• Überblick
    • HNO
    • Haut
    • Herz & Kreislauf
    • Muskulatur
    • Magen & Darm
    • Nervensystem
    • Diabetes
    • Rücken & Gelenke
    • Zähne
    • Atemwege
    • Allergien
    • Autoimmunerkrankungen
    • Schmerzen
    • Überblick
    • Schwangerschaft & Geburt
    • Frauengesundheit
    • Männergesundheit
    • Kindergesundheit
    • Sexualität
    • Überblick
    • Homöopathie
    • Heilpflanzen
    • Hausmittel
    • Therapien
    • Überblick
    • Pflege
    • Arzt & Medikamente
    • Erste Hilfe
    • Gesellschaftliches
    • Berufsbilder
    • Überblick
    • Psyche
    • Sport
    • Wellness
    • Ernährung
    • Sucht

Keine Chance den Mücken



Bald haben Mücken wieder Hochsaison
Bald haben Mücken wieder Hochsaison.

Auch wenn der milde Winter und das sehr warme Frühjahr von den meisten Deutschen begrüßt wurde, sind diese optimalen Bedingungen Schuld an der vermutlich bevorstehenden Mückenplage. Wie man Haus und Garten mückenfrei hält und welche Mittelchen am besten im Ernstfall helfen oder auch nicht – stichhaltige Argumente gibt’s hier:

Weltweit gibt es 3.500 Mückenarten. Davon leben 49 in Deutschland. Der Klimawandel begünstigt nun auch das Ansiedeln exotischer Mücken wie die Anopheles-Mücke oder die asiatische Buschmücke im Südwesten Deutschlands, die theoretisch Malaria, West-Nil-Fieber oder Dengue-Fieber übertragen können. Bisher plagen uns jedoch nur die üblichen Folgen eines Stichs: Juckreiz, der über mehrere Tage anhalten kann. Besser es kommt gar nicht erst soweit.

Gartenjagd auf Mücken

Glückliche Besitzer eines Eigenheims samt Garten sollten mit der Prävention bereits draußen beginnen: Mücken brauchen Wasser, um dort ihre Eier abzulegen. Verstärkt wird das im warmen Juli geschehen. Daher sollten Regentonnen, Vogeltränken oder Planschbecken möglichst abgedeckt werden. Wasser aus Gießkannen sollte immer vollständig entfernt werden. Karpfenartige Fische wie Goldfische oder Kois im Gartenteich ernähren sich von Insektenlarven. Ein Springbrunnen sorgt für die nötige Bewegung an der Wasseroberfläche, um die Verpuppung der Larven zu verhindern. Mikrobiologische Wassertabletten mit dem Wirkstoff Bti bekämpfen Stechmückenlarven wirkungsvoll und zugleich rein biologisch.

Auch einige Pflanzen haben sich als sinnvoll in der Mückenabwehr erwiesen: Der Zitrusduft der Lillibet zum Beispiel. Gepaart mit ihrer schönen Optik wurde sie 2013 zur „Pflanze des Jahres im Norden“ gekürt. Auch zu empfehlen sind Zitronenmelisse, Lavendel, Tomatenpflanzen, Katzenminze und Walnuss. Im Idealfall pflanzt man die Gewächse direkt auf den Balkon oder vor die Fenster und Türen und verhindert so das „große Fressen“.

My home is my castle

Die weiblichen Mücken brauchen das Blut von Säugetieren und Menschen für die Produktion ihrer Eier. Daher werden sie alles tun, um an die begehrte Flüssigkeit zu gelangen. Insbesondere in den Abendstunden und nachts sind die Blutsauger aktiv. Fliegengitter vor den Fenstern und Insektentüren halten die Tiere fern. Zusätzlich helfen Moskitonetze. Ultraschallgeräte oder Smartphone-Apps mit hohen Tönen haben sich hingegen als überflüssig erwiesen. Mückenweibchen sind nämlich fast taub und somit unempfindlich gegenüber solchen Versuchen. Citronella-Kerzen helfen leider auch nur teilweise. Insektizide für die Steckdose sind zwar sehr gut zu Abwehrzwecken, doch die Gifte belasten auch die menschlichen Atemwege. Im Urlaub kann eine Klimaanlage für zusätzliche Stechfreiheit sorgen.

Mückenfrei mit Stil

Sprays und Lotionen zum Auftragen auf die Haut bringen den sichersten Schutz. Empfindliche Menschen oder Allergiker können stattdessen ihre Kleidung damit bearbeiten. Mücken fühlen sich am meisten von dunklen Oberflächen angezogen. Helle, lange Kleidung, die nicht zu eng anliegt, kann also schon eine erste Maßnahme sein. 

Mückenweibchen sind Jägerinnen und reagieren besonders auf Lockstoffe. Menschlicher Schweiß, intensive Parfums, Körperwärme sowie Kohlendioxid (in der Ausatemluft) machen die blutsaugenden Insekten nahezu wahnsinnig. Die Extradusche an heißen Sommerabenden ist also nicht nur der Hygiene geschuldet. 

Mückenstich-Tag

MückenplageEin Mückenstich lässt sich leider nicht immer vermeiden. Bevor das „Gekratze“ groß ist, sollte der erste Juckreiz nachhaltig bekämpft werden. Grund dafür sind die giftigen Proteine im Speichel des Mückenweibchens, die eine allergische Reaktion auslösen. Die Abwehrreaktionen des Körpers lassen das Hormon Histamin aktiv werden. Die Haut schwillt an, errötet und juckt. Das Schlimmste, was wir jetzt tun können, ist dem Jucken nachgeben:

Durch Kratzen wird der giftige Speichel der Mücke noch mehr verteilt und der Stich wird größer und juckt noch mehr. Zudem können Schmutz und Keime in die Wunde gelangen und Infektionen auslösen. Der Stich kann sich sogar abkapseln. Die erbsengroßen Knötchen in der Haut (Histiozytome) sind leicht gerötet und können ein Leben lang bestehen bleiben.

Cool bleiben und Feuer machen gegen Mücken

Desinfizieren und Kühlen sind die bewährtesten Sofortmaßnahmen. Dazu können ein Kühlpad oder Gele mit enthaltenen Antihistaminika aus der Apotheke verwendet werden. Das Gel sorgt auch für eine entzündungshemmende Wirkung. Niemals sollte ein bloßer Eiswürfel auf die Haut gebracht werden, da diese sonst erfrieren kann. Nichts davon zur Hand? Der eigene Speichel kühlt und enthält zudem schwache Schmerzstiller und Antihistamine.

Das von der Stechmücke eingeschleuste Gift basiert auf Eiweißproteinen, die bei einer Temperatur von über 45 Grad Celsius denaturieren, also zerstört werden. Ein erhitzter Gegenstand (Löffel, Münze), der sofort nach dem Stich auf die Wunde gebracht wird, neutralisiert das Gift und verhindert eine Entzündung. Mittlerweile gibt es auch Geräte auf dem Markt, die auf diesem Prinzip beruhen.

Zwiebel, Kohl und Co.

Allergiker oder Gegner von chemischen Wirkstoffen können auch auf die Wirkung bewährter Hausmittel vertrauen. Das Auftragen von Essig, einer halbierten Zwiebel, Kartoffel, Tomate oder Zitrone wirkt entzündungshemmend und dämmt den Juckreiz. Ein wahres Wundermittel ist Spitzwegerich. Die zerriebenen Blätter einfach auf den Stich bringen. Das Gleiche gilt für Basilikum, Petersilie, Bohnenkraut und Kohl. Kalter Quark ist ebenso bekannt aus der Naturkosmetik. Zusammen mit dem natürlichen Antibiotikum des Honigs wirkt eine Packung aus beidem abschwellend und juckreizlindernd.

Sollte es dennoch passieren, dass der Mückenstich sehr groß und heiß wird, könnte es sich um eine ernstzunehmende allergische Reaktion handeln, die vom Arzt behandelt werden muss. Auch Stiche an besonders sensiblen Stellen wie dem Augenlied gehören in professionelle Hände.

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE