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Chronische Sinusitis mit Radioaktivität heilen



Circa 3 Millionen Menschen erkranken jedes Jahr an chronischer Sinusitis.
Circa 3 Millionen Menschen erkranken jedes Jahr an chronischer Sinusitis.

Nasennebenhöhlenentzündungen gehören zu den häufigsten HNO-Erkrankungen. Wenn diese chronisch werden, kann eine neuartige Radionuklid-Therapie Abhilfe schaffen.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung ist äußerst unangenehm: Kopfschmerzen, Druck im Stirnbereich oder hinter den Augen, Fieber und eitrige Sekretabsonderung. Solch eine akute Sinusitis kann gemeinsam mit dem herkömmlichen Schnupfen mehrmals im Jahr auftreten und unbehandelt zu einem dauerhaften Problem werden.

Meist sind anatomische Ursachen Schuld an einer beständigen Sinusitis. Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung kann bis zu 3 Monate andauern. Die Patienten haben dann Probleme mit dem Geruchs- und Geschmackssinn, ihre Stimme ist näselnd und sie leiden unter einem Räusperzwang. Oft treten auch Ohrenschmerzen oder ein eingeschränktes Hörvermögen auf, und es bilden sich Polypen in den Nebenhöhlen.

Wenn Inhalationen, Medikamente und sogar Operationen erfolglos bleiben, kann eine relativ neue nuklearmedizinische Behandlung endlich Abhilfe schaffen: die Radio-Tympano-Sinu-Orthese (RTSO).

Radioaktive Behandlung gegen chronische Sinusitis und Mittelohrentzündung

„Für die RTSO sind alle Patienten geeignet, die seit Monaten und Jahren unter einer Sinusitis oder Mittelohrentzündung leiden und mehrfach operiert wurden“, meint Dr.med. Norbert Czech, Experte des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN). Kinder, Jugendliche und Schwangere bilden die Ausnahme.

Die RTSO beseitigt entzündetes Schleimhautgewebe in der Nasennebenhöhle bzw. Paukenhöhle durch Bestrahlung. Vorteil: Die Behandlung dauert nur 10 Minuten, ist ungefährlich und wird von den Krankenkassen übernommen. Sie wird in spezialisierten Praxen und Kliniken angeboten.

Seit 2006 mit radioaktiver Bestrahlung gegen Sinusitis

Radioaktivität bekämpft SinusitisDie Nasenhöhle der Patienten wird zunächst mit einem speziellen Spray betäubt. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt bzw. die Ärztin verschafft sich mit einem kleinen Loch Zugang zur Nebenhöhle und säubert den Hohlraum gründlich. Jetzt kommt der Nuklearmediziner ins Spiel und verteilt etwas radioaktive Substanz auf die entzündete Schleimhaut.

Die radioaktiven Partikel, wie Erbium oder Rhenium, werden von der kranken Schleimhaut aufgenommen und führen zu deren Absterben.

Stattdessen entstehen neue, gesunde Schleimhautzellen. „Im Ergebnis weicht die Entzündung, Infektion und Schwellung klingen ab“, resümiert Czech. Dabei ist die Strahlenbelastung äußerst gering und bereits nach wenigen Tagen keine Radioaktivität mehr nachweisbar.

Bewiesene Wirksamkeit der RTSO bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung

Eine Studie am Universitätsklinikum in Kiel überprüfte anhand von chronischen Erkrankten den Effekt der nuklearmedizinischen Behandlung: „Alle Patienten fühlten sich erfolgreich therapiert, konnten anschließend wieder riechen und schmecken und benötigten keine weiterem Eingriffe“, verkündet der BDN-Experte. 

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