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Fluglärm schadet dem Herz



Flugzeuge machen nachts zu viel Krach und gefährden die Gesundheit von Herzkranken.
Flugzeuge machen nachts zu viel Krach und gefährden die Gesundheit von Herzkranken.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich nächtlicher Fluglärm negativ auf die Gesundheit jener Menschen auswirkt, die Probleme mit dem Herz haben. Der Flughafenverband ADV sieht das anders.

Es gibt bereits Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Ertragen von Fluglärm und einem höheren Herzinfarkt-Risiko aufzeigen. Von Patienten und Patientinnen mit Herzkranzerkrankungen und Fehlfunktionen der Gefäße ist bereits bekannt, dass sie später häufiger mit kardiovaskulären Problemen konfrontiert sind. Deshalb hat ein Forschungsteam der Johannes Gutenberg Universität Mainz die Auswirkungen von nächtlichem Flugzeuglärm auf die Gefäßfunktion von Menschen mit Herzkranzerkrankungen oder einem hohen Risiko dafür untersucht.

Nächtlicher Flugzeuglärm 

60 Patienten und Patientinnen mit Herzproblemen wurden nachts in ihren Schlafzimmern zufällig Flugzeuglärm oder vergleichbarem Krach in Höhe von ca 47 Dezibel ausgesetzt. In den aktiven Nächten erhielten sie jeweils sechzig Mal eine Beschallung. Während der Studie wurden mit Hilfe von Polygraphen aufwändig sämtliche Körperfunktionen sowie die Gefäßfunktionen der Teilnehmenden aufgezeichnet. An jedem Morgen nahm man ihnen Blut ab und sie füllten Fragebögen aus.

Das Herz verträgt keinen Lärm

Die nächtlichen Flugzeuggeräusche beeinflussten die Gefäßfunktionen bei allen Patienten und Patientinnen merklich. Diese Auswirkungen schienen unabhängig zu sein von ihrer Genervtheit und Haltung gegenüber Krach und hatten auch nichts mit der Schlafqualität der Studienteilnehmenden oder ihrer selbst eingestuften Lärmempfindlichkeit zu tun.

Negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem könnten sich so also erklären, obwohl nur eine kleine Gruppe an Menschen an der Studie teilnahmen.

Flughafenverband fordert Debatte

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV äußerte sich bereits kritisch zu der Herz-Studie. Er sorgt sich, dass weitere Ängste in der Bevölkerung geschürt werden. "Allein das zugrundeliegende Untersuchungsdesign zeigt bereits, dass die Mainzer Wissenschaftler die Erfolge von Politik und Luftverkehrswirtschaft zur Reduktion nächtlichen Fluglärms ignorieren."  

Die Lautstärkepegel aus der Herz-Studie seien zu hoch und würden gar nicht erreicht, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Schallschutzmaßnahmen in Innenräumen umgesetzt würden. "Die Luftverkehrswirtschaft setzt nachweislich alle gesetzlichen Schallschutzmaßnahmen um und geht in Sachen Schallschutz sogar über die gesetzlichen Regelungen hinaus", so der Hauptgeschäftsführer. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit der Politik und die Erfolge seines Verbandes hinsichtlich des Lärmschutzes. Beisel warnte außerdem vor weiteren Einschränkungen des nächtlichen Flugbetriebs, weil an ausgewählten Standorten Nachtflüge nötig seien, um Deutschland an internationale Warenströme anzubinden.

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