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Herzschutz: Cholesterin wegessen



Herzschutz: Cholesterin wegessen
Äpfel schützen das Herz

Hypercholesterinämie  ein zu hoher Cholesterinwert  ist bei den Menschen in Deutschland schon lange keine Seltenheit mehr. Gesund ist ein Cholesteringehalt im Blut von weniger als 200 Milligramm, zwei Drittel aller Erwachsenen leben jedoch mit einem höheren Wert, bei einem Drittel liegt er sogar bei mehr als 250 Milligramm. 

Die meisten von uns sind noch mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass bestimmte Lebensmittel an einem erhöhten Cholesterinwert Schuld seien. Oder ein erhöhtes Körpergewicht. Um dem entgegenzuwirken, müsse man die „bösen“ Sachen weglassen und Diät halten. Ganz so einfach ist es nicht. Um den Cholesteringehalt im Blut zu senken, bedarf es jedoch nicht unbedingt Medikamente. Durch einen bewussten Lebensstil, Sport und den Verzehr empfohlener Nahrungsmittel kann er dauerhaft gesenkt werden.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist eine fettartige Substanz, die in allen Organen des menschlichen Körpers vorkommt und eine entscheidende Rolle beim Aufbau der Zellen spielt. Zudem wird Vitamin D aus Cholesterin hergestellt. Da Cholesterin in der Leber gebildet wird, kann der menschliche Organismus den Bedarf selbst regulieren, wenn zu wenig über die Nahrung zugeführt wird. Das macht bereits einen Anteil von 75 Prozent aus. Demnach führen wir dem Körper oft zu viel Cholesterin aus tierischen Lebensmitteln zu, welches er nicht abbauen kann.

Arterienverkalkung

Dabei werden zwei Arten von Cholesterin unterschieden: HDL (= Lipoprotein hoher Dichte) und LDL (= Lipoprotein geringer Dichte). HDL ist gut für das Herz. Cholesterin wird von den Körperzellen zur Leber transportiert und dort abgebaut. LDL stellt den Gegensatz dar: Cholesterin wird von der Leber in die Zellen transportiert. Es lagert sich in den Arterien ab und ist somit Gift für die Herzgesundheit. Durch die Verengung der Arterien muss das Herz enorme Kraft aufwenden, um Blut durch den Körper zu pumpen. Auf Dauer drohen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine Kombination aus gesättigten Fettsäuren in der Nahrung, Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel kann den Cholesterinspiegel gefährlich in die Höhe schießen lassen.

HDL besiegt LDL

Doch auch Menschen, die auf den ersten Blick nicht so aussehen als würden sie einem ungesunden Lebenswandel frönen, können aufgrund erblicher Belastungen – und somit einer Fettstoffwechselstörung – einen erhöhten Cholesterinspiegel aufweisen. 75 Prozent der Deutschen kennen ihren Cholesterinspiegel nicht. Die Bundesländer mit dem höchsten Cholesterinspiegel sind übrigens Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Insofern es familiäre Probleme mit Cholesterin gibt, sollte der Wert mittels eines Bluttest beim Arzt oder in der Apotheke regelmäßig überprüft werden. Ebenso eine Rolle spielen das Alter (meist ab 40), Fettleibigkeit, Bluthochdruck und ob eine Diabetes-Erkrankung vorliegt. Für den häufigen Überprüfungsbedarf gibt es auch Cholesterinmessgeräte für zu Hause. Laut der Deutschen Lipid-Liga sollte der erste Cholesterin-Test bereits im Alter von 10 Jahren durchgeführt werden, um einen Referenzwert zu haben. Bei Schwangeren kann es übrigens „normal“ sein, einen erhöhten Wert zu haben.

Ein gesunder Gesamtcholesterinspiegel liegt laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie unter 200 mg je einem Deziliter Blut. Der LDL-Spiegel sollte unter 160 mg/dl gehalten werden. Der HDL-Spiegel hingegen darf gern über 40 mg/dl sein. Ist der HDL-Anteil im Blut hoch, wird überschüssiges LDL eliminiert. Jeder dritte Deutsche im Alter zwischen 18 und 79 Jahren hat zu viel Cholesterin (LDL) im Blut.

Vom Speiseplan streichen

Gesättigte Fettsäuren sind deshalb so ungünstig, weil sie in der Leber wesentlich leichter zu Cholesterin umgewandelt werden als ungesättigte Fettsäuren. Dadurch entsteht schnell ein gefährliches Übermaß. Zu den weniger „guten“ Nahrungsmitteln in Bezug auf Cholesterin gehören deshalb zum Beispiel Bratwürste, Wiener, Salami, Teewurst, Schlagsahne, fetter Käse, Butter, Eigelb und Mayonnaise. Wobei natürlich das Maß entscheidend ist. Eier und Butter liefern nämlich auch gesunde Proteine, Mineralien und Vitamine.

Trans-Fettsäuren aus gehärteten Industriefetten (z. B. Kuchen, Kekse, Chips etc.) hingegen sollten nur selten bis nie verzehrt werden.

An apple a day…

Nun gilt es nicht nur diese Lebensmittel zu meiden und auf eine vitalstoffreiche und ballaststoffreiche Ernährung mit magerem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse umzustellen. Zudem können Lebensmittel in den Speiseplan eingebaut werden, die nachweislich den Cholesterinspiegel senken. Dazu gehören in erster Linie Äpfel, die den Ballaststoff Pektin enthalten. Ballaststoffe binden Cholesterin bei der Verdauung und verhindern so die übermäßige Aufnahme der Blutfette. Pektin bindet Gallensäuren an sich. Die Leber muss neue Gallensäuren bilden und bedient sich dafür am körpereigenen Cholesterin – vornehmlich am schädlichen LDL. Ein Apfel pro Tag kann den LDL-Cholesterinwert um 30 Prozent senken.

Weitere natürliche Cholesterinsenker sind Nüsse und Hülsenfrüchte. Besonders Walnüsse enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Erbsen enthalten eine große Menge an Saponinen, die verhindern, dass Cholesterin in den Blutkreislauf gelangt. Kichererbsen haben den meisten Saponinengehalt. Auch grüner Tee hemmt die Aufnahme von Fetten. Bekannte Cholesterinsenker sind auch Knoblauch, Ingwer, Flohsamen und Leinsamen sowie Sonnenblumen-, Weizenkeim-, Kürbiskern-, Sesam- und Soja-Öl.

Leckere cholesterinarme Rezepte gibt's hier.

Margarine gegen LDL

Eine bekannte Magarinenmarke wirbt nicht nur damit, dass eines ihrer Produkte ein gesunder Ersatz zur Butter aufs Brot ist, er senkt auch den Cholesterinspiegel um bis zu 10 Prozent. Jedoch ist darauf zu achten, dass diese Margarine nicht geeignet ist für Schwangere, Kinder und alle Menschen, die keinen erhöhten Cholesterinwert haben. Denn in dem Produkt werden fettähnliche Pflanzensterine verwendet, die bei gesunden Menschen zu Ablagerungen in den Gefäßen führen können, was dem Effekt der Arterienverkalkung entspricht.

Bei einer bestehenden medikamentösen Behandlung des Cholesterinspiegels, ist der Verzehr dieser Margarine zunächst mit dem Arzt abzuklären

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