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Goldener Windbeutel für eine Trinkmahlzeit von Alete



45 Prozent der Teilnehmenden entschieden sich für die Trinkmahlzeit von Alete. (Foto: Foodwatch / TB Guide)
45 Prozent der Teilnehmenden entschieden sich für die Trinkmahlzeit von Alete. (Foto: Foodwatch / TB Guide)

Einen Monat lang suchte Foodwatch die dreisteste Werbelüge 2014. Die "Alete Mahlzeit zum Trinken" von Nestlé gewann nun mit Abstand den Negativpreis. Eine Kampagne soll die Vermarktung von Trinkmahlzeiten stoppen.

Die Organisation Foodwatch vergibt jährlich den "Goldenen Windbeutel" - einen Preis für das Produkt, das ganz besonders durch falsche Aussagen in der Werbung aufgefallen ist. Aus einer Vorauswahl von fünf Lebensmitteln konnte darüber abgestimmt werden. 

Verbraucher und Verbraucherinnen konnten sich dieses Jahr zwischen dem Glacéau Vitaminwater von Coca-Cola, der Knorr activ Hühnersuppe von Unilever, dem Unser Norden Bio Apfelsaft naturtrüb von Coop, dem Belvita Frühstückskeks von Mondelez und der Alete Mahlzeit zum Trinken von Nestlé entscheiden.

Fast  die Hälfte aller 150.000 Stimmen ging an die Trinkmahlzeit:

Der Sieger des Goldenen Windbeutels steht fest!
(Grafik: Foodwatch)

Gefährliche Trinkmahlzeiten

Kinderärzte und -ärztinnen schlagen schon seit Jahren Alarm, dass Trinkmahlzeiten mit hohem Kalorienanteil schlecht für die Gesundheit der Säuglinge sind. Trinkmahlzeiten führen zu einer Überfütterung und schaden den ersten Zähnen, die besonders empfindlich sind. Saugflaschenkaries ist die Folge.

Nestlé empfiehlt die "Alete Mahlzeit zum Trinken" jedoch als vollwertige Nahrung für Säuglinge. Indem die Firma einen hohen Calcium- und Vitamin-D-Gehalt auslobt, der das Knochenwachstum untersützt, verstärkt sie den Eindruck, es handele sich bei der Trinkmahlzeit um ein gesundes Nahrungsmittel.

Trinkmahlzeiten stoppen!

Bereits vor Jahren hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin gefordert, keine Produkte mehr an gesunde Säuglinge zu vermarkten. Weil Nestlé bisher jedoch nichts am bisherigen Kurs änderte, hat Foodwatch nun eine E-Mail-Aktion ins Leben gerufen:

Die Organisation lädt auf ihrer Seite dazu ein, an Gerhard Berssenbrügge, den Vorstandsvorsitzenden von Nestlé Deutschland, zu schreiben, um den Vermarktungsstopp von gesundheitsgefährdenden Trinkmahlzeiten zu fordern. Foodwatch stellt dazu ein Formular zur Verfügung, das Verbraucher und Verbraucherinnen einfach ausfüllen können.

Ein Gesetz zum Wohl der Säuglinge

Foodwatch fordert auch strengere gesetzliche Regelungen für Säuglingsprodukte, so dass nur noch die Babynahrungsprodukte vermarktet werden dürfen, die Empfehlungen von Kinder- und Zahnärzten berücksichtigen. Prof. Dr. Wieland Kiess, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig, unterstützt dieses Anliegen: „Die Ernährung in den ersten Lebensmonaten ist prägend und beeinflusst das spätere Ernährungsverhalten eines Menschen." Eine Säuglingsnahrung muss dies berücksichtigen. 

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