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Hilfe gegen Pickel mit 30



Hautunreinheiten im Erwachsenenalter nehmen zu.
Hautunreinheiten im Erwachsenenalter nehmen zu.

Vor allem Frauen leiden auch noch mit 40 Jahren unter Hautunreinheiten. Spätakne entsteht meist durch hormonelle Schwankungen oder Stress. Mit der richtigen Reinigung und Pflege werden Pickel bekämpft und Fältchen vorgebeugt.

25 Prozent aller Frauen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren leiden unter Pickeln. Die sogenannte Spätakne (akne tarda) hat andere Ursachen als die Hautunreinheiten von Jugendlichen. Bei 90 Prozent aller Pubertierenden sind hormonelle und genetische Ursachen Schuld an den roten Pusteln. Erwachsene leiden meist an einer Talgdrüsenüberempfindlichkeit gegen bestimmte Hormone, Umwelteinflüsse, Stress oder Kosmetika.

Egal ob junge oder ältere Haut: die Unreinheiten entstehen am Talgdrüsenfollikel. Dort kann es zu Verhornungen kommen, es wird mehr Talg produziert und Bakterien breiten sich aus.

Testosteron und Stress sind für Pickel verantwortlich

Hormonelle Schwankungen treten entweder vor der Menstruation auf oder wenn das hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille, abgesetzt wird. Vor der Periode produziert der Körper weniger weibliche Hormone und die Konzentration erhöht sich zugunsten der Androgene – der männlichen Hormone. Gleiches geschieht bei Absetzen der Antibabypille: Die Poren verhornen und entzünden sich.

Stress wurde von der Forschung lange als Auslöser von Hautunreinheiten unterschätzt. Dabei ist die persönliche Lebenssituation der Frau einer der größten auslösenden Faktoren von Krankheiten wie Migräne oder Magen-Darm-Beschwerden. Auch für die Entstehung von Pickeln kann Stress verantwortlich sein. In dieser Zeit werden vermehrt männliche Hormone sowie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Die Talgproduktion wird angekurbelt und die vom Nervensystem ausgeschütteten Neuropeptide verstärken die Entzündung.

Gesättigte Fettsäuren in der Nahrung helfen bei Pickeln

Es gibt keine eindeutigen Beweise, dass Ernährung die Pickelbildung beeinflusst. Im Verdacht stehen vor allem Fett und Zucker, wie in Schokolade, aber auch Milch und Weißmehl. Tatsächlich können die verschiedenen Fettarten in der Nahrung an den Hautunreinheiten beteiligt sein. So lindern Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Nüssen und Rapsöl die Entzündung in der Haut. Ungesättigte Fettsäuren oder auch Omega-6-Fettsäuren – vor allem in Fast Food oder Fertigprodukten – verschlechtern die Akne. Frisches Gemüse und Fisch sind die ideale Ernährung bei Spätakne. 

Alkohol und Nikotin sind nicht nur schädlich für den Körper. Auch regen sie eine vermehrte Talgproduktion an und lassen die Haut schneller altern.

Um die genauen Ursachen der Pickel herauszufinden, lohnt sich das Führen eines Tagesprotokolls, in dem Ernährung, Stressfaktoren oder die Einnahme bestimmter Medikamente aufgelistet werden. Einige Menschen reagieren zum Beispiel empfindlich auf hohe Dosen von Vitamin B 6 oder B 12. Kortison, Mittel gegen Epilepsie oder Antidepressiva haben häufig Hautveränderung zur Folge. Vermehrtes Schwitzen bei Sportlern kann sich ebenso in Pickeln äußern.

Pflege bei Spätakne

Auch hinsichtlich des Pflegebedürfnisses unterscheidet sich unreine Haut im Jugend- und Erwachsenenalter. Scharfe Reinigungsmittel wie Seife, alkoholische Gesichtswasser oder aggressive Peelings eignen sich nur für junge Haut, die vor allem von einer zu hohen Fettproduktion betroffen ist. Bei erwachsener Haut würde der Säureschutzmantel der Haut zerstört werden, die Haut trocknet aus und bildet sichtbare Falten. Zudem stellt der Säuremantel einen Schutz gegen Akne-Bakterien – den Propioni-Bakterien - dar. Anti-Pickel-Produkte für junge Haut verschlimmern demnach die Probleme bei Spätakne. Unbehandelt können bei Akne sichtbare Narben zurück bleiben.

Die Talgdrüsen sind verhornt und entzünden sich durch zusätzliche Talgproduktion. Diese Verhornung muss durch entsprechende Reinigung abgetragen werden. Die Haut muss von Schmutz, Bakterien und Co. befreit werden, ohne dass sie austrocknet. Bewährt hat sich eine Kombination aus professioneller Hautreinigung bei der Kosmetikerin, Mikrodermabrasion und Fruchtsäurepeelings. Einmal im Monat kann eine solche Behandlung beim Profi nicht nur das Hautbild auf sanfte Weise verbessern, der Anti-Aging-Efekt macht es für Frauen ab 30 umso effektvoller.

Der richtige Umgang mit Pickeln

Auch wenn es manchmal schwer auszuhalten ist: niemals selbst an den Mitessern und Pusteln herumdrücken! Dadurch gelangt noch mehr Schmutz in die entzündeten Stellen und verschlimmert den Zustand.

Kosmetika helfen, Hautunreinheiten zu verbergen.Die tägliche Reinigung kann mit Reinigungsgel oder Schaum erfolgen, der durch Zink und Salicylsäure antibakteriell wirkt. Kaolin, Bisabolol oder Thermalwasser beruhigen und hemmen die Entzündung.

Wöchentliche Masken und Peelings können die Wirkung unterstützen. Bei der Pflege sollte darauf geachtet werden, dass der Haut Feuchtigkeit zugeführt wird. Cremes, Fluids und Gele auf Wasserbasis eignen sich besonders gut.

 

Auflagen aus Kamillentee oder Nahrungsergänzungsmittel mit Zink können zusätzlich unterstützen. Da sich die meisten Frauen mit abgedeckten Pickeln sichtlich wohler fühlen, ist ein hauttypgerechtes antiseptisches Make-Up aus der Apotheke zu empfehlen.

Stress sollte bewusster wahrgenommen und so gut wie möglich vermieden werden. Mehr Achtsamkeit im Alltag beugt Burnout und Co. vor.

Hormontherapie gegen Pickel

Bei 50 Prozent aller Frauen ist ein männlicher Hormonüberschuss genetisch bedingt. Zudem wurde erforscht, dass die Haut selbst auch Hormone produziert und sie nicht nur aufnimmt. Für Frauen, die trotz Pflege- und Ernährungsumstellungen weiterhin unter Akne leiden, empfiehlt sich eine genaue Hormonanalyse. So kann entsprechend mit einer Hormontherapie auf die belastende Spätakne reagiert werden.

Sollten sich die Beschwerden trotz aller Bemühungen verschlimmern und die schmerzhaften Entzündungen überhand nehmen, wird der Hautarzt zu stärkeren Salben mit Benzoylperoxid (BPO), Azelainsäure, Retinoide oder mit Antibiotika greifen. Meist werden die Stoffe miteinander kombiniert.
 

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