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Kater ohne Katzenjammer



Kater ohne Katzenjammer
Den Kater bekämpfen!

Der Sommer steht vor der Tür und die Biergarten-, Open-Air- und Volksfest-Saison hat begonnen. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein oder zwei Getränke am Abend zuvor, den nächsten Tag mit einem ausgewachsenen Kater beginnen lassen. Das sicherste Mittel dagegen ist die Abstinenz – aber auch durch ein bewussteres Trinkverhalten lässt sich der Brummschädel verhindern, erklären Endokrinologen.

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Wer kennt die typischen Symptome einer leichten Alkoholvergiftung nicht? Auch wenn einige Menschen durch leichtes Kopfweh geplagt sind, wogegen andere den ganzen Tag zwischen Bett und Toilette pendeln. Ein ausgewachsener Kater kann uns sogar bis zu drei Tage lang plagen.

Alkohol entzieht dem Körper sehr viel Wasser und damit auch wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Kalium und Natrium. Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sind die Folge. Körpereigene Eiweiße im Gehirn denaturieren durch den Stoff Acetaldehyd. Das Zellgift entsteht beim Abbau des in Alkohol enthaltenen Stoffes Ethanol und ist ebenso für das Unwohlsein verantwortlich. Es kann auch zu einer Magenschleimhautentzündung kommen, die zu Erbrechen führen kann. Da ist ein Katzenjammer natürlich vorprogrammiert.

Katerprävention

Auf keinen Fall auf nüchternen Magen trinken, da so der Alkohol schneller von Magen- und Darmschleimhaut resorbiert wird. Oberstes Gebot vor der Party lautet also: Eine deftige und fettige Mahlzeit. Am gesündesten sind Eier in Verbindung mit gutem Öl und fettem Fisch. Fett bindet den Alkohol und er wird langsamer in den Blutkreislauf aufgenommen. So steigt er nicht so schnell in den Kopf. Ideal ist es auch während des Trinkens noch salziges Knabberzeug zu sich zu nehmen, wie Chips, Salzstangen oder Erdnüsse. Von Süßigkeiten ist jedoch abzuraten, da Zucker die Wirkung des Alkohols noch verstärkt.

Verzicht auf Fusel

Die Wahl des Getränks kann tatsächlich entscheidend sein. So enthalten billiger Whiskey, dunkler Rum, Cognac, Fruchtliköre und Rotwein nicht nur Ethanol sondern auch die Begleitalkohole Methanol und Isobutanol. Sie und deren Abbauprodukt Formaldehyd ist giftig und verstärkt die Beschwerden erheblich. Auch die Kombination von Alkohol und Zucker, wie in Bowle oder Alkopops, sind ungünstig: Der Abbau von Acetaldehyd wird gehemmt und der Kater dauert noch länger. Empfehlenswert ist der mäßige Genuss von gutem Wodka, da er keine giftigen Fuselstoffe enthält.

Tausche Zigarette gegen Wasser

Wasser trinken bringt sehr viel!Oftmals wirkt ein leichter Rausch sehr förderlich für das Bedürfnis nach einer Zigarette. Nikotin senkt jedoch den Alkoholspiegel im Blut und verleitet so zum erhöhten Konsum des Lieblingsdrinks. Besser die Zigarette stecken lassen und dafür ein Gläschen Wasser trinken. Auf ein Glas Alkohol sollten im Idealfall zwei Gläser Wasser folgen. Das gilt insbesondere für schlanke Menschen und Frauen, die nicht viel vertragen. Letztere haben zudem weniger Muskelgewebe als Männer. Dadurch wird weniger Alkohol verbrannt und der Abbau dauert länger.

Den Hang-over schlafen legen

Genügend Schlaf bringt auf jeden Fall einen Vorteil bei der Katerbekämpfung. Am besten den Schlafraum gut durchlüften oder bei offenem Fenster nächtigen Für Kopfschmerzpatienten empfiehlt sich eine Kopfschmerztablette vor dem Zubettgehen. Jedoch enthält Aspirin Acetylsalicylsäure, die eine empfindliche Magenschleimhaut reizt. Auch von Paracetamol sollten die Katergeplagten die Finger lassen, da es die Leber zusätzlich belastet. Ibuprofen könnte eine Alternative sein. Auf alle Fälle ein großes Glas Wasser trinken, gerne auch mit einer Magnesiumbrausetablette, bevor die Lichter ausgehen.

Frühstücke wie ein König!

Das Ungünstigste wäre es jetzt, dem geschwächten Körper noch einen drauf zu setzen. Also Finger weg vom Konterbier. Dem Körper fehlen nach einen durchzechten Abend sämtliche Mineralstoffe und vor allem Flüssigkeit: Wir reagieren mit dem typischen Nachdurst. Es gilt also viel zu trinken, am besten isotonische Getränke wie Apfelschorle und Tomatensaft. Magenschonend sind Tee und Mineralwasser ohne Kohlensäure. Vorsicht mit Kaffee, das Koffein macht zwar kurzfristig wach, kann aber auch Probleme mit Kreislauf und Magenschleimhaut mit sich bringen.

Insofern es das Wohlbefinden zulässt, darf beim Essen ordentlich zugelangt werden: Frisches Obst und Gemüse liefern Vitamine und Mineralstoffe und unterstützt die Leber beim Alkoholabbau. Besonders Bananen und Kiwis liefern viel wichtiges Kalium. Dazu leckeres Rührei und energiereiches Vollkornbrot. Die in den Eiern enthaltene Aminosäure Zystein hilft dem Körper die giftigen Sauerstoff-Radikale zu binden, die beim Abbau des Alkohols entstehen. Auch der Klassiker Rollmops sollte beim Katerfrühstück nicht fehlen, da er den Salzverlust ausgleicht und zu noch mehr Flüssigkeitsaufnahme anregt.

Regeneration an der frischen Luft

Sollte es dem Geplagten sehr schlecht gehen, kann im Notfall ein Medikament gegen Übelkeit sinnvoll sein, zum Beispiel Vomacur und jede Menge Schlaf. Kopfschmerzen ohne magenreizende Arzneien können sanft mit Pfefferminzöl behandelt werden. Ein paar Tropfen auf die Stirn und Schläfen massieren und für eine Viertelstunde bei geschlossenen Augen wirken lassen. Dadurch wird die Kopfhaut besser durchblutet. Der Flüssigkeitsverlust hat das Blut dicker werden lassen, somit konnte die Hirnhaut nicht ausreichend durchblutet werden: ein möglicher Auslöser von Kopfschmerzen.

Danach gelten jedoch keine Ausreden mehr: Ab unter die Dusche, am besten mit heiß-kalten Wechselduschen. Das bringt den Kreislauf in Schwung. Leichte Bewegung ist ideal, etwa bei einem leichten Spaziergang. Das Blut zirkuliert besser, der Stoffwechsel wird angeregt und somit auch der Abbau von Alkohol. Sport sollte jedoch zunächst vermieden werden, da durch das Schwitzen noch mehr Wasser und Mineralstoffe ausgeschwemmt werden. Sauna ist demnach auch tabu!

Wundermittel oder Placebo?

Im Internet kursieren so einige rezeptfreie Präparate, die angeblich einen ausgewachsenen Kater verhindern sollen. Dafür genügt es, eine Brausetablette oder Pille am Abend vor dem Zubettgehen und am Morgen danach einzunehmen und alle Sünden seien ausgebügelt. Alka Seltzer zum Beispiel soll gegen das Bierchen zu viel helfen – besteht jedoch nur aus Aspirin, Zitronensäure und Natron. Andere Mittel, wie Doc Bahama oder Sunrise Drops, werben mit Vitaminen und Mineralstoffen, wie Magnesium und mit Leberdetox-Zusätzen wie Cholin. Ohne Frage: Es kann zwar nicht schaden, dem Körper zusätzliche Mineralien zuzufügen, aber es gibt keine wissenschaftlich fundierte Grundlage für eine tatsächliche Wirkung gegen die leichte Alkoholvergiftung. Witzig als Geschenk oder für den Jungesellenabschied sind einige Produkte jedoch schon: Die kleinen Brausepulverbeutel mit der pinken Aufschrift: Der Katerkiller sind in Apotheken erhältlich.

Studierende im Gesundheitswesen machen es übrigens am pfiffigsten: Sie setzen sich gegenseitig eine Kochsalzinfusion, um so den Elektrolyte- und Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Zeitgleich üben sie es, den Zugang schmerzfrei zu setzen. Dieser Weg ist jedoch nicht unserer – da hilft nur Wasser trinken!

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