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Ja zur Muttermilch: Stillen macht schlau!



Gestillte Kinder erbrachten in Tests bessere kognitive Leistungen.
Gestillte Kinder erbrachten in Tests bessere kognitive Leistungen.

Kinder sollten so lange wie möglich – mindestens bis zum 6. Lebensmonat – Muttermilch bekommen. Studien haben die Vorteile für den IQ und späteres Berufsleben auf den Punkt gebracht.

Wie lange sollte ich stillen und muss ich das überhaupt?

Diese Frage sollten sich Mütter schon lange nicht mehr stellen, da die Vorteile des Stillens eindeutig erwiesen sind: Es sind nicht nur die gehaltvollen Inhaltsstoffen der Muttermilch wie Eiweiß, Enzyme und Vitamine, die das Neugeborene dringend zur Ernährung und für die körperliche und geistige Entwicklung benötigt. Auch der Prozess des Stillens ist wichtig für die Mutter-Kind-Bindung und die psychische Entwicklung.

Leider werden in Deutschland nach der Geburt nur 82 Prozent aller Kinder gestillt. Bereits wenige Tage oder Wochen später wechseln die meisten Mütter zu Ersatznahrung. Ein fataler Fehler, denn Forscher haben nun herausgefunden, dass Muttermilch einen starken Einfluss auf die Intelligenz des Kindes hat. Wie das Robert Koch-Institut mitteilt, werden Kinder von Müttern mit niedriger Bildung im Alter von 6 Monaten nur zu 33 Prozent gestillt – bei hoher Bildung sind es 65 Prozent.

Gestillte Kinder sind intelligenter

Das medizinische Fachjournal Lancet Global Health veröffentlichte kürzlich eine brasilianische Studie einer Gruppe von fast 6.000 Kindern, die 1982 an fünf verschiedenen Frauenkliniken geboren wurden: Kinder, die über 12 Monate oder länger gestillt worden waren, hatten im Alter von 30 Jahren einen um 3,76 Punkte höheren Intelligenzquotienten. Sie hatten 0,91 mehr Jahre an schulischer Bildung genossen und ihr Monatseinkommen war umgerechnet 98,5 Euro höher. Auch die WHO unterstützt die Ergebnisse und schätzt laut eigener Gutachten, dass gestillte Kinder später einen um 3,5 Punkte höheren IQ haben.

Was macht die Muttermilch so wichtig für die Intelligenz?

Eine rasche Myelinisierung kann nur Muttermilch gewährleisten.Die Wissenschaftler/innen gehen davon aus, dass die natürliche Säuglingsnahrung genau jene Substanzen enthält, die für die bestmögliche Entwicklung des kindlichen Hirns im ersten Lebensjahr benötigt werden.

Genau in dieser Zeit bilden sich nämlich die Myelinscheiden aus und womöglich bietet Muttermilch die ideale Nahrung

Myelinscheiden im Hirn bestehen aus Gliazellen, die wichtig sind für die Isolation und Erregungsleitung der Nervenzellen.

Zudem spielen sie eine wichtige Rolle bei der Informationsverarbeitung, beim Lernen sowie bei höheren Denkprozessen.

Stillen beschleunigt den Aufbau von Myelinscheiden

Bereits ältere Untersuchungen (z. b. in NeuroImage) innerhalb der letzten 3 Jahre zeigten, dass bei Kindern, die in den ersten drei Monaten gestillt wurden, die Entwicklung der Myelinscheiden um bis zu 30 Prozent schneller voranging. Dies könnte eine Erklärung für die höhere Intelligenz und der damit verbundenen besseren Ausbildung sowie besser bezahltem Beruf sein.

Alle Studien weisen jedoch darauf hin, dass die gestillten Kinder oftmals auch auf anderen Gebieten Vorteile hatten. So wissen stillende Mütter oftmals um die Vorteile und gehören zu den gebildeteren Schichten. Ein höherer IQ könnte daher auch auf einer besseren Erziehung, Zugang zu Bildungsmöglichkeiten sowie vererbter Intelligenz beruhen.

Freuen Sie sich auf den 2. Teil der Serie: Stillen schützt vor Krankheiten von  A bis Z

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