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Phosphate: Schneller altern mit Cola und Co.



220 Milligramm in einem Liter Cola
220 Milligramm in einem Liter Cola (Foto: clipdealer)

Zugegeben, so ein leckerer Cheeseburger mit einer Cola, das hat schon was, und gegen den sporadischen Genuss ist eigentlich auch nichts einzuwenden. Kritischer wird’s da schon, wenn fast ausschließlich Pizza, Burger und Co. konsumiert werden, da dies eine Überdosis an Phosphor zur Folge hat. Ein Ernährungsfehler mit gefährlichen Konsequenzen.

Nicht nur Nephrologen ist die schädliche Wirkung einer erhöhten Phosphatzufuhr auf bereits erkrankte Nieren ihrer Patienten ein bekanntes Problem. Der Mineralstoff kommt in natürlicher Form in zahlreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Kartoffeln, Nüssen, Hülsenfrüchten und Mehlprodukten vor. Da unser Stoffwechsel jedoch Einiges aufwenden muss bzw. ihm Eigenschaften fehlen, um den Mineralstoff mit Hilfe von Enzymen verwertbar zu machen, wird das Meiste ungenutzt ausgeschieden. Nur 40 bis 60 Prozent verbleiben im Körper. Anders verhält es sich da mit Lebensmitteln, die bereits fertige Phosphate enthalten. Zu finden in Form von  Konservierungsmitteln, Säuerungsmitteln, Säureregulatoren oder Emulgatoren in jedem Supermarkt und eigentlich auch sonst überall, wo es Lebensmittel gibt.

Bekannte Lebensmittelzusätze im Alltag

Phosphorsäure (E 338) finden wir unter anderem in Cola, sie sorgt dafür, dass das Getränk nicht pechschwarz ist. Die Phosphate E 339 bis 341, E 443 und E 450 bis 452 sorgen für Haltbarkeit in der Fleischindustrie, machen Bockwürste knackig, lassen Käse besser schmelzen und verhindern das Verklumpen von Kaffee- oder Puddingpulver. Backpulver ist der größte Übeltäter, gefolgt von Schmelzkäse und Parmesan. All dies sind zugelassene Lebensmittel und Lebensmittelzusätze, die wir mehr oder weniger ständig zu uns nehmen. Aufgrund der fehlenden Mengenangaben wissen wir nicht mal wie viel. Dabei hat sich die tägliche Menge seit den neunziger Jahren verdoppelt. Besonders betroffen sind davon die sozial schwächeren Schichten, da dort oft billiges Fast Food im Einkaufswagen landet. Doch wer nun denkt, dass er mit Bio-Lebensmitteln fein raus wäre, täuscht sich leider: Monocalciumphosphat, welches als Trennmittel für Milchpulver, Backmischungen, Dessertpulver etc. eingesetzt wird ist für Lebensmitteln mit Ökosiegel zugelassen. Auch hier wird auf Mengenangaben verzichtet.

Die zugesetzten Phosphate in Lebensmitteln werden fast vollständig vom Darm aufgenommen, was täglich um die 320 Milligramm reinen Phosphor entspricht. Allein ein Cheeseburger hat 300 Milligramm. Zwar benötigen wir 700 Milligramm, doch die nehmen wir auch ohne Zusätze aus dem organisch gebundenen Phosphor auf. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Fertigpizza hat bis zu 700 Milligramm.

Folgenschwere Ernährungsfehler

Was passiert in unserem Körper, wenn er ständig einer Überdosis an Phosphat ausgesetzt ist? Hyperphosphatanämie - ein Überschuss an Phosphat im Blut - ist besonders gefährlich für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Der Mineralstoff wird nicht ausreichend herausgefiltert und führt zu einer Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems. Herzinfarkt oder Schlaganfall können die tödliche Folge sein. Von einer Verkalkung der Arterien und Gefäße sowie Durchblutungsstörungen sind jedoch auch alle anderen Menschen mit einem dauerhaften Überschuss an Phosphat betroffen. Zu allem Überfluss lässt Phosphat den Körper schneller altern: Die Muskeln werden abgebaut, die Haut wird dünner und faltiger. Zusammengefasst: Die Sterblichkeit nimmt zu.

Wünschenswert wäre eine umfassende Kennzeichnung der Phosphatzusätze mit Mengenangaben. Idealerweise würde eine Mengenbegrenzung in einigen Lebensmitteln das Risiko einer Überdosis verringern. Am sichersten ist es natürlich, gänzlich auf phosphathaltige Lebensmittelzusätze zu verzichten und nur natürliche Schlemmereien auf den Speiseplan zu lassen. Insbesondere für das Wohl der Kinder lohnt sich der Blick auf die Verpackung.

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