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Neues aus der Alzheimer-Forschung



Mental stimulierende Aktivitäten schützen vor dem Versagen der Gehirnzellen.
Mental stimulierende Aktivitäten schützen vor dem Versagen der Gehirnzellen.

Heute endet in Kopenhagen die Alzheimer's Association International Conference (AAIC), auf der sich Experten und Forscherinnen treffen, die sich auf Alzheimer und Demenzerkrankungen spezialisiert haben. Dieses Mal wurden mehr als 1.700 wissenschaftliche Präsentationen gezeigt.

Die AAIC ist eine jährliche Veranstaltung, bei der die neueste Forschung im Bereich Alzheimer und Demenz vorgestellt und diskutiert wird, um die Entwicklung weiterer Erkenntnisse voranzutreiben. Hinter der Konferenz steht die Alzheimer's Association, deren Ziel es ist, die Krankheit zu eleminieren, das Demenzrisiko zu verringern und sowohl Betroffene als auch Angehörige und Pflegende zu unterstützen. Einige dort vorgestellte Studienergebnisse sind besonders erwähnenswert.

Früherkennung von Alzheimer

Wenn Menschen ihre Fähigkeit verlieren, Gerüche richtig zuzuordnen, kann dies ein Zeichen für die Entwicklung einer kognitiven Beeinträchtigung sowie Alzheimer sein. Gleich zwei Studien wiesen einen Zusammenhang nach zwischen Verlust der Hirnzellenfunktion mit Verschlechterung des Gedächtnisses und der Fähigkeit, Gerüche zu identifizieren. 

Zwei andere Studien beschäftigten sich mit der Erkennbarkeit einer Alzheimererkrankung mit Hilfe von Augenuntersuchungen. So könnte ein bedeutsamer Zusammehang zwischen dem Vorkommen des Beta-Amyloid-Proteins im Gehirn - Hauptbestandteil der Alzheimer-Plaques - und in der Retina bestehen. Mit Hilfe eines Laserscansystems wurde außerdem der Spiegel dieses Proteins in den Augen der Teilnehmenden gemessen und anschließend mit Positronen-Emissions-Tomographie-Scans (PET) ihrer Gehirne verglichen. Die Forscher konnte auf diese Weise bei allen 40 Männern und Frauen genau benennen, welche an Alzheimer erkrankt sind und welche nicht.

Ein weiterer PET-Scan ist vermutlich für die Früherkennung geeignet. Bei Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind, finden sich Knäuel des anomalen TAU-Proteins im Gehirn, die die Gehirnzellen absterben lassen. Dieses Protein kann nun sichtbar gemacht werden. In einer Langzeitstudie wurden daraufhin kognitiv normale Senioren und Seniorinnen entsprechend untersucht. Die Teilnehmenden mit einem höheren TAU-Anteil in jenen Gehirnbereichen, die für das Gedächtnis wichtig sind, schnitten im Laufe der folgenden drei Jahre bei Tests schlechter ab.

Änderung des Lebensstils bei Alzheimer

Gedächtnistraining kann vor Alzheimer schützen.Eine Studie, welche mit zwei Gruppen arbeitete, die aus Menschen zwischen 60 und 77 Jahren mit Alzheimer- und Demenzrisiko bestanden, konnte nachweisen, dass die strukturierte Veränderung des Lebensstils Gedächtnis und Denkleistung beeinflussen kann. 

Eine der Gruppen wurde hinsichtlich der Ernährung beraten, es wurden Leibesübungen durchgeführt, es gab kognitives Training und auch über soziale Aktivitäten und den Umgang mit Risikofaktoren in Bezug auf die Herzgesundheit fand eine ausführliche Aufklärung statt.

Die andere Gruppe erhielt nur eine allgemeine Gesundheitsberatung. Zwei Jahre später schnitt die erste Gruppe bei allen durchgeführten Tests besser ab. Untersucht wurden die Gedächtnisleistung und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, wozu beispielsweise die Bereiche Planung, Beurteilung und Problemlösung gehören.

Auch eine andere Studie - dieses Mal unter Erwachsenen mittleren Alters mit Alzheimer- und Demenzrisiko - wies nach, dass mental stimulierende Aktivitäten vor der Entwicklung der Krankheiten im Alter schützt. Jene Teilnehmenden, die geistig aktiver waren, hatten bessere Testergebnisse im Bereich Gedächtnis und Denkleistung. Weitere Studien belegen, dass auch regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko von Alzehimer und Demenz reduzieren kann.

Aktiv bleiben schützt vor Alzheimer

Die Alzheimer's Association fordert deshalb alle Menschen dazu auf, ihr Gehirn lebenslang in Form zu halten. Auf ihrer Webseite finden sich dafür folgende Ratschläge
 

  • Bleiben Sie neugierig und am Ball - nehmen Sie sich vor, Ihr ganzes Leben lang zu lernen

  • Lesen und schreiben Sie, lösen Sie Kreuzworträtsel und Puzzles

  • Gehen Sie zu Vorträgen und ins Theater

  • Besuchen Sie Kurse, zum Beispiel an der Volkshochschule

  • Spielen Sie Spiele

  • Kümmern Sie sich um den Garten

  • Machen Sie Gedächtnisübungen

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