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Kindersicherheit im Wasser



Ein Rettungsring ist keine ausreichende Schwimmhilfe.
Ein Rettungsring ist keine ausreichende Schwimmhilfe.

"Planschen. Baden. Schwimmen. Sicher geht das!" ist der Leitspruch des diesjährigen Kindersicherheitstages, an dem Eltern und Kinder über die Gefahren im Wasser aufgeklärt werden sollen.

Fast in allen Lebensbereichen ist die Zahl der tödlichen Kinderunfälle zurück gegangen. Die Quote für Ertrinkungsunfälle von Kindern zwischen fünf und 15 Jahren ist jedoch drastisch angestiegen und hat sich verdoppelt. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass Eltern die Wahrscheinlichkeit von Unfällen im oder am Wasser als relativ gering einschätzen, was die jüngsten Zahlen des gerade erst veröffentlichten AXA Kindersicherheitsreport 2014 zeigen.

Im Auftrag der Versicherung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1000 Eltern nach deren Einstellung, Bewusstsein, Kenntnisstand und Umgang mit Wassergefahren befragt. Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. entstanden, die auch seit 2000 den Kindersicherheitstag organisiert.

Ertrinken ist ein geräuschloser Unfall

60 Prozent der befragten Eltern glauben laut der Studie, dass man die Notlage ertrinkender Kinder eindeutig erkennt - und liegen damit total falsch. Lebensgefährliche Situationen im Wasser werden von außen häufig gar nicht oder erst zu spät wahrgenommen. Die weit verbreitete Vorstellung, dass sich Kinder beim Ertrinken schreiend und hektisch bewegen, deckt sich nur selten mit der Realität. Sie ertrinken in den meisten Fällen leise. 

Folgendes ist zu tun, wenn sie bemerken, dass ein Kind zu ertrinken droht:

  • Mund-zu-Nase-Beatmung: Fangen sie damit sofort an, am besten bereits während Sie das Kind aus dem Wasser in Sicherheit bringen

  • Herzmassage: Wenn das Kind einen Herzstillstand hat, müssen Sie sofort damit beginnen.

  • Beim Kind bleiben: Lassen Sie das Kind nicht alleine. Wenn es möglich ist, soll eine andere Person die Notrufnummer 112 wählen. 

  • Schnell: Es ist wichtig, dass das Kind sofort ins Krankenhaus gebracht wird.

Kinderschicherheit im und am Wasser

Acht Prozent der Eltern gaben an, dass sich ihr Kind schon einmal in einer Notsituation im oder am Wasser befand, aus der es gerettet werden musste. Auffällig ist hier, dass sich Jungen doppelt so häufig in Gefahr befinden wie Mädchen. Bei den meisten dieser Unfälle handelte es sich um Stürze in Teichs, Planschbecken oder Pools.

Damit Kinder erst gar nicht in Gefahr geraten, ist es also wichtig, sie beim Spielen rund ums Wasser nicht aus den Augen zu lassen. Wenn Kinder nicht beaufsichtigt sind, müssen Gartenteichs, Becken, Swimmingpools und Regentonnen verschlossen sein.

Hilfreiche Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V..

Schwimmen lernen

Plakat des Kindersicherheitstages 2014Obwohl Kinder mit drei Jahren noch nicht in der Lage sind, gleichzeitige Bewegungsabläufe aufeinander abzustimmen, kann man sie bereits mit dem Wasser vertraut machen. Wenn sie vier oder fünf Jahre alt sind, sollten sie einen Anfängerschwimmkurs besuchen, wo sie bereits das Seepferdchen-Abzeichen erhalten können.

Dies bedeutet jedoch noch nicht, dass sie dann gut schwimmen können, denn ihnen fehlt die Übung. Und für die unterschiedlichen Schwimmtechniken müssen Kinder ihre Gliedmaßen gleichzeitig koordinieren können, was ihnen erst ab etwa sechs Jahren gelingt.

Dennoch denken zwei Drittel der befragten Eltern, ihr Kind könne gut schwimmen, wenn es 100 Meter oder gar weniger ohne Unterbrechung schwimmen kann. Die Bundesarbeitsgemeinschaft hat ein Informationspapier zusammengestellt, in dem Sie nachlesen können, wie Kinder am besten schwimmen lernen und auf was dabei besonders zu achten ist.

In Berlin veranstaltet die Deutsche Kinderhilfe ab dem 1.07.2014 Schwimmkurse unter dem Motto "Schwimmen für alle". 400 benachteiligte Kinder erhalten so die Möglichkeit, schwimmen zu lernen. Ansprechpartner ist Marian Drawitz vom Deutschen Kinderhilfe Haus, der per E-Mail erreicht werden kann. 

Kindersicherheit im Badezimmer

Etwa jeder Achte würde ein Kind unter drei Jahren kurzzeitig unbeaufsichtigt in der Badewanne lassen. Das ist fahrlässig, denn so kleine Kinder können selbst in flachem Wasser schnell ertrinken. Gerät ihr Kopf, der im Vergleich zum Körper unverhältnismäßig groß und schwer ist, unter Wasser, sind sie oft nicht in der Lage, ihn wieder zu heben. Klingelt es also zum Beispiel an der Wohnungstüre, muss auf jeden Fall erst das Kind aus dem Wasser geholt werden, bevor man diese öffnet. Aber auch Wassertemperatur, Armaturen, rutschige Fliesen und elektronische Geräte bergen Gefahren. Deshalb gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft hilfreiche Tipps für ein kindersicheres Bad.

Ganz generell ist es wichtig, Gefahren nicht zu unterschätzen, um drinnen wie draußen eine sichere Zeit im und am Wasser zu verbringen.

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