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Ja zur Muttermilch: Stillen schützt vor Krankheiten von A bis Z



Muttermilch beschützt die Kleinsten bis ins Erwachsenenalter vor Krankheiten.
Muttermilch beschützt die Kleinsten bis ins Erwachsenenalter vor Krankheiten.

Deutschlands Mütter stillen zu wenig. Dabei ist das die beste Nahrung und Prävention. Studien haben erwiesen, dass gestillte Kinder später weniger unter Allergien, Asthma, Herzerkrankungen etc. leiden.

Etwa 24 bis 48 Stunden nach der Geburt wird vermehrt Muttermilch gebildet. Wie lange eine Mutter ihr Kind ausschließlich stillen sollte ohne Beikostzugabe, bewegt sich laut Empfehlungen zwischen fünf und sieben Monaten. Die WHO hält sechs Monate für optimal, die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) spricht sich für vier Monate ausschließlichem Stillen aus. Danach sollte zugefüttert werden, jedoch kann so lange weitergestillt werden, wie Mutter und Kind es wollen.

Das ist drin in der Muttermilch

Muttermilch enthält alles, was das Kind in den ersten Lebensmonaten benötigt, um sich körperlich und geistig gesund zu entwickeln. Dazu gehören Eiweiß, Kohlenhydrate, die Vitamine A, B, C, D, E, K, Calcium sowie Fettsäuren. Erst kürzlich wurden zudem Studien veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen Muttermilch und Intelligenzausprägung des Kindes festgestellt haben.

Hingegen schon länger bekannt ist die Schutzfunktion der Muttermilch vor Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Allergien etc. Verantwortlich dafür sind die Immunglobuline IgA und IgG (Antikörper), die bei der Abwehr von freien Radikalen und Krankheitserregern helfen. Ebenso sind spezielle Enzyme in der Muttermilch enthalten, die die Abwehr fördern und helfen, ein gesundes Verdauungssystem aufzubauen. Bereits in den ersten Lebensmonaten sind Entzündungen und Infektionen des Darms, der Harn- und Atemwege sowie in den Ohren seltener als bei Flaschenkindern.

Stillen schützt vor Allergien und ADHS

Muttermilch kann noch mehr, als das Baby vor Erregern und Infekten zu schützen. Ihre langfristige Wirkung zur Vermeidung vor schweren Krankheiten ist phänomenal:

Ein gesunder Darm ist das A und O für Gesundheit.Im Jahr 2014 untersuchten amerikanische Forscher das Immunsystem von Affenbabys, die während der ersten sechs Monate entweder mit Muttermilch oder Ersatznahrung gefüttert wurden. Es bildeten sich zwei unterschiedliche Arten von Immunsystemen heraus, die so bestehen blieben, auch nachdem die eine Gruppe abgestillt wurde und die gleiche Nahrung erhielt wie die anderen. Die Forscher führen den Effekt auf die unterschiedlich entwickelte Darmflora zurück.

Die in der Milch enthaltenen Immunfaktoren unterstützen die Ausreifung der Darmschleimhaut. Eine gesunde Darmflora ist äußerst wichtig für ein funktionierendes Immunsystem. Ein fehlerhafte Darmwand oder nicht genügend Verdauungsenzyme begünstigen die Entstehung von Allergien, Asthma, ADHS und Autismus.

Stillen beugt späterem Herzinfarkt und Schlaganfall vor

Andere Studien wiederum ergaben, dass Stillbabys als Erwachsene gesündere Herzen haben als nichtgestillte Menschen, da sie weniger an Erkrankungen des metabolischen Syndroms leiden. Somit haben sie weniger mit erhöhten Cholesterinwerten, Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes und Bluthochdruck zu kämpfen.

Muttermilch ist zum Stillen da

Trotz aller Vorteile der Muttermilch für das Neugeborene ist in Deutschland leider zu verzeichnen, dass zwar über neunzig Prozent aller Mütter direkt nach der Geburt stillen, jedoch bereits nach wenigen Wochen (3-8) zufüttern oder komplett auf Ersatznahrung umsteigen.  Nur ca. 22 Prozent stillen volle 6 Monate.

Damit befindet sich Deutschland im europäischen Vergleich im mittleren Bereich. Die skandinavischen Länder stillen am längsten. Da Großbritannien mit Irland das niedrigste Stillverhalten aufweist, wurden die britischen Mütter vor zwei Jahren mit Gutscheinen im Wert von rund 140 Euro zum Stillen ermuntert, die sie nach sechs vollen Stillwochen erhielten. In diesen Ländern, wo Stillen nicht mehr zur kulturellen Norm gehört, muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. 

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