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Keine Angst vorm Schulanfang



Der überwiegende Teil aller Kinder freut sich auf die Schule.
Der überwiegende Teil aller Kinder freut sich auf die Schule.

In Kürze fängt die Schule wieder an. Während das für die meisten Kinder ein vertrauter Start nach den großen Sommerferien ist, beginnt für die Erstklässler ein völlig neuer Lebensabschnitt. Mit ein paar Tipps kann der Schulanfang ohne Strapazen für Eltern und Kind gelingen.

Auch wenn sich das Kind im Kindergarten als äußerst selbstbewusst und fröhlich zeigt, kann der Eintritt in den Schulalltag die Karten völlig neu mischen. Dabei kommt es manchmal zu Problemen, die sich durch die gesamte Schulkarriere ziehen.

Schulanfang: Weg zur Selbständigkeit

Der überwiegende Teil aller Kinder freut sich auf die Schule. Sie sind gespannt und stolz darauf, ganz viel zu lernen und dem Erwachsensein ein Stück näher zu kommen. Dabei sollten Eltern jedoch nicht unterschätzen, dass mit Eintritt in den Schulalltag völlig neue Anforderungen und Eindrücke auf das Kind einstürmen.

Auch für die Eltern bedeutet die Schule eine Umstellung: womöglich früher aufstehen, den Schulranzen packen, das Kind zum Frühstücken überreden, Vertrauen auf den Schulbus haben, Hausaufgaben machen usw. Dabei muss stets das richtige Maß an Loslassen können und Einbringen von den Eltern gefunden werden – keine leichte Aufgabe und zudem in der Anfangszeit ein Full-Time-Job.

Himmel und Hölle Schule

Egal, ob sich das Kind auf die Schule freut: keinesfalls sollten Eltern vor Schulbeginn unrealistische Erwartungen an die Schule wecken, da sonst Enttäuschungen vorprogrammiert sind. Auch Drohungen nach der Art „Jetzt geht der Ernst des Lebens los!“ oder sonstige Heraufbeschwörungen sind unangebracht. Sie machen das Kind nur nervös und ängstlich.

Auch unrealistische Forderungen, dass das Schulkind an seinem ersten Tag stillsitzen muss, um einen guten Eindruck bei der Lehrerein zu machen, oder dass es ja schön brav mit den anderen Kindern spielen soll, um gleich Freunde zu finden, haben höchstwahrscheinlich ein total verunsichertes Schulkind zur Folge.

Probleme im ersten Schuljahr

Das Kind fühlt sich nicht wohl in der Schule und beschwert sich über die Lehrkraft? In der ersten Zeit verstehen die Kinder noch nicht, dass sie für sich selbst lernen, sondern sie tun es für den Lehrer oder die Lehrerin. Daher ist es wichtig, dass ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Lehrerenden besteht. Ihre Autorität sollte keinesfalls untergraben werden, sondern das offene Gespräch gesucht werden. Das Kind sollte ermutigt werden, die Lehrkraft keinesfalls als Gegenspielerin zu sehen, sondern vielmehr als Vertrauensperson und sich bei Problemen in der Schule oder mit den anderen Kindern an sie zu wenden.

Ein weiteres typisches Problem zu Beginn der Schulzeit kann das Stillsitzen sein. Nach der lockeren Zeit im Kindergarten müssen die Kleinen nun plötzlich lange Zeit am Stück sitzen, leise sein und sich konzentrieren. Da ist die Hausarbeit der Eltern gefragt: Sie müssen mit den Kinder die Köperhaltung üben. Hausaufgaben auf dem Fußboden inmitten der ganzen Spielsachen oder vorm Fernseher sind tabu. Es kann helfen einen Wecker zu stellen der dann mit jedem Mal immer längere Zeiten bis zum Klingeln hat, in denen das Kind stillsitzen sollte. Oft wird das aber schon im Kindergarten beim Essen geübt.

Mobbing zum Schulanfang?

Unter Ausgrenzung und Hänseleien durch Mitschüler leiden Kinder sehr. In diesem Fall sollten Eltern schnell handeln, denn so etwas gibt sich nicht wieder von allein. Mobbing verdirbt den Erstklässlern ziemlich schnell die Lernlust und führt zum Frust. Oftmals bemerken Erziehungsberechtigte das Mobbing erst spät, da gerade introvertierte Kinder nicht mit der Sprache rausrücken wollen. Da es generell wichtig ist, bei den Jüngsten immer auf dem neusten Stand zu sein, sind offene W-Fragen der beste Weg, um die Kinder aus der Reserve zu locken. So können Eltern herausfinden, dass das Kind beispielsweise keine Freunde findet. In dem Fall ist der beste Weg, der Kontakt zur Lehrerin und eventuell auch zu anderen Eltern. So können beispielsweise andere Kinder zum Spielen nach Hause eingeladen werden. Generell ist es ratsam für Eltern, sich so gut wie möglich mittels Elternabende oder Wandertage einzubringen.

Schulangst oder Trennungsschmerz?

Jedes fünfte Schulkind in Deutschland leidet unter Schulangst. Mädchen sind davon etwas häufiger betroffen. Psychosomatische Symptome wie Bauchweh, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfweh etc. sollten keinesfalls als Phase abgetan werden. Im Prinzip kann Schulangst jedes Kind treffen, doch oftmals sind es eher sehr anhängliche und schüchterne Kinder, die darunter leiden.

2007 fanden britische Forscher mittels Speicheltest heraus, dass einige Grundschulkinder schon 3-6 Monate vor Schulbeginn erhöhte Mengen des Stresshormons Cortisol produziert hatten. Offensichtlich übertragen Eltern ihre eigene Anspannung auf das Kind.

Kinder spüren, dass die Schule für die Eltern einen hohen Stellenwert hat. Der Druck, der dadurch auf die Kleinen ausgeübt wird, ist enorm. Auch die oben erwähnten Drohungen vor der Schule fördern die Angst. Besser ist es, das Selbstbewusstsein des Kindes schon früh zu fördern, ihm/ihr kleine Aufgaben im Haushalt zu geben und für Erfolge zu loben. Denn erfahrungsgemäß büßt es gerade in der ersten Zeit ziemlich viel Selbstsicherheit ein, bei der Erfahrung, dass andere Kinder einige Dinge besser können. Zu hohe Erwartungen der Eltern und damit des Kindes an sich selbst können auf Dauer krank machen.

Hilfe und Lösungsansätze bei Schulangst

Das ängstliche Kind schwänzen zu lassen, ist jedoch nicht der richtige Ansatz. In erster Linie ist der Gang zur Lehrkraft der richtige Weg. Da Kinder nicht immer mit der Sprache rausrücken, können die Pädagogen durch ihren täglichen Umgang mit den Kindern vielleicht mehr zu Ursachen und Lösungen beitragen. Auch kann es hilfreich sein, das Kind in der ersten Zeit zur Schule zu begleiten und sich dann nach und nach zurückzuziehen. Ein Glücksbringer wirkt manchmal Wunder. Sollte sich der Zustand jedoch nach ein paar Monaten nicht bessern, ist es ratsam sich an den schulpsychatrischen Dienst, einen Kindertherapeuten oder eine Familienberatung zu wenden.

Womöglich wurde das Kind zu früh eingeschult und leidet darunter. Um dies zu vermeiden, sollte eine bevorstehende Einschulungsmöglichkeit mit dem Kinderarzt und dem Kindergartenpersonal besprochen werden. Sie können Angaben über den geistigen, körperlichen oder psychosozialen Entwicklungsstand geben. Bei Zweifeln können Eltern auch im Internet einen Schulreife-Einschätzungs-Test machen. 

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