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Neue Endoskopie-Technik entfernt kleine Tumoren bei der Darmspiegelung



Bei drei von vier Patienten gelingt die Entfernung der Wucherung auf Anhieb mit dem neuen Gerät.
Bei drei von vier Patienten gelingt die Entfernung der Wucherung auf Anhieb mit dem neuen Gerät.

Ein hochentwickeltes Gerät soll zukünftig die Entfernung von Geschwulsten in der Darmwand während der Darmspiegelung zulassen. Auch in anderen Bereichen kann der kleine Eingriff eine größere Operation ersparen.

Der Medizingeräte-Hersteller OVESCO hat ein neuartiges „Full-Thickness Resection Device“ (FTRD) auf den Markt gebracht. Dieses „Gerät zur Vollwandentfernung“ ermöglicht es erstmals, minimalinvasiv flache Adenome aus der Darmwand mittels Endoskop zu entfernen. Das Spezialgerät wurde bereits erfolgreich von Experten am Klinikum in Ludwigsburg eingesetzt.

Unkomplizierte Entfernung von Geschwulsten im Darm

Adenome sind Veränderungen des Gewebes der Darmschleimhaut, aus denen sich Darmkrebs entwickeln kann. Da diese Adenome meist stielförmig in den Dickdarm hereinragen, können sie mittels Endoskop leicht während einer Darmspiegelung entfernt werden.

Doch es gibt auch flache Adenome, die sich nicht mit dem Endoskop entfernen lassen. Für die Entfernung musste bisher stets ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden. Eine Operation ist immer unangenehm und mit Risiken verbunden.

Mit dem neuen FTRD könnte Patienten der nicht ungefährliche Eingriff erspart bleiben und zudem würden Kosten im Gesundheitssystem reduziert werden, spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) für das neue Spezialgerät aus.

Hightech bei der Endoskopie

Das FTRD ist eine Kappe, die auf die Spitze des Endoskops gesetzt wird. Bei Entdeckung eines Adenoms während der Darmspiegelung, wird das Geschwulst mit einer Zange gegriffen und gemeinsam mit allen Schichten der Darmwand in die Kappe hineingezogen.

Danach wird ein spezieller Clip um den betreffenden Darmabschnitt gezogen und mit einer Schlinge herausgetrennt.

„Der Clip ist ein Kurzzeit-Implantat und verhindert, dass sich ein Loch in der Darmwand bildet“, erklärt Professor Dr.med. Karel Caca, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie am Klinikum Ludwigsburg.

Neue Chancen in der Medizin

Die bisherige Erfolgsrate mit dem FTRD liegt bei 75 Prozent, betont Caca. Bei ihnen ließ sich die Wucherung auf Anhieb bei der Darmspiegelung entfernen. Das Verfahren kann ohne Komplikationen wiederholt werden, was die Erfolgschancen deutlich erhöht.

Das Gerät könnte zudem auch bei anderen Eingriffen als der Endoskopie hilfreich sein. So zum Beispiel für die Beseitigung von Frühkarzinomresten. Besonders geeignet ist die Methode für Kinder. Beispielsweise für Gewebsentnahmen, wie einer Vollwandbiopsie im Darm, die bisher nur im Rahmen einer Operation erfolgen konnten.

 

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