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Geburtshaus oder doch lieber statt Kreißsaal?



Auch Geburtshäuser sind mittlerweile sehr gefragt
Auch Geburtshäuser sind mittlerweile sehr gefragt

Immer mehr Schwangere bekommen ihr Kind in einem Geburtshaus. Einige freiwillig, andere notgedrungen. Was sind die Unterschiede zwischen Kreißsaal und Geburtshaus?

Kostendruck und Personalmangel zwingen immer mehr Kliniken, ihre Kreißsäle zu schließen. Das führt entweder dazu, dass die werdenden Mütter lange Anfahrtswege zum nächstgelegenen Krankenhaus in Kauf nehmen müssen, oder sie entscheiden sich für eine Hausgeburt. Stimmt so nicht ganz: Eltern in spe können auch auf ein Geburtshaus zurückgreifen. Dabei handelt es sich um eine außerklinische Einrichtung, die von Hebammen betrieben wird.


Intensive Betreuung im Geburtshaus

"Der größte Unterschied zum Krankenhaus ist der Betreuungsbogen”, wie Isabelle Rosa-Bian vom Netzwerk der Geburtshäuser erklärt. Die Schwangeren werden dort von Beginn der Schwangerschaft an von ein oder zwei Hebammen versorgt. Anders als in vielen Kliniken können die Mütter so sicher sein, dass eine dieser Kolleginnen bei der Geburt dabei sein wird, betont Rosa-Bian. Gerade wenn es sich bei der Vor- und Nachsorge nicht um eine so genannte Beleghebamme handelt. Ein weiterer wichtiger Unterschied zum Kreißsaal ist jedoch auch, dass im Geburtshaus kein Arzt anwesend sein wird. Es wird ausschließlich ambulant unter der Leitung von Geburtshelfern entbunden. Einige Stunden nach der Geburt kann die Familie wieder nach Hause, wo Mutter und Kind von einer Nachsorgehebamme betreut werden.
 


Entbindung im Geburtshaus nicht für jede Schwangere geeignet

Da kein Mediziner vor Ort anwesend ist, kommen womöglich Bedenken bezüglich der Sicherheit auf. Verläuft die Geburt problemlos, ist die Entbindung qualitativ nicht schlechter als im Kreißsaal. Das hat eine Studie des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und verschiedener Hebammenverbände von 2011 ergeben.

Sollten Komplikationen auftreten, müssen Mutter und Neugeborenes jedoch in eine Klinik gebracht werden. Um dies von vornherein zu verhindern, gibt es so genannte Ausschlusskriterien, die mit dem GKV-Spitzenverband geregelt sind: Erkrankungen der Mutter wie HIV oder Diabetes, Thrombose oder eine Fehllage der Plazenta sprechen beispielsweise gegen eine Geburt außerhalb der Klinik.

Rechtzeitig für ein Geburtshaus entscheiden

Diesbezüglich gibt es kaum Unterschiede zwischen Geburtshaus und Krankenhaus: “Auch bei uns gibt es mittlerweile Wartelisten”, so Rosa-Bian, die den Personalmangel beklagt. Insgesamt gibt es auch viel weniger Geburtshäuser als Kliniken. Daher ist auch hier Schnelligkeit ratsam. Das beziehe sich nicht nur auf die Entbindung, sondern auch auf die frühzeitige Betreuung während der gesamten Schwangerschaft etwa durch Kurse.

Mit zusätzlichen Kosten müssen werdende Eltern im Geburtshaus nicht rechnen. Wie auch im Kreißsaal wird die sogenannte Betriebskostenpauschale für alle Aufwendungen rund um die Geburt von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Privatversicherte sollten sich zuvor an ihre Versicherung wenden. Manche Krankenkassen übernehmen eine Pauschale bei der Hebammenrufbereitschaft.

Fazit: Ist ein Geburtshaus die richtige Wahl für mich?

Für Schwangere, die in der Klinik keinen Platz mehr bekommen, kann das Geburtshaus eine willkommene Alternative sein. Das gilt insbesondere für bereits erfahrene Mütter ohne Risikoschwangerschaft. Für unsichere Frauen ist die Anwesenheit einer Ärztin oder eines Arztes beruhigender. “Wir sprechen eine andere Klientel an, es geht vor allem um Eigenverantwortlichkeit”, meint auch Rosa-Bian.

(at, dpa/tmn)

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