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Kinderwunschbehandlungen erfolgreich bei Fruchtbarkeitsstörungen



Der Wunsch nach Kindern muss nicht unerfüllt bleiben.
Der Wunsch nach Kindern muss nicht unerfüllt bleiben.

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann eine große Belastung für die Partnerschaft sein und verschiedene Ursachen haben. Handelt es sich um eine diagnostizierte Fruchtbarkeitsstörung, können angewandte Methoden in Kinderwunschzentren der Weg zur ersehnten Familie sein.

Fruchtbarkeitsstörungen kommen in 40 Prozent aller Fälle bei Frauen vor und zu gleichen Anteilen beim Mann. Eine gleichzeitige Störung bei beiden Partnern liegt in 20 Prozent der Diagnosen vor. Jedes siebte Paar hat Probleme mit der Fruchtbarkeit. Behandlungsmöglichkeiten in Kinderwunschzentren bieten für nahezu jeden die passende Lösung bei Fruchtbarkeitsstörungen. Lediglich bei 10 Prozent aller Fälle bleibt die Unfruchtbarkeit ungeklärt.

Unfruchtbarkeit: Alter ist die häufigste Ursache

Selbst bei jungen Paaren mit günstigen Voraussetzungen tritt innerhalb eines halben Jahres nur zu 80 Prozent eine Schwangerschaft ein. Doch viele verschieben ihre Familienplanung aus Karrieregründen oder aus dem Wunsch heraus, dem Kind beste finanzielle Bedingungen bieten zu können, auf einen späteren Zeitpunkt. Leider sinken mit zunehmendem Alter der Frau auch die Aussichten auf eine erfolgreiche Schwangerschaft. Ab dem 30. Lebensjahr reduzieren sich die Chancen kontinuierlich.

Dabei ist vor allem das biologische und weniger das kalendarische Alter der Frau entscheidend. Den größten Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben hormonbedingt die Quantität und die Qualität der Eizellen, welche sich mit zunehmendem Alter verringert. Das Ausbleiben des Eisprungs ist die häufigste Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit. Auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt mit den Lebensjahren.

Andere Ursachen der Fruchtbarkeitsstörungen bei der Frau können Zyklusstörungen, Eileiter- und Gebärmutterkomplikationen, Endometriose (Fehlansiedelung von Gebärmutterschleimhaut) und eine Zervixschleiminsuffizienz (die Gebärmutterschleimhaut ist nicht durchlässig genug für die Spermien) sein. Auch eine ungesunde Lebensweise mit Alkohol, Drogen, Nikotin und Übergewicht kann Fruchtbarkeitsstörungen bedingen.

Fruchtbarkeitsstörung beim Mann: Abweichende Samenqualität

Beim Mann zählen die Samenqualität und Probleme beim Samenerguss zu den häufigsten Ursachen der Fruchtbarkeitsstörung. Bei der Untersuchung wird also zunächst die Konzentration und Beweglichkeit der Samenzellen sowie die Anzahl der lebenden Samenzellen und ihre Beschaffenheit (Verklumpung) untersucht. Alkohol kann die Spermienbildung beeinträchtigen.

Maßnahmen vor Einsatz der Reproduktionsmedizin

Ehe sich das Paar in die Hände eines Fertilitätsexperten begibt, sollte es alle anderen Möglichkeiten, schwanger zu werden, ausprobieren. Dazu gehört eine gesunde Lebensweise ohne Alkohol und Nikotin, sowie eine gesunde Ernährung. Die Kontrolle der Monatszyklen und das Richten nach dem Eisprung gehören ebenso dazu, um Fruchtbarkeitsstörungen auszuschließen.

Ein durchschnittlicher Monatszyklus dauert 28 Tage. Ungefähr um den Tag 14 herum findet der Eisprung statt – die fruchtbarste Zeit einer Frau. Sinnvoll ist der Geschlechtsverkehr in diesem Fall an Tag 10, 12, 14 und 16. Er sollte aus dem Grund nur alle zwei Tage stattfinden, damit genügend Spermien vorhanden sind. Das ist besonders wichtig falls der Mann eine geringe Konzentration an Spermien aufweist. Zwei bis fünf Tage Enthaltsamkeit vor den fruchtbaren Tagen der Frau erhöht die Spermienzahl und Beweglichkeit der Spermien.

Mit Basaltemperatur und Ovulationstest gegen Fruchtbarkeitsstörungen

Die Basaltemperatur (BT) ist die normale Temperatur direkt nach dem morgendlichen Aufwachen. Diese liegt normalerweise zwischen 36,11 bis 36,38 Grad Celsius. Während des Eisprungs ist diese Temperatur bis zur Menstruation erhöht. Am Tag des Temperaturanstiegs sind Frauen am fruchtbarsten. Die kostengünstige Methode der Messung mit einem speziellen Basalthermometer sollte jeden Tag zur selben Zeit über mehre mehrere Monate hinweg erfolgen.

Ein Ovulationstest ermöglicht die Vorhersage des Eisprungs. Mittels eines Harntests werden diejenigen Hormone angezeigt, z. B. LH, die einen bevorstehenden Eisprung ankündigen. Innerhalb dieser 36 Stunden ist die Chance auf eine Schwangerschaft am höchsten. Dieser Test ist genauer als die Basaltemperaturmethode. Allerdings ist er viel teurer.

Wann liegt eine Fruchtbarkeitsstörung vor?

Der Wunsch nach Kindern muss nicht unerfüllt bleiben.Wenn nach einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehr (bei Frauen über 35 sogar schon nach sechs Monaten) keine Schwangerschaft vorliegt, obwohl während dieser Zeit ein regelmäßiger Zyklus vorlag und der Sex auf die fruchtbaren Tage verlegt wurde. In diesem Fall sollte so schnell wie möglich ein Spezialist oder eine Spezialistin auf dem Bereich der Fertilitätsmedizin aufgesucht werden. In sogenannten Kinderwunschzentren arbeiten sämtliche Spezialisten der Reproduktionsmedizin zusammen: Fachärzte für Geburtshilfe und Gynäkologie, aber auch für Endokinologie und Embryologie.

Ehe es zu einer Kinderwunschbehandlung kommt, werden zahlreiche Untersuchungen und Gespräche zur (medizinischen) Vorgeschichte bzw. familiären Veranlagungen durchgeführt.

Moderne Therapiemöglichkeiten bei Fruchtbarkeitsstörungen

Viele Diagnosen können mit Medikamenten (Clomifen, FSH, Progesteron etc.) oder durch eine Operation behoben werden. In diesen Fällen wird das Expertenteam zu einer In-vitro-Fertilisation (IVF), einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) oder einer Intrauterinen Insemination (IUI) raten.

Eine IUI wird bei einer verminderten Samenqualität oder wenn zu wenig Spermien vorhanden sind angewandt. Dabei werden die Spermien aufbereitet und direkt in die Gebärmutter übertragen. Aber auch eine Zervixschleiminsuffizienz oder Antikörper gegen Spermien kommen als Indikator für eine IUI in Frage.

Eine IVF ist dann angebracht, wenn operative, medikamentöse und IUI-Behandlungen ohne Erfolg geblieben sind. Zum Beispiel wenn die Eileiter blockiert sind und somit eine Befruchtung im Reagenzglas vollzogen werden muss. Auch bei Endometriose oder männlicher Unfruchtbarkeit kann die IVF zum Einsatz kommen. Der so entstandene Embryo wird in die Gebärmutter übertragen und wächst dort bis zur Geburt heran.

Die Methode der ICSI kommt bei starker männlicher Unfruchtbarkeit zum Tragen. Eine einzelne Samenzelle wird unter dem Mikroskop direkt in das Innere einer weiblichen Eizelle injiziert. Die befruchtete Eizelle wird dann ebenfalls zeitnah in die Gebärmutter eingesetzt.

Was gibt es bei Therapien in Kinderwunschzentren zu beachten?

Der Zeitrahmen eines Behandlungszyklus liegt zwischen vier bis sechs Wochen. Der Erfolg einer Therapie kann innerhalb eines Behandlungszyklus zu verzeichnen sein, in manchen Fällen sind jedoch auch mehrere Durchgänge bis zur Schwangerschaft nötig. Die durchschnittliche Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer beträgt in deutschen Kinderwunschzentren zwischen 20 und 30 Prozent.

Zu den Risiken der Fertilitätsbehandlungen gehören Eileiterschwangerschaften, das ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS), Verletzungen anderer Organe und Fehlgeburten bzw. Missbildungen. Letzteres liegt mit unter 20 Prozent jedoch weniger an der Behandlung sondern an dem erhöhten Durchschnittsalter der Schwangeren mit Fruchtbarkeitsstörungen.

Mehrlingsgeburten gehören in diesem Zusammenhang, je nachdem, eher zu den positiven Nebenwirkungen.

Es gibt klare gesetzliche Richtlinien in Deutschland für reproduktionsmedizinische Anwendungen. Kinderwunschbehandlungen dürfen nur bei Ehepaaren angewandt werden, die Ethikkommission kann jedoch auch ihre Zustimmung bei festen Partnerschaften erteilen. Befruchtungen zum Zwecke einer Adoption oder Leihmutterschaft sind verboten.

Die Frau darf nicht jünger als 25 Jahre sein und nicht älter als 40. Zudem muss sie ausreichend gegen Röteln geschützt sein. Der Mann hat dasselbe Mindestalter und darf nicht älter als 50 Jahre sein. Der HIV- und Hepatitis-Status muss bei beiden negativ sein.

Können wir uns Kinderwunschbehandlungen leisten?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen sehen eine anteilige Kostenübernahme der Kinderwunschbehandlungen von 50 Prozent für die ersten drei Behandlungszyklen vor.

So liegt der Eigenanteil bei einer IVF-Behandlung beispielsweise bei rund 1.500 Euro. Eine ICSI-Therapie schlägt mit 1.800 Euro pro Zyklus zu Buche.

Bei den privaten Krankenversicherungen ist die Zahlung anders geregelt. Dort zahlt die Krankenkasse des „Verursachers bzw. der Verursacherin“ der Fruchtbarkeitsstörung. Ist diese Person privat versichert, übernimmt die Kasse allerdings die vollen Kosten.

Behandlungen mit Spendersamen werden von keiner deutschen Krankenkasse übernommen.

Die Initiative Wunschkind e. V. setzt sich für die finanzielle Entlastung von Kinderwunschpaaren ein. Dort erhalten Sie mehr Informationen zu Kinderwunschbehandlungen und Finanzierung.

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