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Oscarverleihung und Alzheimer



Ein Prozent aller an Alzheimer Erkrankten sind von der erblich bedingten Form betroffen.
Ein Prozent aller an Alzheimer Erkrankten sind von der erblich bedingten Form betroffen.

Für ihre Darstellung einer Frau, die an der familiären Form von Alzheimer erkrankt, bekam Julianne Moore vorgestern den Oscar. Der Film Still Alice kommt am 5. März ins Kino. Doch was ist das überhaupt für eine Alzheimer-Variante?

In Deutschland sind fast eineinhalb Millionen Menschen von einer Alzheimer-Erkrankung betroffen und die Zahl wird kontinuierlich ansteigen. Dies hängt damit zusammen, dass die Menschen immer älter werden und Alzheimer meist erst bei Menschen auftritt, die mindestens Mitte 60 sind.

Die Ursachen sind nach wie vor unklar und die Schäden im Gehirn sind derzeit nicht rückgängig zu machen. Die meisten Patienten und Patientinnen sind von dieser sporadischen Form betroffen. Ein Prozent aller Alzheimer-Patienten hat die Erkrankung jedoch, weil sie vererbt wurde. Dann spricht man von der familären Form vom Alzheimer.

Die familiäre Form der Alzheimer-Erkrankung

Bei der familiären Form von Alzheimer verursachen Genmutationen die Erkrankung, und es genügt bereits, wenn die Mutation von einem Elternteil vererbt wird. Die Krankheit setzt dann in jedem Fall ein – und das auch noch weitaus früher als bei der sporadischen Alzheimer-Form. Bereits bei Menschen ab 30 Jahren kann die familiäre Form von Alzheimer in Erscheindung treten.

"Die charakteristischen Veränderungen des Gehirns unterscheiden sich bei der sporadischen und familiären Alzheimer-Form nicht", erklärt Prof. Dr. Sascha Weggen aus dem Wissenschaftlichen Beirat des gemeinnützigen Alzheimer Forschung Iniatiative e.V. (AFI). "Zudem ist der klinische Verlauf beider Varianten sehr ähnlich. Dies spricht dafür, dass die Krankheitsmechanismen der seltenen familiären Formen und der häufigen sporadischen Alzheimer-Krankheit sehr ähnlich sind."

Wie enstehen Alzheimer-Plaques

 

Die beiden Alzheimer-Erkrankungen im Vergleich

Sporadische Alzheimer-Erkrankung

  • etwa 99 Prozent aller Erkrankten haben diese Form
  • das Erkrankungsalter beginnt ab etwa 65 Jahren
  • der höchste Risikofaktor ist das Alter
  • genetische Faktoren haben kaum Einfluss

Familiäre Alzheimer-Erkrankung

  • nur etwa ein Prozent aller Erkrankten haben diese Form
  • das Erkrankungsalter liegt zwischen 30 und 60 Jahren
  • Schuld ist die Mutation folgenden Gene: APP (Chromosom 21), Presenilin-1 (Chromosom 14) und Presenilin-2 (Chromosom 21)
  • es genügt, wenn diese Mutationen von einem Elternteil vererbt werden
  • die Mutationsträger erkranken auf jeden Fall

Zwar sind nicht so viele Menschen an der familiären Form von Alzheimer erkrankt, für die Forschung sind sie jedoch Schlüsselfiguren. "Bei den Patienten mit familiärer Alzheimer-Erkrankung werden die Träger einer Genmutation immer erkranken. Somit kann das Ausbleiben oder ein späteres Auftreten von Krankheitssymptomen die Wirksamkeit eines neuen Medikamentes sicher beweisen." so Prof. Dr. Sascha Weggen.

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