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HPV-Impfung für Mädchen ab 9



Die Krankenkasse bezahlt bei jungen Menschen die Impfung gegen HPV.
Die Krankenkasse bezahlt bei jungen Menschen die Impfung gegen HPV.

Humane Papillom-Viren sind sexuell übertragbar und können Gebärmutterhalskrebs auslösen. Weil Kondome nicht ausreichend vor HPV schützen, rät das Robert Koch-Institut zur Impfung - und senkt nun sogar das dafür empfohlene Alter.

Es gibt mehr als 100 verschiedene Humane Papillomviren, von denen die meisten sexuell übertragen werden. 80 Prozent aller sexuell aktiven Menschen durchleben irgendwann - meist unbemerkt - eine HPV-Infektion. 

Gefährliche und ungefährliche HP-Viren

In seltenen Fällen ergeben sich daraus Zellveränderungen. Bei 1 bis 3 Prozent der Frauen entwickelt sich nach vielen Jahren Gebärmutterhalskrebs, ausgelöst durch die sogenannten high risk HPV-Typen 16, 18, 45 und 31. Der HPV-Typ 16 versursacht in sehr seltenen Fällen auch Peniskarzinome. Häufiger kommt es vor, dass sich bei Männern und Frauen an den Geschlechtsorganen und in unmittelbarer Nähe von Vulva und Penis ungefährliche, aber hochansteckende Feigwarzen (Condylome) bilden. Für diese sind die low risk HPV-Typen 6 und 11 verantwortlich.

HPV-Impfung

Kondome alleine schützen nicht vor einer Infektion mit HPV, da die Viren auch per Schmierinfektion übertragen werden können. Eine Impfung ist also ratsam. Bisher empfahl die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen HPV zu immunisieren. Weil die HPV-Impfung bereits vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen sollte, hat die STIKO das Alter nun aber auf den Zeitraum von 9 bis 14 Jahren herabgesetzt. Weil Forschungen ergaben, dass jüngere Mädchen stärker auf die Impfung reagieren, brauchen sie meist nur noch zwei statt drei Dosen, die im Abstand von sechs Monaten verabreicht werden.

Mit Cervarix und Gardasil gibt es zwei Impfstoffe, die gegen HPV verabreicht werden. Beide schützen vor den high risk HPV-Typen 16 und 18, die Gebärmutterhalskrebs verursachen. Gardasil bietet zusätzlich vor den low risk HPV-Typen Schutz. Auf diese Weise kann die Bildung von Feigwarzen (Condylome) verhindert werden. Letztere sind nicht gefährlich, jedoch schwierig zu behandeln. Oft kehren sie selbst nach einer operativen Entfernung wieder. Es gibt Ärzte und Ärztinnen, die beide Wirkstoffe im Wechsel verabreichen, da Cervarix im Rahmen der Kreuzprotektion noch gegen weitere high risk HPV-Typen wirkt.

Kostenloser Schutz vor HPV

Eine Impfung lohnt sich auch für Erwachsene. Allerdings übernehmen die Krankenkassen dann meist keine Kosten. Anders verhält es sich, wenn man sein Kind im von der STIKO empfohlenen Zeitraum impfen lässt: dann müssen die Eltern nichts für den Schutz vor HPV bezahlen.

Eine Immunisierung gegen bestimmte HP-Viren bietet keinen hunderprozentigen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs. Regelmäßige Kontrollen bei Frauenarzt oder -ärztin sind dennoch erforderlich. 

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