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Implantierte Lebensretter



Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren greifen im Notfall ein.
Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren greifen im Notfall ein.

Neben Herzschrittmachern werden auch Defibrillatoren implantiert. Bisher war eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung des Brustkorbs bei Patienten und Patientinnen mit Defibrillator nicht möglich, doch die Berliner Charité schafft nun Abhilfe.

In erster Linie besteht die Aufgabe eines Herzschrittmachers darin, durch elektrische Impulse den zu schwachen Herzmuskel zu stimulieren, so dass dieser sich richtig zusammenzieht, um Blut durch den Körper zu schicken. 1958 wurde einem Menschen zum ersten Mal ein Herzschrittmacher implantiert. Die Batterien dieser Geräte hatten jedoch nur eine kurze Laufzeit und mussten mit Hilfe von Kabeln, die aus dem Körper traten, wieder aufgeladen werden.

Deshalb setzte man in den siebziger Jahren weltweit langlebigere Herzschrittmacher ein, deren Batterien jedoch mit Plutionium betrieben wurden. Mittlerweile werden zum Glück Lithium-Iod-Batterien verwendet und die durschnittliche Funktionsdauer eines Herzschrittmachers liegt bei etwa acht Jahren. Der Austausch kann dann im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs vorgenommen werden.

Moderne Herzschrittmacher erfüllen neben der Herzmuskelstimulation auch noch andere Funktionen. Sie zeichnen den Herzrhythmus auf und greifen auch bei anderen Herzproblemen ein, beugen zum Beispiel dem Kammerflimmern vor.

Ein implantierter Defibrillator

Ein Herzschrittmacher kann bei akuten lebensbedrohlichen Herzrhytmusstörungen wie Kammerflattern oder Kammerflimmern jedoch nicht eingreifen. Das gelingt nur einem Kardioverter-Defibrillator, der ebenfalls implantiert wird und mehr Funktionen als ein Herzschrittmacher hat. 

Dieses Gerät erkennt Herzrhythmusstörungen und behandelt sie automatisch mit Defibrillation - dann gibt  es einen kurzen, lebensrettenden Elektroschock ab. Rund 250.000 Menschen sind in Deutschland von Herzrhythmusstörungen betroffen und die Zahl erhöht sich jährlich um 50.000. 

MRT-Untersuchung

Der implantierte Defibrillator hat jedoch einen Nachteil: Er macht eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung des Brustkorbs unmöglich, weil das Magnetfeld des MRT Funktion und Position der bislang zugelassenen Defibbrillatoren beeinflussen kann. Kardiologen der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt jedoch den erste Gerät implantiert, das für MRT-Aufnahmen des ganzen Körpers zugelassen ist. 

Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp, Kommissarischer Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum hat die Operation gemeinsam mit dem Privatdozent Dr. Florian Blaschke durchgeführt. Er bezeichnet den neuen Defibrillator als großen Fortschritt für jene, die neben Herzrhytmusstörhungen auch Erkrankungen - zum Beispiel an der Wirbelsäule - haben, für die ein MRT unbedingt notwendig ist. 

Darüber hinaus verfügt der neue Defibrillator über einem besondern Rechen-Algorithmus, der viel besser erkennen kann, ob es sich im Notfall um eine lebensbedrohliche oder nicht so gefährliche Herzrhythmusstörung handelt. Dies hilft, unbegründete elektrische Impulse zu reduzieren.

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