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Misteln: Zwischen Heilwirkung und Liebesglück



Brauch des Mistel-Kusses in der Zeit vom 01.12. bis zum 06.01.
Brauch des Mistel-Kusses in der Zeit vom 01.12. bis zum 06.01.

Misteln sind vor allem durch den Kuss-Brauch bekannt. Auch als Heilpflanze leisten die Halbparasiten wertvolle Dienste zur Blutdruckregulation und in der Krebsbehandlung.

Zum Vorschein kommen Misteln erst in der kalten Jahreszeit, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren. Bei der Pflanze aus der Familie der Sandelholzgewächse handelt es sich um einen robusten Halbparasiten, dem Frost und Hitze sowie Insekten nichts anhaben können.

Mistel-Wissen

Weit oben in den Kronen unserer heimischen Laubbäume wie Apfel, Ahorn, Birke, Linde und Pappel entzieht die weißbeerige Mistel ihrem Wirt Wasser, ohne dem Baum bemerkenswert zu schaden. In der Regel lebt die Mistel so lange wie ihr Träger.

Typischer MistelbefallSie kommt nahezu überall auf der Welt vor, was sie der Verbreitung durch Vögel zu verdanken hat.

Diese fressen die weißen oder rötlichen Beeren der Mistel und verteilen die Samen anschließen wieder durch Reste am Schnabel oder ihren Kot an anderen Bäumen.

Der Giftgehalt der Mistel ist für Menschen nicht lebensgefährlich hoch. In den Blättern und Stängeln ist Viscotoxin enthalten, was je nach Baum variiert.

Die geringste toxische Wirkung haben Apfelbaum-Misteln.

Die Beeren der Mistel sollten nicht gegessen werden, es kann zu leichten Magen-Darm-Beschwerden kommen. Für Tiere wie Pferde, Nager und Vögel zeigen sich schwerere Vergiftungserscheinungen.

Mythos und Legende der Mistel


Seit dem 19. Jahrhundert ist die Mistel als Weihnachtsschmuck beliebt. Sie steht zwar nicht unter Naturschutz, dennoch bedarf das gewerbliche Pflücken einer Genehmigung. Voraussetzung auch beim privaten Pflücken ist, dass der Baum bzw. Wirt nicht verletzt wird.

Tatsächlich gehört die Pflanze zu den ältesten Zauberpflanzen für Gesundheit, Glück, Mut und Fruchtbarkeit. Bereits in der griechischen Mythologie haben Misteln ihren Platz, die Druiden benutzen sie für rituelle Handlungen und die Germanen glaubten an ihren Schutz vor Geistern und Hexen.

Den bekanntesten Brauch bildet der vornehmlich in England und Kanada bekannte Mistelzweig über der Tür, unter dem sich während der gesamten Weihnachts- und Neujahrszeit geküsst werden darf. Dem Paar würde daraufhin eine immerwährende und glückliche Beziehung bzw. Ehe bevorstehen.


Die Heilkraft der Mistel

Die Mistel als Heilpflanze ist schon aus dem Altertum bekannt. Sebastian Kneipp setzte sie zum Beispiel gegen Fallsucht (heute als Epilepsie bekannt), Schwindel und zur Blutstillung ein. Hildegard von Bingen schätzte die Heilwirkung gegen erfrorene Gliedmaßen.

Auch heute macht sich die Pharmaindustrie die wertvollen Inhaltsstoffe der Mistel zu Nutze. Die in den Blätter und Stängeln enthaltenen Wirkstoffe sind Lektine – an Zucker gebundene Eiweiße, die entweder innerlich in flüssiger oder fester Form angewendet werden oder äußerlich als Bäder bzw. Umschläge.

Die Höhe der Wirkstoffkonzentration im Mistelextrakt richtet sich danach, welchen Baum die Mistel „besetzt“ hat sowie nach der Erntezeit.

Blutdruckregulation durch Mistelkraut

Herz im Takt mit MistelextraktMistelpräparate, wie Misteltee oder Mistelsaft, haben ihr Haupteinsatzgebiet bei Herz-Kreislauf-Problemen, wie Bluthochdruck- oder zu niedrigem Blutdruck. Nebenwirkungen von Blutdruckkkomplikationen sind Kreislaufbeschwerden, zum Beispiel Schwindel und Kopfschmerzen.

Durch regelmäßige Misteleinnahme wird das Herz gestärkt und der Kreislauf reguliert.

Mistelinjektionen zur Unterstützung bei der Krebstherapie

In der Alternativmedizin werden Mistel-Spritzen als begleitende Therapie bei Krebsleiden eingesetzt. Die Lektine der Mistel aktivieren das Immunsystem, was sich vor allem gegen die sich schnell vermehrenden Krebszellen richtet. Von einer alleinigen Behandlung mit Misteln ist jedoch abzusehen. Der Körper wird generell angeregt, gegen Krankheitserreger vorzugehen, was mit Nebenwirkungen wie Fieber und allergischen Reaktionen einhergehen kann. Daher wird von einer Misteltherapie während der Schwangerschaft abgeraten.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für die Mistel: Sie kann als Tee oder Saft die Wechseljahrsbeschwerden lindern und ist auch bei Menstruationsproblemen hilfreich. Nach einer Geburt kommen die blutstillenden Eigenschaften im Bereich der Gebärmutter zum Tragen.

Auch bei degenerativen Gelenkerkrankungen, wie Rheuma oder Arthrose, kann Mistelextrakt äußerlich in Form von Umschlägen oder Bädern angewandt werden. Das gilt auch für Krampfadern oder Ekzeme.

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