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Harte Arbeit macht Männer unfruchtbar



Wenige Spermien bedeuten noch keine Zeugungsunfähigkeit.
Wenige Spermien bedeuten noch keine Zeugungsunfähigkeit.

Unfruchtbarkeit kann viele Ursachen haben. Neu ist die Erkenntnis, dass ein schwerer Job zu Fertilitätsproblemen führen kann.

Eine neu veröffentlichte Studie in der amerikanischen Fachzeitschrift Fertility and Sterility lässt vermuten, dass ein Beruf, der mit harter körperlicher Arbeit verbunden ist, zu männlicher Unfruchtbarkeit führen kann. Das trifft beispielsweise auf Land- oder Bauarbeiter sowie Leistungssportler zu. 

Ausgangslage ist die Tatsache, dass in den USA jedes sechste Ehepaar ungewollt kinderlos bleibt. In Deutschland sind ebenso schätzungsweise 15 bis 20 Prozent aller Lebensgemeinschaften betroffen. Dabei liegen die Ursachen etwa zu 40 Prozent bei der Frau, zu 30 Prozent beim Mann und zu 40 Prozent bei beiden. Das Deutsche Ärzteblatt hat die Studie ebenso veröffentlicht. 

Unfruchtbarkeit kann viele Ursachen haben

Für die Beobachtungsstudie wurde eine Gruppe von 501 Paaren mit Kinderwunsch über ein Jahr lang begleitet. Dabei wurden besonders die Lebensumstände der Paare betrachtet. Die Wissenschaftlerin Germaine Buck-Louis fokussierte sich bei der Auswertung der Daten auf die männliche Unfruchtbarkeit. Dazu zog sie die Spermienproben von 356 Männern der Studie heran.

Es gibt bereits eine Reihe bekannter Ursachen für männliche Infertilität. Das Problem liegt in der verminderten oder ausbleibenden Spermienbildung. Verantwortlich dafür können zum Beispiel Hodenfehlstände, Erbkrankheiten, hormonelle Störungen, Geschlechtskrankheiten, Infektionen, häufige Saunabesuche, Drogenkonsum oder Stress sein.

Risikofaktor körperliche Arbeit

Schwere Arbeit kann die Spermienproduktion belasten. Buck-Louis konnte einen weiteren möglichen Faktor für männliche Unfruchtbarkeit ausmachen: Von den Männern, die beruflich eine schwere körperliche Arbeit ausübten, hatten 13 Prozent eine Oligosospermie. 


Das bedeutet, dass ihre Spermienanzahl vermindert ist. Laut WHO liegt eine Oligospermie dann vor, wenn in 1 ml Ejakulat weniger als 20 Millionen bewegliche Spermien vorkommen.

Von den Männern, die im Büro arbeiten, hatten nur 6 Prozent zu wenig bewegliche Spermien für eine spontane Zeugung. 
Ebenso konnte die Forscherin herausstellen, dass andere berufliche Stressfaktoren wie Hitze, Lärm oder langes Sitzen keinen Einfluss auf die Samenqualität haben.

Bluthochdruck führt zu Spermienmissbildung

Da die Männer der Studie mit einem Altersdurchschnitt von 31,7 Jahren vergleichsweise jung waren, konnte kein Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit und erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes mellitus oder anderen chronischen Erkrankungen hergestellt werden. Jedoch erwies sich Bluthochdruck als ein wichtiges Risiko für Infertilität, da die Spermien häufig eine auffällige Gestalt hatten.

Machen Medikamente unfruchtbar?

Als dritter wichtiger Faktor für mögliche Unfruchtbarkeit konnte die Anzahl der eingenommenen Medikamente herausgestellt werden. 15 Prozent der getesteten Männer, die zwei oder mehr Medikamente einnahmen, waren von einer Oligospermie betroffen. Unter denen, die keine Präparate einnahmen litten nur knapp sieben Prozent unter einer eingeschränkten Fruchtbarkeit.

Buck-Louis räumt jedoch ein, dass die Ursache nicht zwangsläufig in den Nebenwirkungen der Medikamente zu finden sei. Vermutlich führen die Erkrankungen selbst, die eine Medikamenteneinnahme erfordern, zur verminderten Spermienanzahl.

Die Studie weist darauf hin, dass weitere Forschungen notwendig seien, um endgültige Aussagen über den Zusammenhang zwischen Berufswahl, Hypertonie oder bestimmten Medikamenten treffen zu können. 

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