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Gastritis: Symptome erkennen, Ursachen behandeln



Gastritis-Geplagte leiden an Magenschmerzen, Übelkeit und Völlegefühl
Gastritis-Geplagte leiden an Magenschmerzen, Übelkeit und Völlegefühl

Eine Magenschleimhautentzündung kann unterschiedliche Ursachen haben, akut oder chronisch verlaufen. Wichtig ist, die Gefahren einer Gastritis zu kennen, denn im schlimmsten Fall führt sie zu Magenkrebs.

Eine Gastritis, also eine Magenschleimhautentzündung, gehört zu häufigen entzündlichen Erkrankungen der Magenschleimhaut und kommt vor allem in höherem Lebensalter vor. Dabei gibt es gerade bei der chronischen Art zunächst keine spezifischen Beschwerden. So kann die tückische Krankheit diagnostiziert und behandelt werden.  

Gastritis: Ursachen, Symptome, Diagnostik

Viele werden es sicher kennen: Der Stress kann einem im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlagen. Doch auch scharfes Essen, Bakterien, Medikamente sowie übermäßig viel Alkohol und Kaffee reizen das sensible Organ und können sogar eine Gastritis hervorrufen. Betroffene werden von Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Durchfall und Verdauungsproblemen geplagt.

Ein rezeptfreies Mittel aus der Apotheke kann da in einigen Fällen schon Abhilfe schaffen, doch das reicht nicht immer. „Wenn Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten oder sehr plötzlich auftreten, dann sollte immer ein Arzt aufgesucht werden“, sagt Ursula Sellerberg, die stellvertretende Pressesprecherin bei der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Bereits aus den Beschwerden können Mediziner dann häufig schon auf eine Gastritis schließen. Sie befragen den Patienten nach seinem Ernährungsverhalten, den Lebensumständen und untersuchen den Oberbauch per Ultraschall. Eine sichere Diagnose liefert schließlich die Magenspiegelung.

Akute und chronische Gastritis: Das sind die Unterschiede

Bei einer Gastritis wird zwischen akuter und chronischer Art unterschieden. Dabei kann die erste vor allem durch Alkohol oder bestimmte Medikamente ausgelöst werden. Sie zeichnet sich durch plötzlich auftretende Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Appetitlosigkeit aus und dauert in der Regel nur kurz. Die chronische Gastritis dagegen ruft anfangs keine oder nur unspezifische Symptome hervor und entwickelt sich schleichend. Hinweise können hier ebenfalls Schmerzen im Oberbauch, aber auch Blähungen, Mundgeruch und Völlegefühl sein.

Die chronische Gastritis: Typ A, B und C

Noch weiter unterteilen lässt sich die chronische Gastritis und zwar nach Typ A, B und C. „Am häufigsten ist eine Gastritis vom Typ B“, weiß Prof. Matthias Ebert von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und Direktor der II. Medizinischen Klinik an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ausgelöst wird diese durch den Magenkeim Helicobacter pylori, der oft keinerlei Probleme verursacht. Gefährlich wird es dagegen, wenn der Keim den Abwehrmechanismus des Magens schwächt und die Magenschleimhaut infiziert. „Unbehandelt kann dies zu Magengeschwüren bis hin zu Magenkrebs führen“, erläutert der Mediziner und Heilpraktiker Thomas Sokollik aus Kreuztal (NRW). In diesem Fall erfolgt die Behandlung häufig mit Antibiotika, die etwa ein bis zwei Wochen eingenommen werden.

Seltener ist die Gastritis-Form vom Typ A, die durch einen Immundefekt entsteht. Sie führt dazu, dass der Körper Abwehrstoffe gegen den eigenen Magen bildet und somit die Magenschleimhaut angreift. Therapiert wird das mit Medikamenten, die die Wirkung der Magensäure eindämmen, sagt Ebert. Ebenfalls selten ist eine Gastritis vom Typ C. Ausgelöst wird sie durch Stoffe, die den Magen reizen, wie etwa Schmerzmittel - Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Diclofenac gehören dazu. Bei häufiger Einnahme solcher Arzneien, sollte auf jeden Fall ein Fachmann konsultiert werden. Wichtig ist es außerdem, stets die Angaben auf der Packungsbeilage zu beachten.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Eine Gastritis lässt sich nicht immer vermeiden. Dennoch kann man laut Sellerberg dieser vorbeugend entgegenwirken: „Weniger Stress, eine möglichst fettarme Kost sowie mehrere kleine Mahlzeiten am Tag als wenige große.“ Absehen sollte man zudem vom übermäßigen Konsum scharf gewürzter oder saurer Speisen sowie von zu viel Kaffee und Alkohol. Auf das Rauchen verzichtet man dagegen lieber ganz, denn Nikotin greift die Magenschleimhaut an. Schließlich kann auch Bewegung helfen. Sie regt nicht nur die Magen- und Darmmuskulatur an, sondern trägt viel zum Stressabbau bei. Hat man bereits fortgeschrittene Veränderungen der Magenschleimhaut davongetragen, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig, betont Ebert. Sinnvoll sei das, weil die Betroffenen ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs haben und sich Tumore umso leichter behandeln lassen, je früher sie entdeckt werden.

 

(kq, dpa/tmn)

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