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Penizillinhaltige Antibiotika: Allergisch oder nicht?



Nehmen oder nicht? Penizillinhaltige Antibiotika
Nehmen oder nicht? Penizillinhaltige Antibiotika

9 von 10 Patienten haben in Wahrheit gar keine Penizillin-Allergie. Wie kommt es dann zu diesem weitverbreiteten Irrglauben?

Penizillin gehört zu den ältesten und am häufigsten verwendeten Antibiotika. Das Medikament wird zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch Bakterien verursacht werden. Das Wort Antibiotika stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „gegen das Leben“. Und genau so wirkt das Medikament (leider) auch: Antibiotika bekämpfen ebenso die krankheitserregenden Bakterien in uns wie die nützlichen, die wir z. B. für eine gesunde Darmflora benötigen.

Penizillinhaltige Antibiotika? Vertrag ich nicht.

Dies erklärt zumindest teilweise die ablehnende Haltung vieler Patienten gegenüber ihrem Arzt, wenn es um die Verschreibung von penizillinhaltigen Antibiotika geht. Fast jeder hat bereits Erfahrungen damit gemacht – und zwar keine guten.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Antibiotika

Allergien in Form von Hautausschlägen sind die häufigsten Nebenwirkungen von Antibiotika. Viele Betroffene leiden aber auch unter Darmbeschwerden wie z. B. Durchfall. Weibliche Patientinnen haben als Folgeerscheinung oft mit Pilzinfektionen zu kämpfen.

Allergie ist nicht gleich Allergie

Aktuellen Studien zufolge leiden aber nur die wenigsten Patienten tatsächlich unter einer Penizillin-Allergie. „Die meisten glauben, sie hätten eine Allergie, weil sie vor vielen Jahren schon mal Hautausschlag hatten, als sie Penizillin genommen haben“, erklärt Martin Hartmann aus der Hautklinik der Universität Heidelberg. Aber: Eine derartige Reaktion kann auch durch die damalige Erkrankung selbst ausgelöst worden sein. Und: Allergien bleiben nicht ein Leben lang bestehen. Ganz im Gegenteil, sie verschwinden oft von selbst wieder. „Fünf Jahre nach dem ersten Auftreten sei das bei 50 Prozent der Patienten der Fall, nach zehn Jahren sogar bei 80 Prozent“, so Hartmann.

Gewissheit bringt nur ein Allergietest

Da penizillinhaltige Antibiotika in der Regel sehr verträglich und aus medizinischer Sicht in der Regel die beste Wahl zur Behandlung darstellen, sollten Patienten, um ganz sicher zu gehen, einen Allergietest machen. Nur so ist eine Penizillin-Allergie sicher nachweisbar und das Ausweichen auf andere Medikamente wirklich gerechtfertigt. Alternative Antibiotika fördern nämlich häufig Resistenzen – und dies sollte nicht leichtfertig herausgefordert werden.

(jr, dpa/tmn)

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