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High auf Rezept? Medizinisches Cannabis



Ab März 2017 können Patienten in Deutschland Cannabis auf Rezept erhalten
Ab März 2017 können Patienten in Deutschland Cannabis auf Rezept erhalten

Seit dem 10. März 2017 können in Deutschland Ärzte ihren Patienten Cannabis verschreiben. Die Kosten tragen in begründeten Fällen die Krankenkassen.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Cannabis ist schon lange bekannt. Die beiden wichtigsten Inhaltsstoffe sind Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Beide gelten als schmerzlindernde, entzündungshemmende, appetitanregende und krampflösende Naturheilmittel. Dennoch wurde in Deutschland Cannabis bisher als Droge und Rauschmittel eingestuft – und der Konsum als illegal. In medizinischen Ausnahmefällen war Cannabis nur mit Sondergenehmigung erhältlich. Seit Anfang März 2017 hat sich die Rechtslage geändert und Patienten können sich nun Cannabis auf Rezept verschreiben lassen.

Wann bekommt man Cannabis verschrieben?

Bekanntestes Anwendungsgebiet von Cannabis ist zur Behandlung chronischer Schmerzen. Daneben wird es auch sehr erfolgreich bei Nervenschmerzen, ADHS, dem Tourettesyndrom und bei grünem Star eingesetzt. Krebs- und Aidspatienten nehmen es gegen Übelkeit und um den Appetit, gerade während einer Chemotherapie, anzuregen. Auch zur Behandlung von Rheuma und Multipler Sklerose wird Cannabis verschrieben.  

Wo bekomme ich das Cannabis?

Früher brauchte man für medizinisches Cannabis eine Ausnahmeerlaubnis der Bundesopiumstelle. Dank des neuen Gesetzes, das seit Anfang März 2017 in Deutschland gilt, ist dies nun nicht mehr nötig. Patienten erhalten es auf Rezept von ihrem Arzt und in kontrollierter Qualität direkt in der Apotheke. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn der Patient nicht anders behandelt werden kann bzw. es aus ärztlicher Sicht dringend empfohlen wird.

Wie wird Cannabis eingenommen?

Wer jetzt Bilder von Kiffern, umhüllt von wabernden Rauchschwaden, vor sich sieht, liegt falsch. „Niemand soll Cannabisblüten in einem Joint verbrennen“, so Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekenkammer. Patienten erhalten das Cannabis als Kapseln oder in gemahlener Form und vorportionierter Menge. Zur einfachen Handhabung gibt es einen Dosierlöffel. Das Pulver soll zu Tee gekocht bzw. zur Inhalation in einen elektrischen Verdampfer gegeben werden. „Der Dampf wird zum Beispiel in einer Kunststofftüte gesammelt, die der Patient anschließend leer atmet“, erklärt Kiefer. Wichtig ist es hierbei, die Blüten zu erhitzen, da die Wirkstoffe erst bei rund 160 Grad Celsius freigesetzt werden. Das bedeutet, dass Inhalation wirkungsvoller ist als die Aufbereitung als Tee.

Dosierung von Cannabis

In welcher Form und Dosierung Patienten Cannabis einnehmen, wird vom behandelnden Arzt festgelegt. „Die Bandbreite ist viel größer als etwa bei Schmerzmitteln“, so Kiefer. Es gibt sehr viele unterschiedliche Sorten und erst während der Behandlung zeigt sich, wie gut der Patient darauf anspricht und welche Sorte für ihn am besten geeignet ist. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen Patient und Arzt/Apotheker ist daher unerlässlich.

 (jr, dpa/tmn)

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