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Keine Ausreden! Sport im Winter – So läuft’s auch bei Schnee und Kälte



Bewegung tut gut, auch bei Minusgraden
Bewegung tut gut, auch bei Minusgraden

Sport im Winter? Für viele lautet die Devise: Das ist Mord – ganz klar! Doch die Argumente zu kalt, zu nass, zu windig ziehen nicht. Denn man kann ja vorbeugen: Das A und O ist die richtige Kleidung. Wenn man hier richtig investiert, hat Outdoor-Sport immer Saison. Deswegen rein in die Laufschuhe, rauf aufs Rad – Sport an der frischen Luft ist auch im Winter gut.

Der innere Schweinehund gewinnt oftmals in der kalten Jahreszeit die Oberhand, wenn es darum geht, draußen Sport zu treiben. Ein Blick aus dem Fenster genügt meistens: Raus in die Kälte oder gemütlich mit einer Tasse Tee auf die Couch? Viele sagen da: Nein danke, her mit der Sofadecke! Doch Bewegung und frische Luft – gerne in Kombination – ist auch im Winter wichtig: „Das Immunsystem wird gefördert“, erklärt Prof. Rüdiger Reer, Generalsekretär des Deutschen Sportärztebundes (DGSP). Doch damit dieser positive Effekt eintritt, sollte sich der Sporttreibende an ein paar Tipps halten – nicht, dass man sich doch noch eine Erkältung oder Schlimmeres einfängt.

Sport im Winter – ein paar Tipps und Tricks

Funktionskleidung

„Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.“ Oder zu viel Kleidung. Ein Satz, in dem viel Wahrheit steckt. Denn viele machen den Fehler, dass sie viel zu viele Lagen übereinander ziehen, um draußen nicht zu frieren. Setzt man sich dann jedoch in Bewegung, fängt man sofort zu schwitzen an. Unangenehm. Prof. Reer, der auch im Arbeitsbereich Sport- und Bewegungsmedizin des Instituts für Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg tätig ist, empfiehlt: „Beim Rausgehen sollte einem eher kalt sein. Ideal wäre eine Lage, die man nach dem Aufwärmen ablegen kann.“ Optimal ist Funktionskleidung, die atmungsaktiv ist – gerade wenn es um Outdoor-Sport bei winterlichen Temperaturen geht. Baumwollkleidung ist dagegen nicht zu empfehlen.

Aufwärmen

Bei Minustemperaturen ist ausgiebiges Aufwärmen Pflichtprogramm. Wer sich bzw. seinem Körper diese Zeit nicht gönnt, riskiert unnötige Verletzungen. „Im Winter sollte man sich besonders sorgfältig aufwärmen“, sagt Reer. „Bloß keinen Kaltstart. Das ist ungünstig für Sehnen und Bänder.“ Ideal sind drei bis fünf Minuten Aufwärmprogramm. Für Joggingbegeisterte schlägt der Professor vor, zunächst Achillessehne und Wadenmuskulatur zu dehnen. Danach ist die Oberschenkelmuskulatur dran.

Atmen

Die Regel lautet: Immer durch die Nase atmen – gerade beim Sport im Winter. Auch wenn man meint, dass durch den geöffneten Mund schneller Luft in die Lungen gelangt. Der Mund sollte zu bleiben, auch bei ausgehender Puste. Denn wenn man zu viel kalte Luft einatmet, können Atemwege und Lunge schmerzen. Atmet man durch die Nase, wird die Luft angewärmt und angefeuchtet, erklärt Jens Wagenknecht, Vorstandsmitglied im Deutschen Hausärzteverband. „Wer durch den Mund atmet, weil er sich zu stark verausgabt, hat das Problem, dass die Luft nicht so gut angewärmt und angefeuchtet wird, bevor sie auf den Rachen trifft.“

Nach dem Sport schnell ins Warme

Sie haben Ihr Sportprogramm erfolgreich absolviert? Dann nichts wie rein in die gute Stube! Denn „direkt nach dem Sport ist die Gefahr für Erkältungen am größten“, weiß Prof. Reer. Deshalb raus aus der Kälte und aus der Sportbekleidung, ab unter die Dusche und frische Klamotten anziehen. Aber nicht das Stretchen, Dehnen und Lockern vergessen – doch das können Sie ja genauso gut in der Wohnung erledigen!

Vorsätze umsetzen

Mit Vorsätzen ins neue Jahr starten ist schön und gut. Aber: Die Vorsätze sollten realistisch sein und dementsprechend auch umgesetzt werden können. Die Motivation sollte gut dosiert sein. Wer gerade erst mit Sport anfängt, sollte sich ein Ziel setzen, das einerseits fordert, aber auch erreichbar ist. Und nicht in utopischen Sphären liegt. Denn dann riskiert man eher, dass sich der innere Schweinehund durchsetzt und dass man den Sport direkt nach einer Woche oder früher an den Nagel hängt. Von daher besser bei seinen Möglichkeiten und dauerhaft am Ball bleiben!

Eine Faustregel zu guter Letzt, die immer gilt – egal ob Winter oder Sommer: Wenn einem schwindelig oder schlecht wird, sollte das Training sofort abgebrochen werden. Das gleiche gilt bei Luftnot, Sehstörungen oder Einbruch der Leistungsfähigkeit, betont Jens Wagenknecht. Denn Sport sollte nun wirklich nicht zum Mord führen. Spaß und Freude sollten immer mitlaufen oder -fahren. Also liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem Training. Sport im Winter – bleiben Sie gesund und fit!

(ssc, dpa/tmn)

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