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Pfifferlinge gegen Eisenmangel



30 Prozent aller Menschen leiden an Eisenmangel.
30 Prozent aller Menschen leiden an Eisenmangel.

Pfifferlinge liefern besonders viel Eisen und sind ein optimales Nahrungsmittel für Vegetarier. Doch erst in Kombination mit Vitamin C entfalten Pfifferlinge ihren idealen Gesundheitswert.Mehr als 250 Gramm sollten pro Woche aber nicht auf dem Teller landen.

Pfifferlinge, oder auch „Eierschwamm“ genannt, läuten die Pilzsaison ein. Je nach Wetterlage sind sie mancherorts bereits seit Mitte Juni zu finden. Ein regenreicher Sommer lässt Pfifferlinge zahlreich sprießen. Zu finden ist der Edelpilz bevorzugt unter Fichten und Buchen. Hierzulande findet man ihn vor allem in Brandenburg.

Sammler sollten besser vorsichtig sein, denn für Anfänger in der Pilzkunde sieht der „Falsche Pfifferling“ dem echten zum Verwechseln ähnlich. Dieser ist zwar nicht giftig, doch leider hat er nicht den nussig-pfeffrigen Geschmack des Originals und verfärbt sich beim Garen schwarz.

Der Gesundheitswert von Pfifferlingen

Die goldgelben Pfifferlinge bestehen zu 92% aus Wasser, liefern aber auch wichtige Ballaststoffe und Eiweiß, sowie Vitamin D und Kalium. Einzigartig unter den Speisepilzen ist der Eisengehalt von Pfifferlingen. Mit 6,5 mg/100g ist der Eisengehalt höher als bei Rindfleisch (2,9 mg). Damit sind Pfifferlinge besonders gut für Vegetarier geeignet.

Volksleiden Eisenmangel

Eisenmangel ist eine der weltweit häufigsten Mangelerscheinungen und betrifft 2 Milliarden Menschen. Das Spurenelement kann nicht vom Körper selbst produziert werden, jedoch werden 10 bis 15 mg pro Tag von Jugendlichen und Erwachsenen benötigt. 1 bis 2 mg Eisen verliert der Organismus täglich. Einige Menschengruppen, wie Schwangere, Stillende, chronisch Kranke, Ausdauersportler, Vegetarier oder Dauerblutspender, haben einen erhöhten Bedarf an Eisen (20-30 mg).

Generell haben Frauen aufgrund ihrer Regelblutung einen erhöhten Eisenverlust. Ernähren sich diese zudem fleischlos oder betreiben Leistungssport, wird mehr Eisen über Blut, Schweiß und Urin ausgeschieden als über die Nahrung zugeführt. Die Folge davon sind Blutarmut (Anämie), Müdigkeit, Kopfschmerzen, Blässe, Spröde Haare und brüchige Nägel, rissige Mundwinkel etc. Eisentabletten oder Kräuterblutsäfte aus der Apotheke füllen den Eisenspeicher zuverlässig auf.

Eisenlieferant Pfifferling

Frauen haben einen um 50 Prozent höheren Eisenbedarf als Männer.Pfifferlinge, Linsen, Vollkornprodukte und Co. liefern zwar mehr Eisen als viele Fleisch- und Fischsorten. Das Problem ist jedoch, dass pflanzliches Eisen im Gegensatz zum tierischen Eisen nur schlecht vom Körper aufgenommen wird. Durch die Kombination mit Vitamin C wird die Aufnahme verbessert.

Pfifferlinge als starker pflanzlicher Eisenlieferant sollten von Vegetariern zusammen mit Paprika, Rotkohl, Sauerkraut und Kartoffeln gegessen werden. Auch ein Glas Orangensaft oder Obstsalat sind ideal.

Mindestens 2 Stunden Abstand müssen zwischen einer eisenhaltigen Mahlzeit und dem Genuss von Kaffee oder schwarzem Tee gehalten werden. Das enthaltene Tannin hemmt die Eisenaufnahme.

Rezept-Tipp: Pfifferlinge mit Rote-Beete-Püree

Rote Beete ist ein idealer Begleiter zu Pfifferlingen. Das Gemüse liefert Vitamin A, C und B-Vitamine, Folsäure, Jod, Kalium, Kalzium, Magnesium und Betanin. Letzterer ist der rote Farbstoff der Roten Beete und stärkt das menschliche Immunsystem.

Zubereitung

  • 500 g Kartoffeln und 500 g Rote Beete waschen und mit Schale 30 Minuten weich dämpfen.

  • 1 Schalotte in 1 EL Butter anbraten. 200 g geputzte Pfifferlinge mitbraten. Salzen und 1 EL gehackte Petersilie untermischen.

  • 125 ml Milch und 40 g Butter erwärmen. Die geschälten Kartoffeln und Rote Beete durch eine Kartoffelpresse in das Milch-Butter-Gemisch drücken.

  • Zu einem Püree verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Nach Belieben 1 Prise Zimt und Kardamom dazugeben.

Nicht mehr als 250 Gramm Pfifferlinge pro Woche

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät, Wildpilze nicht mehr als 1 Mal pro Woche zu genießen. Grund dafür ist die Gefahr der Schwermetallbelastung mit Kadmium, Blei, Quecksilber und radioaktiven Stoffen. Besonders Waldboden, der sich in der Nähe von Industriegebieten oder stark frequentierten Straßen befindet, ist davon betroffen. In Pilzen kann die Schadstoffkonzentration fünfmal höher liegen als im Boden.

Zudem kann der hohe Puringehalt in Pfifferlingen problematisch für Menschen mit Harnsäurestörungen werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz empfiehlt Gichtpatienten, Schwangeren, Stillenden und kleinen Kindern daher, auf Waldpilze zu verzichten und auf Pfifferlinge aus kultiviertem Anbau auszuweichen.

Das in Pfifferlingen enthaltene Chitin wird vom Darm nicht verwertet und kann bei empfindlichen Menschen zu Verdauungsproblemen führen.

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