

Malaria tropica, auch Sumpf- oder Wechselfieber genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch Plasmodien (einzellige Parasiten) ausgelöst wird. Diese Parasiten werden durch die Anophelesmücke auf den Menschen übertragen, die am häufigsten im warm-feuchten Tropenklima zu finden ist. Vor einer Ansteckung schützt man sich am effektivsten durch drei einfache Maßnahmen: Immer lange Kleidung tragen, über dem Schlafplatz ein Mosquitonetz anbringen und mückenabweisende Cremes oder Sprays mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin benutzen.

„Die Mücken sind vor allem während der Dämmerung und nachts aktiv“, sagt Prof. Jürgen May vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Auf Nummer Sicher geht man mit der sogenannte Chemoprophylaxe. „Sie verhindert nicht die Infektion mit dem Erreger, aber den Ausbruch der Krankheit.“ erklärt Prof. Tomas Jelinek, vom Zentrum für Reise- und Tropenmedizin (CRM) in Düsseldorf. Urlauber sollten die Medikamente bereits vor und regelmäßig während der Reise einnehmen.

Faktencheck Malaria! – welche Symptome & wann treten sie auf?

„Es dauert mindestens eine Woche, bis Symptome auftreten, oft auch zehn Tage oder zwei Wochen“, sagt May. Häufig wird eine Ansteckung mit Malaria gar nicht als solche erkannt, da die ersten Symptome eher die einer Grippe ähneln: Wechselfieber, Schüttelfrost, ausgeprägter Müdigkeit und Unwohlsein, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen. Grundsätzlich ist zu bedenken, dass jedes unklare Fieber ab dem 6. Tag nach erstmaligen Betreten des Malariagebietes und auch lange Zeit nach Rückkehr, solange verdächtig bleibt, bis das Gegenteil erwiesen ist. Und das ist nur durch einen Bluttest auf den Malariaerreger eindeutig möglich.

Faktencheck Malaria! – wie ernsthaft ist eine Erkrankung?

„Wenn man die Malaria rechtzeitig behandelt, ist das keine aufregende Sache", sagt Prof. Jelinek. Sobald man Symptome entdeckt, sollte sich der Reisende bei einem Facharzt auf den Erreger testen lassen.

Faktencheck Malaria! – Medikamente & ihre Nebenwirkungen

Die Medikamente gegen Malaria tropica enthalten meist die Wirkstoffe Mefloquin (Handelsname Lariam), Doxycyclin oder Atovaquon-Proguanil (Malarone). Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfweh und Schwindel. Der Wirkstoff Lariam kann außerdem schwere psychotische Nebenwirkungen hervorrufen. „Lariam wird deshalb nicht mehr produziert, aber noch abverkauft. Es kann also noch verschrieben werden“, sagt Sebastian Graefe, Facharzt für Infektionsepidemiologie in Hamburg.

Das Antibiotikum Doxycyclin ist in Deutschland für eine Malaria-Prophylaxe aus formalen Gründen nicht mehr zugelassen, wird aber von der WHO weiterhin empfohlen. Malorone und andere Präparate aus dem Wirkstoff Atovaquon-Proguanil „...sind sehr teuer, haben aber ein ganz gutes Nebenwirkungsprofil und sind auch als Notfalltherapie geeignet“, erklärt Graefe.

Faktencheck Malaria! – wer zahlt für die Medikamente?

Einige Krankenkassen, wie zum Beispiel die DAK Gesundheit, erstatten die Impfungen und Malariaprophylaxe für den privaten Auslandsurlaub. In den meisten Fällen muss der Urlauber die Kosten für die Malariaprophylaxe aber immer noch selbst übernehmen.

Faktencheck Malaria! – welche Länder sind besonders betroffen?

Die Tropenkrankheit Malaria kommt in über 100 Ländern der Erde vor. Die medikamentöse Prophylaxe ist eigentlich nur in Malaria-Hochrisikogebieten notwendig. Das sind zum einen die afrikanischen Länder südlich der Sahara bis nach Mosambik, und während der Regenzeit auch der Nordosten Südafrikas samt Krüger-Nationalpark. Ebenfalls eine hohe Ansteckungsgefahr besteht auf den Inseln Südostasiens östlich von Lombok bis einschließlich Papua-Neuguinea.

(nr, dpa/tmn)

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