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Internationaler Anti-Diät-Tag



Für Vielfalt nicht nur beim Essen und beim Kochen
Für Vielfalt nicht nur beim Essen und beim Kochen

Ziel dieses Aktionstages ist es unter anderem, über die Gesundheitsgefahren von Diäten aufzuklären und Schönheitsideale kritisch zu hinterfragen.

Der International No Diet Day wurde1992 von der Britin Mary Evans Young initiiert. Sie hat es sich nach einer überwundenen Magersucht-Erkrankung zur Aufgabe gemacht, andere Menschen darin zu bestärken, sich so zu mögen und anzunehmen, wie sie sind. Auslöser für den Aktionstag waren für Young außerdem zwei Fernsehberichte. Einer zeigte Frauen, die sich bereits mehrfach am Magen operieren ließen, um abzunehmen. Der andere Bericht erzählte von einem 15-jährigen Mädchen, das Selbstmord begangen hatte, weil es sich zu dick fand.

Dass es sich hierbei nicht um ausschließlich britische Phänomene handelt, verdeutlicht die seither stetig wachsende Zahl der weltweiten Aktionsbündnisse und -gruppen, die ein Bewusstsein dafür schaffen wollen, dass es nicht die eine richtige Körperform gibt.

Immer mehr machen Diäten

Die Lage hat sich seit 1992 nicht gebessert. Im Gegenteil: In Deutschland haben mittlerweile bereits die Hälfte aller "normalgewichtigen" jungen Mädchen und ein Viertel aller Jungen mit durchschnittlichem Gewicht eine verzerrte Selbstwahrnehmung. Sie fühlen sich zu dick und viele von Ihnen - vor allem die Mädchen - machen sogar schon Diäten. 

Dass die perfekten Darstellungen von Idolen und Models auf Werbeplakaten und in Magazinen Ergebnisse aufwändiger Bildbearbeitung sind, wissen zwar die meisten. Dies ändert jedoch nichts daran, dass unser Unterbewusstsein jene Bilder speichert. Sie beeinflussen massiv, was wir schön finden. Und weil mittlerweile alle Menschen Fotos von sich im Internet veröffentlichen können, die zum Teil mit Hilfe von Filtern und anderen Bearbeitungsmöglichkeiten ebenfalls eine verzerrte Realität zeigen, gibt es von der beeinflussenden Bilderflut kaum noch ein Entkommen. Wie wir aussehen scheint immer wichtiger zu werden.

Darüber hinaus entstehen immer neue, irreale Schönheitstrends, wie zum Beispiel die Oberschenkel-Lücke. Diese soll auch dann zu sehen sein, wenn Frauen mit geschlossenen Beinen dastehen und es gibt Webseiten, auf denen nur Fotos von solchen Oberschenkeln zusammengetragen werde. Hinzu kommt, dass überall immer wieder kommuniziert wird, wie toll und wichtig es ist, schlank zu sein. Inzwischen glauben 80 Prozent aller Jugendlichen, dass man es leichter im Leben hat, wenn man dünn ist. 

Modelcasting-Shows im Fernsehen befeuern diese Haltung. Hier regt sich mittlerweile Unmut und die Kritik an solchen Sendungen wächst. Erst neulich gab es eine erfolgreiche Online-Petition, die sich für Aufklärung über Magersucht und Essstörungen gerade in diesem Rahmen einsetzte. Der Sender hat danach auf eine Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verlinkt, die sich ausschließlich mit dem Thema Essstörungen beschäfigt

Vielfalt statt Diät

"Statt des derzeit starren und mächtigen Schönheits- und Schlankheitsideals setzen wir uns für mehr individuelle Freiheiten und Vielfalt von Körpern und Erscheinungsbildern in Medien und Gesellschaft ein" steht auf der Facebook-Seite der Initiative AnyBody Deutschland, die 2012 gegründet wurde und seither Aufklärungsarbeit leistet. Denn um tatsächlich eine Veränderung zu bewirken, ist es ist wichtig, dass in den Medien und in der Werbung gleichermaßen auch andere Körper gezeigt werden, als nur jene dünnen, makellosen, perfekten, die es in der Realität so gut wie gar nicht gibt.

Gleichzeitig müssen bereits Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden, so dass sie sich nicht minderwertig fühlen, weil sie den unrealistischen Schönheitsidealen nicht entsprechen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auch die Eltern für das Thema zu sensibilisieren. Das ist oft schwierig, weil sie selbst unter dem Einfluss von einseitiger Körperdarstellung aufgwachsen sind und diese Haltung - meist unbewusst - an ihre Kinder weitergeben.

 

 

Diäten sind meist einseitige Ernährung

Die meisten Diäten sind ungesund und schaden dem Körper. Es ist ein Irrtum, dass Menschen, die ständig dabei sind abzunehmen, ihrem Körper etwas Gutes tun. Eine Diät ist immer eine Belastung für den Körper und viele von den Menschen, die abhnehmen wollen, ernähren sich in dieser Zeit auch noch besonders einseitig. Sie halten sich an obskure Vorgaben oder nehmen nur noch teure Diät-Shakes zu sich. Manche kaufen sich auch vermeintliche Wundermittel im Internet, die im besten Fall gar nichts bewirken, oft aber gefährliche Nebenwirkungen haben.

Mangelerscheinungen sind bei vielen Diäten die Folge und kurz darauf nehmen die meisten Menschen ohnehin sofort wieder zu und wiegen mehr als zuvor. Dicke, die sich ausgewogen und mit Freude ernähren, leben zum Beispiel weitaus gesünder. Trotzdem sind sie es, die in der Öffentlichkeit diskriminiert werden, weil sie nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen.

Es genügt also nicht, heute einfach nur mal das Abnehmen sein zu lassen oder die Waage für immer zu verbannen. Es ist viel wichtiger ein generelles Bewusstsein dafür zu schaffen, warum so viele Menschen glauben, nur dünn seien sie selbst und andere Menschen liebenswert. Und etwas daran zu ändern.

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