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Herzmuskelentzündung durch Viren: Absolute Schonpflicht für Betroffene



Eine Herzmuskelentzündung kann Menschen jeden Alters betreffen.
Eine Herzmuskelentzündung kann Menschen jeden Alters betreffen.

Eine Magen-Darm-Grippe oder Erkältung können gefährliche Langzeitschäden fürs Herz zur Folge haben. So beugen Sie einer Herzmuskelentzündung vor.

Egal um welchen Infekt es sich handelt und wie ungefährlich er erscheint, wichtig ist in jedem Fall eine komplette Genesung, da andernfalls die Viren das Herz angreifen und eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen können. „Besonders gefährdet sind Sportler, die ihr Training wieder aufnehmen, obwohl der Infekt noch gar nicht richtig ausgeheilt ist“, so Prof. Volker Schächinger vom Herz-Thorax-Zentrum am Klinikum Fulda.


Die Kardiologin Ingrid Kindermann weiß, dass Herzmuskelentzündungen in den westlichen Industrieländern meist durch Viren ausgelöst werden. Seltener sind Fälle bedingt durch Bakterien, Parasiten oder Drogen, zum Beispiel Kokain.

Herzmuskelentzündung auf Lebenszeit?

Wie kann es trotz banalem Infekt zur Myokarditis kommen? Durch die Grippe etc. sind die Herzmuskelzellen geschwächt und empfänglich für Viren. Körperliche Aktivitäten können in dieser Zeit leicht zu einer Entzündung des Herzmuskels führen. 
Im Falle einer Entzündung ist die Pumpkraft des Herzens eingeschränkt, was eine Herzschwäche zur Folge hat. Nährstoffreiches Blut fließt dann nur noch bedingt durch den Körper. „Schlimmstenfalls kann das zu Herzversagen durch Kammerflimmern und damit zum Tod führen“, erklärt Brand. 
Auch eine chronische Herzmuskelentzündung kann entstehen. Dann verliert das Herz stark an Pumpkraft, obwohl es nicht mehr von Viren befallen ist. Eine lebenslange Herzschwäche ist dann ebenfalls nicht mehr abzuwenden, unglücklicherweise kann dies auch zum plötzlichen Herztod führen oder eine Herztransplantation erforderlich machen.


Wird die Myokarditis rechtzeitig erkannt und nach ärztlichen Anweisungen behandelt, sind die folgenlosen Heilungschancen recht groß. Jedoch besteht ein erhöhtes Risiko, erneut zu erkranken. Betroffene müssen folglich bei Infekten noch sorgsamer auf sich Acht geben.

Herzmuskelschwäche: Oft unerkannte Gefahr

Ein angegriffenes Herz muss besonders geschont werden.Besonders gefährlich ist die Tatsache, dass die Herzmuskelentzündung keine spezifischen Symptome aufweist. „Betroffene haben in aller Regel die gleichen Symptome, die auch bei Infekten vorkommen“, so Schächinger. Dazu gehören Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen. Kein Wunder, dass viele Patienten nicht den Weg zum Kardiologen suchen. Die Myokarditis bleibt dann unerkannt. Ein recht eindeutiger Hinweis auf eine Entzündung des Herzmuskels können Atemnot, Brustschmerzen oder Herzrhythmusstörungen sein.

Bei Verdacht auf Myokarditis sofort zum Arzt

Eine Reihe von Untersuchungen geben Medizinern Hinweise auf die gefährliche Erkrankung: Ein EKG kann Veränderungen der Herzkurve oder Extra-Herzschläge aufzeigen. Beim Herz-Ultraschall (Echokardiographie) kann eine Pumpschwäche des Herzens nachgewiesen werden. Auch eine Blutuntersuchung ist wegen der Entzündungswerte für die Diagnose aufschlussreich.

Wird die Myokarditis durch Bakterien verursacht, helfen Antibiotika. Bei der virusbedingten Herzmuskelentzündung werden keine Medikamente verabreicht. Stattdessen wird jede Menge Ruhe verordnet.

Schonpflicht für den Herzmuskel

„Sportler dürfen etwa sechs Monate lang nicht trainieren“, betont Schächinger. Das volle Sportprogramm darf auch später erst nach Absprache mit den Ärzten erfolgen. Auch Alkohol und Zigaretten sollten möglichst gemieden werden.


Vermeiden lässt sich die Herzmuskelentzündung nur durch konsequente Genesung des Infektes. Eine Grippe auszukurieren dauert in der Regel zwischen zwei und vier Wochen, erklärt Prof. Stefan-Martin Brand, Direktor des Instituts für Sportmedizin am Universitätsklinikum Münster. In dieser Zeit sollte jegliche körperliche Anstrengung vermieden werden. Das gilt nicht nur für Sportler. Selbst alltägliches Treppen steigen zählt dazu.

(at, dpa/tmn)

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