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Gesunder Heilungsverlauf nach der Zahn-OP



Beschwerdefrei nach der Zahn-OP
Beschwerdefrei nach der Zahn-OP

Ein operativer Eingriff im Bereich von Mundhöhle, Zähnen und Kiefer kann bei richtigem postoperativem Verhalten nahezu reibungslos abheilen. Leider klären viele Ärzte ihre Patienten nur unzureichend über Wundheilungsstörungen auf.

Nach einer Operation im Mundbereich, wie zum Beispiel bei einer Wurzelspitzenresektion, Kieferzystektomie oder Weisheitszahnentfernung, ist es besonders wichtig, eine gesunde Wundheilung zu fördern. Dies hat viel mit Geduld zu tun, aber auch mit Verzicht – und Rücksichtnahme auf den eigenen Körper. 

Schmerzlos nach der Zahn-OP

Nach Abklingen des Betäubungsmittels sind Schmerzen unausweichlich. Aber dafür bekommt der Patient ein Schmerzmittel mit auf den Weg bzw. verschrieben. Meist handelt es sich dabei um Ibuprofen. Der Wirkstoff ist zusätzlich entzündungshemmend. Keinesfalls sollte Aspirin oder ein anderes Schmerzmittel auf Acetylsalicylsäure-Basis eingenommen werden, da es sich blutverdünnend auswirkt.

Kühlen nach Eingriffen im Mund

Um ein unangenehmes Anschwellen der Wunde und ihrer Umgebung abzuwenden, ist regelmäßiges Kühlen innerhalb der ersten Tage essentiell. Dafür am besten einen Kühl-Akku in einen Waschlappen legen und im Abstand von 15-30 Minuten kühlen bzw. pausieren. Die Auszeiten sind wichtig, weil sonst eine Unterkühlung droht. Niemals das Eis oder den Kühl-Akku direkt auf die Haut legen, da sonst Erfrierungen der Haut drohen.

Speiseplanänderung nach Zahn-OP

Einige Menschen mögen ihn auch unabhängig von der Notwendigkeit: Babybrei. In den ersten Tagen sollte sich der Patient auf jeden Fall auf flüssig-weiche Kost einstellen. Ideal ist weich gekochtes und püriertes Gemüse wie Blumenkohl, Kartoffeln oder Spinat. Von Obstbrei besser die Finger lassen, da die enthaltene Säure zu aggressiv für die offene Wunde sein könnte. Generell ist die erste Nahrungsaufnahme erst nach Abklingen der Betäubung erlaubt. Zu groß ist die Gefahr, sich unbemerkt zu verletzen.

Milchprodukte sollten zunächst vermieden werden, da Milchsäurebakterien die Blutgerinnung und den Wundverschluss behindern. Nach jedem Essen den Mund kurz mit Wasser oder Kamillenlösung ausspülen, damit sich keine Nahrungsreste in der Wunde absetzen können und so eine Infektion begünstigen.

Zusätzlich ist darauf zu achten, dass keine heißen Speisen und Getränke konsumiert werden. Kaffee, Schwarztee und Alkohol sind ebenfalls Tabu. Das enthaltene Koffein steigert den Blutdruck und Alkohol hemmt die Blutgerinnung, was beides Nachblutungen begünstigt.

Am besten ist kalter Kamillentee. Das Getränk kühlt nicht nur den Mundraum von innen, die Kamille wirkt zusätzlich beruhigend und entzündungshemmend. Aber auch kühles Wasser ist in Ordnung. Am ersten Tag aber bitte keinesfalls eiskalt verwenden.

Bis zum Abschluss der Behandlung ist Rauchen ein absolutes No Go. Der giftige Qualm kann zu starken Komplikationen während der Wundheilung führen.

Medikamente für die postoperative Heilung

Empfindliches GebissWenn es angebracht ist, wird der Arzt Antibiotika verschreiben, um die Heilung zu unterstützen. Der Patient muss diese allerdings laut Verordnung regelmäßig einnehmen – nur so ist eine optimale Wirksamkeit gegeben.
Bezüglich der Wechselwirkung mit anderen Medikamenten und Lebensmitteln (Milchprodukte) sowie der Einnahmezeitabstände unbedingt die Packungsbeilage lesen.

Putztag nach der Zahn-OP

Rund um die Operationswunde bzw. Naht sollte vom ersten Tag an mit einer weichen Zahnbürste normal geputzt werden. Die Wunde dabei nicht berühren. Stattdessen milde Mundspülungen, zum Beispiel Meridol, verwenden oder verdünnte Kamillenlösung verwenden. Aber nicht übertreiben, sonst wird die Heilung verzögert.

Weißliche Beläge auf der Wunde sind im Übrigen kein Eiter – den würde man am Gestank erkennen, sondern Wundbeläge. Durch das Eiweiß Fibrin gerinnt das Blut und bildet eine weiße Schicht, die die Wunde verschließt. Daher die Beläge nicht entfernen.

Wegen der Zahn-OP herrscht Funkstille 

Reden ist am ersten Tag nach der Operation nicht zu empfehlen. Die Wunde ist noch zu frisch und braucht etwas Ruhe, um sich zu regenerieren. 

Sollte es wider Erwarten doch zu Nachblutungen kommen, ist das Auflegen einer Mullbinde oder eines sauberen Stofftaschentuchs auf die Wunde zu empfehlen. In aufrechter Sitzhaltung sollten die Nachblutungen spätestens nach 1-2 Stunden verschwinden. Andernfalls bleibt nur, den behandelnden Arzt zu informieren.

Auch wenn sich der Patient dazu in der Lage fühlt: Sport und andere körperliche Anstrengungen, wie das Heben oder Tragen von schweren Dingen, sind während der ersten Tage nicht zu empfehlen. Das Gleiche gilt für Wärmeeinwirkung durch Sonneneinstrahlung, Sauna oder Solarium. Andernfalls könnte die Schmerzwirkung und Schwellung erhöht werden.

Heilungsstörungen nach einer Zahn-OP

Normalerweise verläuft die Wundheilung im Mund so gut, dass nur selten Komplikationen auftreten. Schon allein der Speichel enthält spezielle Enzyme, wie Lysozym, die antibakteriell wirken. Sollten Schmerz und Schwellung jedoch zunehmen anstatt abklingen, und kommt zudem Fieber hinzu, ist dringend der Arzt aufzusuchen. Die Zeichen deuten auf eine Entzündung hin, die dringend bekämpft werden muss.

Im Falle einer Entfernung der Weisheitszähne kann es zu einer gestörten Wundheilung kommen: Das leere Fach (Aveole), in dem vorher die Zahnwurzel saß, muss sich mit Ersatzgewebe auffüllen. Dieser Prozess geht direkt vom darunter liegenden Kieferknochen aus. Falls dies nicht geschieht und die Aveole leer bleibt, kann es zu einer trockenen Knochenentzündung kommen (Ostitis sicca). Um dies zu verhindern, sollte von gewaltsamen Entfernen der Speisereste und Wasserstoffspülungen abgesehen werden.

Bei Eingriffen in den Oberkiefer – insbesondere dann, wenn die Kieferhöhle beim Eingriff geöffnet wurde (MAV) – ist heftiges Schnäuzen oder Niesen gefährlich. Durch den Druck kann es zu Blutungen kommen. 

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