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Gesunde Ernährung ist kompliziert? Von wegen!



Vollwertig essen und trinken ist gar nicht so schwer. (Illustration: Yulia Brodskaya)
Vollwertig essen und trinken ist gar nicht so schwer. (Illustration: Yulia Brodskaya)

Schlank im Schlaf, Eiweißdiät, Kohlsuppen-Kur? Low Carb. Low Fat. Trennkost, Mischkost oder besser Mono? Oder vielleicht doch lieber Glyx und Formula? Specken Sie lieber beim Diätwahnsinn ab.

Zur Einschätzung, Diäten endlich hinter sich zu lassen, kommen nicht nur Ärzte, sondern auch Ernährungswissenschaftler.

"Zum Teufel mit dem Abnehm-Wahn"

Falsche Schönheitsideale bringen bereits Teenager zum Kalorienzählen. (Illu: Yulia Brodskaya)So stand es in der Ärzte Zeitung. Der Artikel warnte davor, ungesunden Schönheitsidealen hinterher­zulaufen, wie sie auch bei Germany’s Next Topmodel propagiert werden. Dies bestätigte eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen. 70 von 241 Befragten – vorwiegend Mädchen und junge Frauen mit Ess-Störungen – gaben an, dass GNTM starken Einfluss auf ihre Erkrankung gehabt habe.

Auch wenn die Sendung sicher nicht die einzige Ursache für eine Erkrankung ist, vermittelt sie fragwürdige Leitbilder: Die vermeintliche Persönlichkeitsbildung wird auf den Körper reduziert. Das Ziel heißt, Markt­anforderungen zu erfüllen und kranke Schönheitsvorstellungen weiter zu bedienen. Nicht Lebensglück oder Individualität werden gefördert, sondern Selbstaufgabe mit dem Streben nach unerreichbaren Normen und bedingungsloser Anpassung an die Werte anderer. Die Jury – bestehend aus Heidi Klum und zwei weiteren „Experten“ – fällt unfehlbare Urteile. Die Inszenierung „überhöht durch ein Podest die Heiligste Dreifaltigkeit, die vorne das Jüngste Gericht spielt“, so der Theologe, Psychiater und Psychotherapeut Dr. Manfred Lütz.

Wo bleibt die Lücke zwischen Magersucht und Übergewicht?

Magersucht auf der einen, Übergewicht auf der anderen Seite – ist es denn heute wirklich so schwer, sich vernünftig und gesund zu ernähren? Der allerneueste Diät-Hipster Paleo sieht das Heil übrigens in der Rückkehr zur Ernährung der Steinzeit. Immerhin bietet diese – neben einer zuckerfreien und vitaminreichen Ernährung – zwei bedenkenswerte Aspekte, die auch auf unsere heutige Zeit übertragbar sind. So ist davon auszugehen, dass in der Steinzeit der Respekt gegenüber Nahrung allein schon wegen der Schwierigkeit ihrer Beschaffung weitaus höher war. Des Weiteren lässt sich ausschließen, dass unsere Vorfahren Beeren und Mammuts vor dem Fernseher oder am PC verspeist haben.

Damit nähern wir uns den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Diese gibt, völlig ohne jeden Diätenwahn, 10 wirklich sinnvolle Tipps für eine gesunde Ernährung. Wenn Sie nur ein paar davon beherzigen, sind Sie schon einen guten Schritt weiter als mit jeder vielversprechenden Wunderdiät.

Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE

Jeden Tag Obst und Gemüse gehört zu einer gesunden Ernährung. (Illu: Yulia Brodskaya)

  1. Die Lebensmittelvielfalt genießen
    Nährstoffreiche und energiearme Lebensmittel in angemessenen Portionen
     
  2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln
    Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
     
  3. Gemüse und Obst – Nimm „5 am Tag“
    Genießen Sie 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart oder gelegentlich auch als Saft oder Smoothie.
     
  4. Milch und Milchprodukte täglich, Fisch ein- bis zweimal in der Woche, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen
    Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe, wie z. B. Calcium in Milch, Jod, Selen und n-3 Fettsäuren in Seefisch.
     
  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
    Fett liefert lebensnotwendige (essenzielle) Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel enthalten auch fettlösliche Vitamine. Insgesamt 60 – 80 Gramm Fett pro Tag reichen aus.
     
  6. Zucker und Salz in Maßen
    Verzehren Sie Zucker und Lebensmittel bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten (z. B. Glucosesirup) hergestellt wurden, nur gelegentlich.
     
  7. Reichlich Flüssigkeit
    Wasser ist lebensnotwendig. Trinken Sie rund 1,5 Liter Flüssigkeit jeden Tag. Bevorzugen Sie Wasser – ohne oder mit Kohlensäure – und energiearme Getränke.
     
  8. Schonende Zubereitung
    Garen Sie die Lebensmittel bei möglichst niedrigen Temperaturen, soweit es geht kurz, mit wenig Wasser und wenig Fett.
     
  9. Sich Zeit nehmen und genießen
    Gönnen Sie sich eine Pause für Ihre Mahlzeiten und essen Sie nicht nebenbei.
     
  10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
    Vollwertige Ernährung, viel körperliche Bewegung und Sport (30 – 60 Minuten pro Tag) gehören zusammen und helfen Ihnen dabei, Ihr Gewicht zu regulieren.

Mehr Ratgeber-Infos zum Thema "Ernährung" finden Sie auch im neuen TB GUIDE Gesundheit & Medizin für Berlin. Kostenlos erhältlich in mehr als 300 Apotheken - oder bequem bestellen unter 0800/386 334 36.

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