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Keine Entwarnung für Malaria



Sich gut informieren ist der erste Schritt zum Schutz vor Malaria
Sich gut informieren ist der erste Schritt zum Schutz vor Malaria

Die Tropenkrankheit Malaria stellt trotz internationaler Bemühungen und Projekte noch immer eine große Bedrohung dar. Im vergangenen Jahr meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 200 Millionen Fälle und jährlich sterben noch über ein bis drei Millionen Menschen an den Folgen.

80 Prozent der Malaria-Erkrankungen treten in Ostafrika, südlich der Sahara auf. Uganda hat mit der Krankheit am stärksten zu kämpfen und leider fallen Kinder unter fünf Jahren der Krankheit am häufigsten zum Opfer.

Mit Hilfe größerer Initiativen konnte jedoch schon ein deutlicher Rückgang der Erkrankung in Uganda verzeichnet werden. So wurden Sümpfe trockengelegt – die Lebens- und Vermehrungsräume der für die Übertragung der Krankheit verantwortlichen Anopheles-Mücken – sowie mit Insektizid imprägnierte Moskitonetze und Medikamente verteilt. Zusätzlich wurden Häuser und Hütten mit Mückenschutzmitteln besprüht. Bis 2016 wird ein deutlicher Rückgang der Erkrankung erwartet. Zumindest verringern sich die Todesfälle immer mehr, da Infizierte durch die bessere Infrastruktur die Möglichkeit haben, schneller eine Klinik zu erreichen. Seit 2000 hat sich die Sterblichkeitsrate bei Kleinkindern halbiert.

Kurzer Abriss der Malaria-Erkrankung

Malaria, auch Wechselfieber oder Sumpffieber genannt, konnte bereits in der DNA von 3500 Jahre alten ägyptischen Mumien nachgewiesen werden. Heute ist die Krankheit in mehr als 100 Ländern verbreitet und wird noch immer durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke übertragen. Drei Malariarten werden hierbei unterschieden:

  • Malaria tropica

  • Malaria tertiana

  • Malaria quartana

Die Malaria-Erreger (Plasmodien) befallen zunächst die Leber und schließlich die roten Blutkörperchen. Die Inkubationszeit, also die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit, kann zwischen einer Woche bis mehreren Monaten liegen. selbst mehrere Jahre sind möglich.

Grippeähnliche Beschwerden mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sind die anfänglichen Symptome. Oft kommen Durchfall und Erbrechen oder Gelbsucht hinzu. Auf jeden Fall sollte bei solchen Anzeichen sofort ein Arzt hinzugezogen werden, auch wenn die Tropenreise schon mehrere Monate zurück liegt. Er wird der Infektion mit Medikamenten zu Leibe rücken. Bei Schwangeren ist eine Ansteckung des Kindes glücklicherweise nicht immer gegeben.

Keine Chance für die Malaria-Mücke

Ein Tourist aus Europa besitzt meist keinerlei Immunität gegen eine Infektion mit Malaria. Wer plant, in die Tropen oder Subtropen zu reisen, also Afrika, Asien oder Lateinamerika, sollte sich beim Tropeninstitut über den empfohlenen Schutz informieren. Kinder und Schwangere sollten nach Möglichkeit gar nicht in gefährdete Gebiete reisen.

Die Anopheles-Mücke ist meist in der der Dämmerung und nachts aktiv. Vor Ort sollten Sie sich zu dieser Zeit nicht im Freien aufhalten und lange Kleidung tragen. Während der Schlafenszeit können imprägnierte Moskitonetze das Schlimmste verhindern und spezielle Mückenschutzmittel werden auf die Haut aufgetragen. Meist sind die Wirkstoffe DEET oder Icaridin in diesen Repellents enthalten. Die Wirkung hält jedoch nur ein paar Stunden an und muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden. In Gebieten mit schlecht erreichbarer medizinischer Versorgung könnte ein Stand-by-Mittel zur Selbstbehandlung im Notfall sinnvoll sein. Befragen Sie hierzu Ihren Arzt. In extremen Risikogebieten kann der Mediziner Ihnen auch vorbeugende Medikamente verabreichen. Diese können jedoch mitunter starke Nebenwirkungen haben. Alle diese Mittel sind keine Garantie, um der Infektion mit Malaria zu entgehen. Bisher gibt es leider noch keinen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit, jedoch wird mit Hochdruck daran gearbeitet.

Malaria in Deutschland?

In Deutschland werden jährlich unter 600 Malaria-Fälle gemeldet. Die Dunkelziffer ist jedoch deutlich höher. Hierzulande wird die exotische Krankheit meist durch Tropenreisende eingeschleppt. Aber auch eine mit dem Flugzeug eingereiste Anopheles-Mücke kann Menschen in Deutschland stechen und infizieren. Meist wird Malaria tropica diagnostiziert.

Aufgrund des immer konstanter werdenden gleichmäßigen Klimas in Deutschland, besteht auch hier die Möglichkeit, dass sich die Anopheles-Mücke wohl fühlt und sich schnell vermehrt. Damit wäre sie nicht allein: schon jetzt wurden im Süden Deutschlands exotische Mückenarten gesichtet, die als Überträger vom Dengue- und West-Nil-Fieber gelten. Ein sicherer Schutz vor den Blutsaugern wird also auch in Deutschland immer mehr in den Mittelpunkt rücken.

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