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Fußball: Dortmund gegen Bayern geht ans Herz



Bei spannenden Fußballspielen steigt der Blutdruck - ein Risiko für Herzpatienten.
Bei spannenden Fußballspielen steigt der Blutdruck - ein Risiko für Herzpatienten.

Schlägt Ihr Herz für Fußball? Nächste Woche beginnt die 1. Bundesliga wieder! Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, sollten Sie sich bei Fußballspielen mit Ihrer Mannschaft jedoch ein paar Ratschläge zu Herzen nehmen.

Als Mario Götze im Fußball-WM-Endspiel 2014 in der Verlängerung endlich das erlösende 1:0 schoss, hat er möglicherweise einigen Menschen das Leben gerettet. Das Elfmeterschießen, das sich schon abzeichnete, erübrigte sich – und das hätte bei vielen den Puls so richtig in die Höhe getrieben.

Puls 200 – Herz-Höchstleistung vor dem Fernseher

„Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass der Pulsschlag eines echten Fans während solcher dramatischen Ereignisse, wie eben ein K.o.-Spiel meinetwegen mit Verlängerung und vielleicht sogar Elfmeterschießen, tatsächlich Werte von 160, 170  bis zu 200 Schlägen pro Minute erreichen kann, also Werte, die wir sonst nur von wirklicher sportlicher Höchstleistung her kennen“, sagt Hans-Georg Predel, Herzspezialist von der Deutschen Sporthochschule Köln. Das sei zwar bei einer körperlichen Anstrengung durchaus normal, aber als Stresssymptom nicht ganz ungefährlich: „Bei Menschen, die bereits eine Vorschädigung haben – und das ist eben ganz wichtig – kann es so ab 160, 170 zu kritischen Situationen kommen.“

Eine Studie bestätigt das Risiko für's Herz beim Fußballschauen

Kardiale Notfälle sind während einer Fußball-WM keine Seltenheit.Das tatsächliche Risiko lässt sich mit Fakten belegen. Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München verglichen die Anzahl der kardialen Notfälle während der WM 2006 an Tagen, an denen die deutsche Fußballnationalmannschaft spielte, mit anderen WM-Spieltagen und Zeiten ganz ohne Fußball. Das Ergebnis: Die Zahl der Notfälle war bei Spielen der deutschen Mannschaft 2,7-mal höher. Die meisten Notfälle traten im Halbfinale gegen Italien und vor allem im dramatischen Viertelfinale gegen Argentinien auf, bei dem es zum Elfmeterschießen kam. Beim Spiel um den 3. Platz – als es praktisch um nichts mehr ging – blieb die Situation dagegen völlig normal. 

Also statt Fußball doch lieber Musikantenstadl oder ein schöner Tierfilm?

Natürlich nicht. Auch Herzpatienten dürfen sich die Fußball-WM, das Pokal-Finale oder die Champions League anschauen, sollten jedoch besonnen an die Sache herangehen: „Es ist letzten Endes ein Spiel, so faszinierend es sein mag. Also ein bisserl cool bleiben,“ empfiehlt Hans-Georg Predel, „Oder im Extremfall auch mal weg vom Fernseher.“ Der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung Professor Dr. med. Thomas Meinertz rät, vor dem Spiel schwerverdauliche Mahlzeiten zu meiden und bei der Übertragung eher auf Obst oder Rohkost zurückzugreifen.

Während spannender Spielphasen sollten besonders gefährdete Menschen versuchen „ruhig und gleichmäßig zu atmen, was zur Entspannung und somit zur Senkung des Blutdrucks sowie der Herzfrequenz beitragen kann.“ Sein dringender Appell für den Zweifelsfall: Bloß nicht abwarten! „Wenn Sie ein Fußballspiel zusammen mit Freunden anschauen und jemand Beschwerden im Brustraum bekommt, die auf einen Herzinfarkt hindeuten könnten, dann rufen Sie sofort den Notarzt.“

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