• Überblick
    • HNO
    • Haut
    • Herz & Kreislauf
    • Muskulatur
    • Magen & Darm
    • Nervensystem
    • Diabetes
    • Rücken & Gelenke
    • Zähne
    • Atemwege
    • Allergien
    • Autoimmunerkrankungen
    • Schmerzen
    • Überblick
    • Schwangerschaft & Geburt
    • Frauengesundheit
    • Männergesundheit
    • Kindergesundheit
    • Sexualität
    • Überblick
    • Homöopathie
    • Heilpflanzen
    • Hausmittel
    • Therapien
    • Überblick
    • Pflege
    • Arzt & Medikamente
    • Erste Hilfe
    • Gesellschaftliches
    • Berufsbilder
    • Überblick
    • Psyche
    • Sport
    • Wellness
    • Ernährung
    • Sucht

Impfkalender: Das sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission



Perfekte Vorsorge: Standardimpfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Perfekte Vorsorge: Standardimpfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Welche Impfungen sind sinnvoll? In welchem Alter? Der Impfkalender der Ständigen Impfkommission bietet einen Überblick über die empfohlenen Schutzimpfungen gegen Infektionskrankheiten.

Weiter unten finden Sie kurze Erläuterungen zu den Krankheiten, gegen die Sie sich bzw. Ihre Kinder durch eine Impfung weitreichend schützen können.

Impfungen in den ersten zwei Lebensjahren

Impfungen in den ersten Lebensjahren

Erläuterungen
G     Grundimmunisierung (in bis zu 4 Teilimpfungen G1 – G4)
N     Nachholimpfung (Grundimmunisierung aller noch nicht Geimpften bzw. Komplettierung einer unvollständigen Impfserie)

Die 1. Impfung sollte bereits ab dem Alter von 6 Wochen erfolgen, je nach verwendetem Impfstoff sind 2 bzw. 3 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen erforderlich. Bei Anwendung eines monovalenten Impfstoffes kann diese Dosis entfallen.

Impfungen ab dem zweiten Lebensjahr

Impfungen ab dem zweiten Lebensjahr

Erläuterungen
G    Grundimmunisierung (in bis zu 4 Teilimpfungen G1 – G4)
A     Auffrischimpfung
S     Standardimpfung
N     Nachholimpfung (Grundimmunisierung aller noch nicht Geimpften bzw. Komplettierung einer unvollständigen Impfserie)
c     Standardimpfung für Mädchen im Alter von 9 – 13 bzw. 9 – 14 Jahren (je nach verwendetem Impfstoff) mit 2 Dosen im Abstand von 6 Monaten, bei Nachholimpfung und Vervollständigung der Impfserie im Alter > 13 bzw. > 14 Jahren oder bei einem Impfabstand von < 6 Monaten zwischen 1. und 2. Dosis ist eine 3. Dosis erforderlich (Fachinformation beachten).
d     Td-Auffrischimpfung alle 10 Jahre. Die nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap- bzw. bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung.
e     Einmalige Impfung für alle nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, mit einem MMR-Impfstoff
f     Einmalige Impfung mit Polysaccharid-Impfstoff

Standardimpfungen – vorbeugende Maßnahmen gegen folgende Infektionskrankheiten

Der Impfkalender der Ständigen Impfkommission empfiehlt aktuell Impfungen gegen 15 Infektionskrankheiten – die wir hier in einem kurzen „Steckbrief“ erläutern:

1. Tetanus
Tetanus, der „Wundstarrkrampf“, befällt muskelsteuernde Nervenzellen und verläuft häufig tödlich.  Auslöser ist das Bakterium Clostridium tetani, dessen resistente Sporen nahezu überall zu finden sind – zum Beispiel auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Das Bakterium sondert Tetanospasmin ab, das die Muskelkrämpfe verursacht.

2. Diphtherie
Die Diphtherie ist eine Infektion der oberen Atemwege. Die Erreger der ansteckenden Infektionskrankheit erzeugen Diphtherietoxin, das zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Spätfolgen führen kann. Im Gegensatz zu Pocken ist Diphterie noch nicht ausgerottet. Bei sinkenden Durchimpfungsraten nehmen die Erkrankungszahlen zu. So traten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Russland 48.000 Fälle auf. 

3. Pertussis (Keuchhusten)
Besser bekannt als Keuchhusten oder Stickhusten ist Pertussis eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Sie beginnt mit erkältungsartigem Husten. In einem späteren Stadium kommt es zu anfallsartigen, typischen, stakkatoartigen Hustenattacken. Bei Säuglingen können lebensbedrohliche Atemstillstände auftreten. Bis zur Gesundung dauert es mehrere Wochen.

4. Hib H. influenzae Typ b
Hib wird von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion verbreitet und ist eine der schwersten bakteriellen Infektionen, die in den ersten fünf Lebensjahren auftreten können. Nach der Infektion der Schleimhäute der oberen Atemwege können fieberhafte Infektionen des Nasenrachenraums mit Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- und Lungenentzündung auftreten. Bei Komplikationen sind Hirnhautentzündungen oder Entzündungen des Kehldeckels möglich. Auch bei rechtzeitiger Behandlung mit Antibiotika beträgt die Todesrate noch mehr als fünf Prozent. Nach einer Hirnhautentzündung sind dauerhafte Schäden des Nervensystems möglich.

5. Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Die „Kinderlähmung“ ist eine Viruserkrankung, die das Rückenmark befällt und zu bleibenden Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führen kann. Die Krankheit tritt überwiegend bei Kindern im Alter zwischen drei und acht Jahren, gelegentlich aber auch im Erwachsenenalter auf. Polio gilt in Deutschland offiziell als ausgerottet. Angesichts der Ausbrüche in mehreren Ländern wie Kamerun, Pakistan, Äquatorialguinea, Afghanistan und Irak fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierte Maßnahmen, um ein weltweites Wiederaufleben dieser Erkrankung zu verhindern.

6. Hepatitis B
Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber, die häufig akut (90 %), gelegentlich auch chronisch verläuft. Das Virus (HBV) ist bei etwa 350 Millionen Menschen im Blut nachweisbar und dauerhaft als Infektionsquelle präsent. HBV wird durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, bei kleinen Kindern durch Kratzen oder Beißen, intravenösem Drogenkonsum, Tätowierung und Piercing. Zwei Drittel aller Infektionen verlaufen unbemerkt und ohne die Symptome Gelbfärbung der Haut, dunkler Urin, Gliederschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

7. Pneumokokken
Pneumokokken sind Bakterien, die eine Vielzahl von Krankheiten hervorrufen und für Säuglinge, Kleinkinder, ältere und geschwächte Menschen gefährlich werden können. In Deutschland fallen jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen einer Lungenentzündung durch Pneumokokken zum Opfer. Diese beginnt typischerweise nach vorausgegangenem Infekt der oberen Atemwege. Säuglinge zeigen neben Husten oftmals untypische Symptome wie Trinkschwäche oder Schnupfen. Kleinkinder leiden unter Husten, schnellem Puls, sind blass und haben Fieber.

8. Rotaviren
Rotaviren sind hoch ansteckend und eine der häufigsten Ursachen für schwere Durchfallerkrankungen bei Kindern. Der Schutz gegen die Erreger entwickelt sich erst während der ersten Lebensjahre, hält jedoch nicht lebenslang an. Symptome sind wässriger Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Eine Magen-Darm-Erkrankung, die durch Rotaviren verursacht wird, verläuft bei Säuglingen und Kleinkindern häufig schwerer. Eine lebensbedrohliche Gefahr besteht dann durch den hohen Verlust von Körperflüssigkeit, sofern dieser nicht ausgeglichen werden kann.

9. Meningokokken C
Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion beim Anhusten, Niesen oder Küssen übertragen. Bei einem zum Beispiel durch andere Infektionen geschwächten Immunsystem vermehren sich die Bakterien, die Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen auslösen können. Die Meningitis beginnt mit starkem Krankheitsgefühl wie Abgeschlagenheit, hohem Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost, Gelenk- und Muskelschmerzen, Krämpfen oder Bewusstseinsstörungen. Da trotz Behandlung schwerwiegende Komplikationen, Spätfolgen und Todesfälle auftreten können, wird die vorbeugende Schutzimpfung für gefährdete Personen dringend empfohlen.

10. Masern
Die Masern sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Masernvirus hervorgerufen wird und vor allem Kinder betrifft. Typisch sind rote Hautflecken, Fieber und ein erheblich geschwächter Allgemeinzustand. Durch Impfungen konnte die Zahl der Erkrankungen in der Vergangenheit stark reduziert werden – zwischen Oktober 2014 und April 2015 kam es in Berlin jedoch zu mehr als 1000 Erkrankungen. Bei etwa 20–30 % der Fälle treten zusätzliche Komplikationen auf, am häufigsten Durchfall, Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen. Das Robert-Koch-Institut geht von einer Sterblichkeit von 1:1000 aus. 

11. Mumps
Mumps oder Rubula, bekannt auch als Ziegenpeter oder Tölpel, ist eine ansteckende Virusinfektion, die Speicheldrüsen und andere Organe befällt. Durch die Schwellung bilden sich die typischen Hamsterbacken. Häufig sind auch die Lymphknoten im Hals geschwollen. Als klassische Kinderkrankheit hinterlässt sie in der Regel eine lebenslange Immunität. Für Kinder ist Mumps in der Regel harmlos, bei Jugendlichen und Erwachsenen können zum Teil jedoch schwere Komplikationen wie Hirnhautentzündung und bei Jungen eine Hodenentzündung auftreten.

12. Röteln
Die Röteln sind eine hoch ansteckende Virusinfektion. Wie Mumps hinterlassen sie eine lebenslange Immunität und zählen zu den Kinderkrankheiten. Neben den typischen roten Hautflecken können Röteln auch Fieber und Lymphknotenschwellungen hervorrufen. Bei etwa der Hälfte der Infektionen treten überhaupt keine Symptome auf. Gefürchtet ist die Rötelninfektion jedoch während der Schwangerschaft, weil sie zu schweren Komplikationen mit ausgeprägten Fehlbildungen des Kindes und zu Fehlgeburten führen kann. 

14. Influenza
Die Virusgrippe Influenza wird als „echte“ Grippe bezeichnet. Aufgrund des alltagssprachlichen Gebrauchs wird sie häufig mit dem deutlich harmloseren grippalen Infekten verwechselt. Charakteristisch für die „echte“ Grippe ist der oft sehr plötzliche Beginn der Erkrankung, die unter anderem mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl im ganzen Körper, hohem Fieber bis 40 Grad Celsius, Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Das Gefährliche an der Influenza sind oftmals nicht die Viren selbst, sondern bakterielle Sekundärinfektionen, die auf eine Grippeerkrankung folgen können.

15. HPV (Humane Papillomviren)
Es sind mittlerweile über 100 verschiedene Typen von Humanen Papillomviren (HPV) bekannt, die auf Haut und Schleimhäuten ein unkontrolliertes tumorartiges Wachstum hervorrufen können. Zumeist sind diese Tumoren gutartig und führen zur Warzenbildung an der betroffenen Haut- oder Schleimhautstelle. Einige HPV-Typen sind jedoch für bösartige Veränderungen verantwortlich, insbesondere den Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) bei Frauen. 

(Quelle des Impfkalenders: verändert nach: Impfkalender, Epidemologisches Bulletin Nr. 34, Robert-Koch-Institut, EIgenverlag durch RKI; Stand: August 2014)

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE