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Katzenbisse müssen vom Arzt untersucht werden



Meist landen Frauen mittleren Alters wegen eines Katzenbisses beim Arzt.
Meist landen Frauen mittleren Alters wegen eines Katzenbisses beim Arzt.

Katzenbisse scheinen harmlos, sind aber besonders gefährlich und gehören in ärztliche Behandlung. Andernfalls drohen Infektionen und Blutvergiftungen.

Im Jahr 2013 gab es in Deutschland über 1.600 Angriffe von Hunden auf Angestellte der Deutschen Post, berichtet Dieter Nawrath, Pressesprecher des größten Postunternehmens Europas, der Augsburger Allgemeine Zeitung. Besonders bei Kindern kann ein Angriff durch größere Hunde zu ernsthaften Verletzungen führen.

Ein Katzenbiss ist deutlich seltener und weniger schmerzhaft, birgt aber trotz seiner harmlosen Anmutung ernste Gefahren von innen heraus.

Katzen beißen tief

Wenn Katzen in Panik geraten oder große Schmerzen haben, beißen sie mit einer gewaltigen Kraft von bis zu einer Tonne pro Quadratzentimeter zu. Die kleinen, spitzen Zähne dringen dabei durch die Haut bis tief in das Fleisch. Zwar sind die Wunden nur kleinflächig, bluten kaum und schließen sich auch schnell – doch genau darin liegt das Problem.

Jeder zweite Katzenbiss entzündet sich

Besonders oft wird in Frauenhände gebissenUnabhängig von allen Impfungen des Haustiers: das Milieu im Maul einer Katze ist eine Mischung aus verschiedenen Bakterien, wodurch der Katzenbiss zu einer besonders aggressiven Infektion führen kann. Durch den raschen Wundverschluss verbleiben die Keime, wie Staphylokokken, Meningokokken und seltener Capnoycytophaga canimorsus, im Gewebe und vermehren sich dort. Der sich bildende Eiter kann nicht abfließen und verschlimmert die Infektion. Es kann zu Wundbrand, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung kommen.

Am schmerzhaftesten ist es, wenn der Biss Knochen oder Sehnen getroffen hat, wie es oft im Bereich der Hände der Fall ist. Dann dringen die Erreger ins Knochenmark oder in die Gelenkkapseln ein.

Erstversorgung und Arztbesuch bei Verletzungen durch Katzen

Wenn möglich, sollte als Erste-Hilfe die Wunde sofort gereinigt werden. Dazu die Verletzung unter fließendes, lauwarmes Wasser halten und mit einer milden Seife reinigen. Schrubben, Quetschen oder Kratzen verschlimmert die Ausbreitung der Krankheitserreger. Eine alkoholfreie Desinfektion aus Jod oder Salzlauge ist ratsam, falls eine weitere medizinische Versorgung nicht sofort anschließt. Bis dahin sollte ein steriler Verband den Biss schützen.

Egal, ob es sich um einen Katzenbiss oder eine Verletzung durch die Krallen handelt: der Gang zum Arzt ist unerlässlich. Spätestens jedoch, wenn die Wunde sich rötet und anschwillt sowie Fieber und Schmerzen hinzukommen, ist medizinische Hilfe notwendig. Der Arzt oder die Ärztin werden die Wunde zunächst reinigen und Antibiotikum verschreiben. Wenn die Entzündung schon weit vorangeschritten ist, kann auch eine Operation oder stationäre Antibiotikabehandlung unter Beobachtung notwendig sein. Auch eine Auffrischung der Tetanusimpfung kann erfolgen, wenn die letzte Impfung schon eine Weile her ist und eine Gefahr für Tollwut besteht. 

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