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P.A.R.T.Y.-Präventions-Programm öffnet jugendlichen Autofahrern die Augen



Beim Programm lernen Jugendliche echte Unfallopfer in der Notfallambulanz kennen.
Beim Programm lernen Jugendliche echte Unfallopfer in der Notfallambulanz kennen.

Ein Programm für Jugendliche schärft das Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr. Immer mehr deutsche Unfallkliniken nehmen daran teil.

Junge Erwachsene haben nach wie vor ein starkes Unfallrisiko im Straßenverkehr. Laut Statistischem Bundesamt verunglückten im Jahr 2013 mehr als 65.000 junge Männer und Frauen.

Zwar belegen Studien, dass ältere, reaktionsschwache Menschen über 75 die größere Risikogruppe sind. Jedoch liegt das hauptsächlich an dem demografische Wandel und der somit wachsenden Zahl mobiler Senioren.

Bei Jugendlichen sind die Hauptunfallursachen in erster Linie das Handy und leider noch immer Alkohol und Drogen.

Gefährliche Konsequenzen für Autofahrer

Eine sehr bedenkliche Entwicklung: Laut einer Forsa-Umfrage greifen mehr als 40 Prozent aller 18- bis 20-jährigen während sie Auto fahren zu ihrem Mobiltelefon. Hinzu kommt, dass sich gerade Fahranfänger oft überschätzen und noch kein auf Erfahrung beruhendes Gefühl für verschiedene Fahrbedingungen, wie Autobahn, Aquaplaning oder Schneeglätte, entwickelt haben. Jeder fünfte 18- bis 24-Jährige, der einen Unfall verursacht hat, hielt sich nicht an die Geschwindigkeit.

Mögliche Gefahren werden in jungen Jahren oft ignoriert oder die jungen Fahrer sind sich derer gar nicht bewusst. Daher sei es besonders wichtig, bei Jugendlichen schon vor dem Führerschein mit der Prävention zu beginnen.

Lebensrettende P.A.R.T.Y. für Jugendliche

Um riskantes Fahrverhalten zu vermeiden, wurde das Programm P.A.R.T.Y. (Prävention von durch Alkohol und risikoreichem Verhalten verursachte Traumata bei Jugendlichen) ins Leben gerufen. Das Projekt stammt aus Kanada, wo 1986 Jugendlichen in der Notfallambulanz vor Augen geführt wurde, was es bedeutet ein Unfallopfer zu sein oder eines auf dem Gewissen zu haben. Aus dem einen Tag wurde eine ganze Serie, die nun schon in 5 Ländern stattfindet.

Mittlerweile beteiligen sich auch in Deutschland 15 Kliniken an dem Programm. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren verbringen meist mit ihrer Schulklasse einen ganzen Tag in einer Unfallklinik. Dabei durchlaufen sie verschiedene Stationen: den Rettungswagen und Schockraum, die Intensivstation sowie Physiotherapie. „Ziel ist es, Jugendliche durch persönliche Erfahrungen in die Lage zu versetzen, in kritischen Situationen kluge Entscheidungen zu treffen.“, erklärt Professor Dr.med. Bertil Bouillon, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie Köln-Merheim.

Verantwortungsvolle Autofahrer

Die Reaktionen der Teilnehmer am P.A.R.T.Y.-Programm zeigen, dass der Besuch der Unfallstationen schockierend ist. Das ist schließlich auch das Ziel: Wenn die Jugendlichen später hinterm Steuer sitzen, tragen sie Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) fordert deshalb, dass jede Klinik mit Erfahrungen in der Versorgung Schwerverletzter, an dem P.A.R.T.Y.-Programm teilnehmen sollte.

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